With Full Force: Fette Töne und viele Tattoos

24.08.2018  |  Text: Boris Horn  |   Bilder: Andreas Defren
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With Full Force: Fette Töne und viele Tattoos
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Im 25. Jahr des »With Full Force«- Festivals gab es so viele Tattoos zu sehen wie nie zuvor. Das TätowierMagazin war für euch beim Jubiläum vor Ort.
Das »With Full Force«-Festival wurde in diesem Jahr 25 Jahre alt und die Veranstalter haben es deshalb so richtig krachen lassen: Von Bullet For My Valentine, Judas Priest über Parkway Drive, Body Count feat Ice-T bis zu den Beatsteaks und vielen anderen reichte die Gratulantenliste von etwa 80 Bands.

Beim Durchkreuzen des Geländes ist unübersehbar, warum das TätowierMagazin seit Jahren fester Kooperationspartner des »Force« ist, denn es gibt bei durchweg angenehmen Temperaturen um die 25 Grad Celsius jede Menge Tattoos bei den Besuchern zu bestaunen. Besonders auffällig: Gerade bei den jüngeren Festivalgästen sind großflächige Backpieces sowie Kunstwerke auf den Händen oder am Hals hoch im Kurs. Eine Beobachtung, die im Jahr 1994, als das erste WFF-Festival lief, in dieser Fülle noch undenkbar war. 

Fette Traditionals bei den Besuchern, gestochen von Tattoo Ole aus Schnaitheim.

Natürlich hatte auch das TätowierMagazin ein ausgefallenes Geburtstagsgeschenk im Gepäck – für einige glückliche Leser. Zusammen mit Nori vom Blackpearl Tattoo in Flensburg verschenkten wir im Voraus zwei VIP-Tattoo-Bundles. Neben jeder Menge TM-Merch erhielten zwei glückliche Gewinner nicht nur ein VIP-Ticket, sondern bekamen auch noch ein WFF-Tattoo von Nori. Das Aufregendste daran: Gestochen wurde es in schwindelerregender Höhe auf dem Licht- und Tonturmes direkt gegenüber der Hauptbühne. So konnten die Gewinner Josefine und Tobias während der Aktion den brettharten Klängen von Ektomorf zuhören und hatte zugleich die beste Sicht des Festivals auf das Geschehen. Beide waren nach diesem Erlebnis überglücklich und mit ihrem Haut-Andenken mehr als happy.

Der Termin für das With Full Force 2019 steht auch schon fest: 28. bis 30.06.2019.

Tätowierer Nori von Blackpearl Tattoo Flensburg, die Gewinner der Tattoos Josefine u. Tobias und Boris vom TM

Mehr zur Band Powerflo
Powerflo aus Los Angeles ist ein All-Star-Projekt, bestehend aus Mitgliedern von Biohazard, Downset, Fear Factory und am Mikro mit niemand Geringerem als Sen Dog von Cypress Hill. Beim entspannten Tattooplausch gesteht Gitarrist Billy, dass es eine Sache gibt, die er im Bezug auf Tattoos richtig bereut:. Vor wenigen Jahren ließ er sich während einer Show auf der Bühne tätowieren. »Es war die dümmste Idee, die ich jemals hatte. Durch die Anspannung bei der Show und durch das Schwitzen hat das einfach zehnmal mehr wehgetan als sonst und hat sich am Ende noch wahnsinnig entzündet. Das einzig Gute daran war die Präsenz, die ich danach in den sozialen Medien hatte«, sagt er und lacht dabei. Alle von Powerflo sind sich einig: Tattoos sind »Passion«, man will immer was Neues und ist damit eigentlich nie »fertig«. Sen Dog witzelte noch, während er gemütlich an einer selbstgedrehten, konisch geformten Zigarette zieht: »Die beste Erfindung ist der Entfernungs- laser, weil man dadurch noch mal von vorn anfangen kann.« Darauf steigt Bassist Chris ein: »Ich lasse mir bald einen komplette Arm lasern, ein guter Bekannter von mir hat mir angeboten, dass er mir den kompletten Arm neu und umsonst sticht, wenn ich  dafür den Platz schaffe – und das werde ich tun.« Billy ist anderer Meinung: »Ich würde mir nichts lasern lassen, für mich sind das Zeit-Stempel und sie gehören einfach zum Leben dazu.«



Tattootalk mit Freddy Madball
Madball-Sänger Freddy machte in der hiesigen Tattooszene auf sich aufmerksam, als er vor wenigen Jahren mit dem deutschen Tätowierer Olli Lonien zusammen den Hip-Hop-Track »Vom Brooklyn to Deutschland« herausbrachte. »Unsere Booking-Agentin von MAD hatte uns zusammengebracht und als ich mal in Trier war, zeigte Olli mir sein Tonstudio und wir haben ein paar Vocals aufgenommen. Der Song war killer und bei meinem nächsten Besuch in Deutschland haben wir in Berlin ein Video dazu gedreht. Ich werde hoffentlich bald mein zweites Hip-Hop-Album fertigstellen können. Die letzten Monate war ich sehr damit beschäftigt, das neue Madball-Album ›For The Cause‹ an den Start zu kriegen.«



Auch zu seinen Tätowierungen verrät Freddy einiges: »Mein erstes Tattoo habe ich mir mit fünfzehn Jahren an meinem Knöchel stechen lassen, damit ich es mit einem Socken verstecken kann.« Auf einer Japan-Tour ließ er sich einmal japanische Schriftzeichen stechen, die für »Respekt« und »Familie« stehen. »Es ist zwar sehr klischeebehaftet, aber es ging schnell und ist ein cooles Andenken an die Tour damals.« Auf den Unterarmen trägt er zwei Familienwappen – das seines kolumbianischen Vaters rechts und das seiner spanischen Mutter links. Was zukünftige Tattoos anbelangt, ist Freddy unschlüssig, obwohl er gerne weitermachen würde. Die meisten seiner Motive nämlich sind sehr christlich und die logische Konsequenz wäre, damit weiterzumachen, allerdings sieht er das Christentum trotz seines Glaubens inzwischen etwas kritischer. Dennoch bereut er keines seiner Motive. Lediglich das Spinnennetz am Ellenbogen war ursprünglich schlecht gestochen, längst hat er es aber von einem anderen Tätowierer retten lassen.
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Stand:26 September 2018 03:15:01/veranstaltungen/with+full+force+fette+toene+und+viele+tattoos_18713.html