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So war die 3. Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen

22.10.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: AnnaG.Photography
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So war die 3. Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen
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Mittlerweile hat sich die Convention in Aachen über den Geheimtipp hinaus zum Topevent entwickelt. Die dritte Ausgabe hielt am Konzept fest, die Tattookunst in den Fokus zu stellen. Das TM war dieses Jahr erstmals mit einer Artist-Row dabei.
Ein Kräftemessen der Superlative – so könnte man die Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen einerseits bezeichnen, denn vor Ort trafen herausragende Tätowierer aus aller Welt aufeinander, die während der drei Tage Knallertattoos stachen. Auf der anderen Seite macht die Expo ganz auf Understatement: kein Showprogramm, nicht mal eine Bühne, also auch keine Tattoo­contests. Der ein oder andere, der die Convention Mitte September zum ersten Mal besuchte, war schon etwas irritiert davon, wie klein und schlicht das Konzept der Messe ausfällt. Hier gibt es im Grunde nichts als kunstvolle, solide Tattoos, die den Regeln des guten, weil haltbaren Tätowierens folgen – aber eben auch nicht weniger. Das Rezept hat sich bewährt, denn die Convention zeigt: Es schmeckt den Besuchern und auch den Tätowierern.

Nach Aachen kommen Tätowierer, die Tattooconventions eigentlich schon längst den Rücken gekehrt haben. So zum Beispiel Henk Schiffmacher aka Hanky Panky, die Tattoolegende aus Amsterdam. Er tätowierte viel und schoss ansonsten Fan-Fotos. Andere kamen nur zu Besuch und blieben gleich mehrere Tage, wie zum Beispiel Tätowierer Mick aus der Schweiz mit seiner Frau. Insgesamt tätowierten rund 130 Artists auf der Kaiserstadt Tattoo Expo

Veranstalter Andreas Coenen ist selbst schon lange im Geschäft, kennt Conventions aus beiden Perspektiven: Als Tätowierer, denn auch er ist seit über zwanzig Jahren im Geschäft und betreibt mit The Sinner and the Saint in Aachen ein eigenes Studio, und als Veranstalter. Schon bevor er die Kaiserstadt Tattoo Expo aus der Taufe hob, organisierte er einige Jahre lang die Tattooconvention im Rahmen des Kustom-Kulture-Forever-Festivals im Ruhrgebiet. Er weiß also, welche Rahmenbedingungen Tätowierer benötigen, um auf Messen gut arbeiten zu können, und wie man Events auf die Beine stellt.

Nach Aachen kommen Tätowierer, die Tattooconventions eigentlich schon längst den Rücken gekehrt haben. So zum Beispiel Henk Schiffmacher aka Hanky Panky, die Tattoolegende aus Amsterdam. Er tätowierte viel und schoss ansonsten Fan-Fotos. Andere kamen nur zu Besuch und blieben gleich mehrere Tage, wie zum Beispiel Tätowierer Mick aus der Schweiz mit seiner Frau. Insgesamt tätowierten rund 130 Artists auf der Kaiserstadt Tattoo Expo

Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ist heute mutig, könnte man meinen, liest man doch auf einigen Conventionplakaten von sechshundert Tätowierer starken Line-ups, Modelcontests, Horrorshows, Lifestyle-Meilen und mehr. Tatsächlich, und das zeigt der Besucherschnitt in diesem Jahr, schließt ein Event wie die Kaiserstadt Tattoo Expo offensichtlich eine Lücke. »Es ist hier so viel angenehmer zu Tätowieren, weil hier nicht ständig irgendein Bass dröhnt oder ein merkwürdiger Moderator viel zu übersteuert ins Mikro quakt«, sind sich viele Tätowierer einig. Außerdem ist das aus­gewählte Line-up für viele ein Grund zu kommen. Auf der Expo tätowieren etliche namhafte Tätowierer aus den USA oder Japan, wie etwa Scott Sylvia oder Paul Dobleman, Koji Ichimaru oder Bunshin Horitoshi. Auch viele deutsche Tätowierer waren vor Ort, die sonst kaum noch auf Conventions arbeiten, wie zum Beispiel die Jungs von The Back Hole aus Hamburg, Pino und Marijana Cafaro, Marode, Jens Schnettler und weitere.

Revolver-Held von Pancho Placas

Und wie das Line-up, so auch die Besucher. Die Tattoo­sammlungen, die man in Aachen auf den Körpern bestaunen konnte, sprechen für sich. Hier mischen sich großartige Künstler aus aller Welt mit Kunden, die zu schätzen wissen, was eine gute Tätowierung ausmacht. Es geht um die Tattookunst, die alle lieben. Kein Copycat-Unfug mit Vorlagen aus Pinterest oder von Kollegen geklaut, kein fieses Preisgefeilsche à la »Mein Kumpel macht es für billiger«. Und ebenso wenig sah man Tätowierer, die Däumchen drehen mussten, da sie nichts zu tun hatten. Jeder tätowierte. Die Dichte an gestochenen Tattoos gerechnet auf die zahlenden Besucher war enorm.

Mäuserich-Tattoo von Uptown Danny

Das TM war bei der dritten Kaiserstadt Tattoo Expo erstmals mit einer großen Aktion an Bord: Unter dem Motto »TätowierMagazin handverlesen« wurden fünfzehn zuvor sorgfältig ausgewählte Tätowierer aus Deutschland präsentiert, die in der TM-Artist-Row einen Tag lang tätowieren durften. »Bäumchen wechsel dich«, hieß es also jeden Morgen, doch alles klappte wunderbar. Bis auf Lettering-Spezialist MixedMarshallArts aus Berlin, der aufgrund einer Handverletzung passen musste, gab es keine Ausfälle. Der Plan ging dennoch auf, an den drei Tagen einen Querschnitt der deutschen Tattooszene zu zeigen, der den Standard in Sachen Qualität und Kreativität hochhält. Wie das aussieht, seht ihr auf den folgenden Seiten.

Scott Sylvia

Die Kaiserstadt Tattoo Expo hat sich mit ihrem schlichten und dennoch hochklassigen Konzept etabliert. Als am Sonntagabend alle zusammengepackt hatten, dauerte die Verabschiedungsrunde etwas länger als sonst und war auch ein wenig herzlicher. Der Tenor lautete bei den Künstlern wie den Besuchern: »Wir freuen uns auf nächstes Jahr.«
 

Breakfast Club Art Show

Breakfast Club Art Show

Wie in den Vorjahren wurde die dreitätige Convention bereits am Donnerstagabend mit einer Kunstausstellung eröffnet. In stimmungsvoller Atmosphäre bei Drinks und guten Gesprächen konnten sich die ersten Besucher und vor allem auch alle Tätowierer bestens einstimmen. Kuratiert wurde die Ausstellung wieder von Igor Manojlovic, er ist Tätowierer und Inhaber der Lionheart Tattoo Gallery, wo seit vielen Jahren in regelmäßigen Abständen Kunst aus dem Tattoobereich präsentiert wird.

Die gab es auch in Aachen zu sehen. Unter dem Motto »Breakfast Club« sind in den letzten Monaten einige wunderschöne Flash-Sheets entstanden, an denen die Tätowierer Mary Joy Scott, Matt Howse, Mike Giant, Derick Montez und Paul Dobleman gemeinsam gearbeitet haben. Fünf Künstler, deren Motive auf einem Bogen ein harmonisches Ganzes ergeben – eine tolle Sache, die sich die Kunstsammler auch etwas kosten ließen. Einige der an den Wänden eindrucksvoll präsentierten Gemälde waren schnell mit einem roten Punkt versehen. Vom Breakfast Club gibt es auch ein limitiertes Buch das online bestellt werden kann (www.thebreakfastclubbook.com) und über die Lionheart Gallery gibt es noch ein paar wenige Originalprints zu erwerben (  @lionheartgallery).

 
Handverlesen
15 Top-Tätowierer in der TätowierMagazin-Row


Das sind sie, einige der Tätowierungen, die in der ersten Artist-Row des TätowierMagazins entstanden sind. Unter dem Motto »TätowierMagazin handverlesen« wurden fünfzehn Tätowierer ausgewählt und nach Aachen eingeladen, um dort je einen Tag lang die Nadel zu schwingen. Bis auf den gesundheitsbedingt ausgefallenen MixedMarshallArts konnten alle tätowieren. Von Black-and-Grey Realismus hin zu Sketchy Style oder Mandala, in der Row war alles vertreten und die Künstler hatten alle Hände voll zu tun. Was sie dort zauberten, seht ihr auf diesen Seiten


Grafik-Tattoo von Jessica Dvartvit

Die weiteren Bilder der handverlesen-Artists findest du in Galerie, wenn du die Bilder anklickst!


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Stand:27 May 2019 12:18:07/veranstaltungen/kaiserstadt+tattoo+expo+aachen_181011.html