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Durban (Südafrika) 2007

22.02.2008  |  Text: Travelingmic  |   Bilder: Travelingmic
Durban (Südafrika) 2007
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Es war die erste wirklich internationale Tattoo Convention in Südafrika: Malcolm von Electric Eye Tattoo, Andrew Loubser und ihre Helfer gaben sich so richtig Mühe, das Land am Kap endlich auf die Weltkarte der Tattookunst zu setzen …
Es war die erste wirklich internationale Tattoo Convention in Südafrika: Malcolm von Electric Eye Tattoo, Andrew Loubser und ihre Helfer gaben sich so richtig Mühe, das Land am Kap und ihre Heimatstadt Durban endlich auf die Weltkarte der Tattookunst zu setzen. Und sie hatten Erfolg: Es war eine kleine, aber wirklich feine Veranstaltung am Indischen Ozean vor der traumhaften Kulisse Afrikas.

flammendes Herz
Das flammende Herz von Derek Baker gewann den »Best Colour Large« in Durban.

Südafrika hat einen ausgezeichneten Ruf als aufstrebendes Urlaubsland, nicht aber als Fokus der internationalen Tattooszene. Mit wenigen Ausnahmen hört man kaum einmal von Tätowierern aus dem Land am Kap. Natürlich gibt es auch dort reichlich Hautkünstler, aber der schwache südafrikanische Rand (so heisst da die Währung) und teure Flüge machen einen gegenseitigen Austausch von Wissen und Inspiration zu einer schwierigen Angelegenheit für sie. Neben Kapstadt ist es vor allem das subtropische Durban am Indischen Ozean, wo sich die Tattooszene des Landes versammelt hat. Malcolm vom dortigen Studio Electric Eye Tattoo, das sich in einer der größten Shopping Malls der südlichen Hemisphäre angesiedelt hat, hatte genug von der unfreiwilligen Isolation. Er lud mit Hilfe seiner Freunde, dem Eventmanager Andrew Loubser und dem südafrikanischen Tätowierer Sean von Zulu Tattoo in Dublin die in Europa allseits bekannte und beliebte Malaka Crew zur ersten internationalen Tattoo Convention ein!

indonesisches Tattoo
Die Masken auf dem Bauch dieses Herren stach Madet von Tattoo Demon (Bali, Indonesien).

Ein Gutteil dieser reisefreudigen Tätowierer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und dem Baskenland nahmen diese Gelegenheit natürlich gerne war, und auch ich ließ mir diesen willkommenen Grund, endlich mal wieder südafrikanischen Boden zu betreten, nicht entgehen. Schließlich hatte mir in den späten 1990er Jahren Derek Baker von Metal Machine Tattoo in Kapstadt ja schon einen großen Teil meines Körpers tätowiert, und ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen. Derek wollte ebenfalls nach Durban, genauso wie Simon und Manuela von Wildfire Tattoo, einem weiteren Qualitätsshop vom Kap der Guten Hoffnung. Allerhöchste Zeit also, mal wieder Bestandsaufnahme vom Zustand der südafrikanischen Szene zu machen. Erstes Highlight war gleich die von den Organisatoren auf die Beine gestellte mehrtägige Fahrt in einen Nationalpark im Norden des unsagbar schönen Landes. Die Ausfahrten zwischen wilden Tieren und einer Menge Spaß mit den Malaka Jungs um Bernie Luther und Marc (beide Tattoo Demon, Wien), Adam aus der Schweiz, Basti (Darmstadt) sowie Völli (Kaha Tattoo) aus Deutschland, sowie dem stolzen Basken Nestor werden garantiert allen Besuchern (sowie sämtlichen Nashörnern, Giraffen und Zebras des Hluhluwe National Parks) unvergessen bleiben.

Mullynesian-Tattoo
Farbig, aber nicht knallbunt: Ein »Mullynesian«-Tattoo von Malcom, Electric Eye (Durban, SA)

Doch neben dem unbestrittenen Erholungswert der Reise mit Nationalpark, Strandhotel, exzellentem Seafood und schmackhaften Weinen, waren die Klassetätowierer natürlich vor allem gekommen, um zur Völkerverständigung und dem Fortschreiten der Tattookunst in Südafrika beizutragen. Deswegen waren selbstverständlich alle pünktlich fit und vorbereitet, als sich am Samstag die Tore des Ocean Conference Centre in Durban North Beach öffneten. Man kann sich kaum eine coolere Location vorstellen, als diese moderne klimatisierte Halle, mit direktem Zugang zu einem der schönsten Surf-Strände des Landes. Wo sonst kann man mit Blick auf die Wellen des Indischen Ozeans seinem Tattoohandwerk nachgehen, während Beach-Boys und Girls im Strandoutfit durch die Gänge schlendern? Bar und nahe gelegene Restaurants boten Verpflegung höchster Qualität zum (für Europäer) Spottpreis. Aber auch für die einheimischen Tattoofans, die wirklich aus dem gesamten riesigen Land angereist waren (Kapstadt liegt immerhin zwei Flugstunden und 1600km von Durban entfernt) waren die Preise, einschließlich des moderaten Eintritts, durchaus human und erschwinglich. So war der Besuch trotz des ungewohnt frühen Eröffnungszeitpunkts (an beiden Tagen von 10 Uhr bis 20 Uhr) durchaus auch für die professionellen Veranstalter zufriedenstellend: Immerhin etwa 2000 zahlende Gäste konnte man begrüßen, eine reife Leistung in einem Land, in dem Tätowieren wahrhaftig noch nicht die Dimensionen des europäischen oder US-amerikanischen Medienzirkusses erreicht hat.

Derek Baker tätowiert
Hier seht ihr Derek Baker bei der Arbeit.

Die Malakas hatten fast eine komplette Fensterwand als ihr Reich zugewiesen bekommen, wo sie schnell gut gebucht waren. Speziell Bernie Luther, der ja mal in Kapstadt Gasttätowierer bei Metal Machine gewesen war, konnte sich vor Aufträgen kaum retten, tätowierte das gesamte Wochenende wie am Schnürchen und unterstützte auch noch seinen Mitarbeiter Marc vom Tattoo Demon in Wien. Sehr begehrt waren auch die Arbeiten von Adam und Nestor, die auch gemeinsam dem ziemlich abgedrehten Südafrikaner Joey die Füße tätowierten. Der charmante Joey, der eine Zeitlang in den USA gelebt hatte, ließ sich zu jener Zeit von Tribal-Prophet Leo Zulueta den gesamten Rücken und einen Unteram zustechen, und zwar innerhalb von acht Tagen …

Den kompletten Artikel findet ihr im TM März 08 …

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