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Dolce Vita in der Toskana

30.01.2015  |  Text: Travelingmic  |   Bilder: Travelingmic
Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana  Dolce Vita in der Toskana
Dolce Vita in der Toskana
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Eine Spitzenlocation im Herzen einer attraktiven Kulturstadt, ein engagiertes Organisationsteam, eine erlesene Auswahl an Künstlern, dazu ein wirklich anspruchsvolles Rahmenprogramm machen die Convention Florenz zu einem Meeting der Weltklasse.


New Style? Cool und lässig in im Baseball-Hemden.Die Veranstalter der Convention Florenz luden 400 Tätowierer in die italienische Kulturstadt Florenz. Besucher wie Aktiven hat es offensichtlich gefallen.


Eine Mega-Convention mit fast 400 Tätowierern und fünfstelligen Besucherzahlen, die jedes Jahr für ihre angenehme Atmosphäre, die freundliche Organisation und eine abgefahrene Location gelobt wird: Gibt es das? Lassen sich Besuchermassen und ein Überangebot an Ausstellern überhaupt mit persönlicher Betreuung, hohem künstlerischem Anspruch, übersichtlichen und weiten Gängen, günstigen Preisen und guter Laune allerseits verbinden?
 
 
Mit dieser  Wolpertinger-Eule holte Paolo Gnocchi aus Trento in Italien den Titel »Best of Show«.Ewige Treue oder Vergänglichkeit? Diese Gerippe von Dr. Pepper aus Griechenland lassen Raum für Interpretation.(l) Ewige Treue oder Vergänglichkeit? Diese Gerippe von Dr. Pepper aus Griechenland lassen Raum für Interpretation. (r) Mit der Wolpertinger-Eule holte Paolo Gnocchi aus Trento in Italien den Titel »Best of Show«.


Und ob! Dies beweisen Valentina, Lorenzo, Giacomo, Luca und all die anderen Organisatoren und fleißigen Helfer alljährlich in Florenz, der Kunstmetropole im Herzen der Toskana. Wollten die schon lange miteinander befreundeten (Lebens-)Künstler und Reisefreaks anfangs lediglich ein Forum schaffen, in dem sich Kreativität und Tradition der Tattooszene treffen konnten, entwickelte sich die Florenz-Convention über die Jahre hinweg zu einem immer anspruchsvolleren und gewaltige Dimensionen annehmenden Riesenprojekt.
 
 
Die drei von der Tintentankstelle: Brent McCown und Kai-Uwe Faust tätowieren Colin Dale, beobachtet von TM-Autor Lars Krutak. Interessantes Body-Painting-Konzept.(l) Die drei von der Tintentankstelle: Brent McCown und Kai-Uwe Faust tätowieren Colin Dale, beobachtet von TM-Autor Lars Krutak. (r) Interessantes Body-Painting-Konzept.

 
Qualität trotz Masse
Doch trotz des immer größeren Besucherinteresses und einer langen Warteliste für Künstler hat man sich in der Gruppe nicht von der totalen Kommerzialisierung verführen lassen. Nach wie vor legen die Veranstalter strenge Kriterien an die Qualität der Tätowierer, machen sich Gedanken, wie man Kunst fernab des Mainstreams fördern kann, und räumen auf Kreativität zielenden Individualisten und Communitys Vorrang ein.

Beispielsweise bekommen traditionelle Handtätowierer prominente Plätze zugeteilt und auch die  Veteranen der italienischen Szene werden mit viel Aufmerksamkeit bedacht. Um den Besuchern über die gängigen Themen hinaus Infos zukommen zu lassen, lud man den Ethnoexperten und TM-Autor Lars Krutak ein, der einen Vortrag über die Tattoogeschichte Nordamerikas hielt.

Hier gibt es auf der Bühne auch nicht die hundertsiebenundvierzigste Burlesque-Show zu sehen und keine »Freaks« schocken das unbedarfte Publikum, stattdessen faszinieren Performances ab vom Mainstream. Klar, auch die Massen werden zufriedengestellt, wenn beispielsweise freitagnachts eine erfolgreiche Rockband abräumt oder ein bekannter DJ die angeheiterte Menge zum Tanzen bringt. Aber auch dies ist nur ein Zeichen der Vielseitigkeit, die in Florenz Priorität genießt.
 
 Miroslav Tomas, Tomas Tattoo (Erlangen)
 
 
Miroslav Tomas bei der Sketch Challenge. Miro, eigentlich Miroslav Tomas aus dem fränkischen Erlangen, ist mittlerweile ein echter Veteran der deutschen Szene. Der in Bosnien geborene Künstler ist auch nach 20 Jahren noch eine Instanz bei Black-and-Grey-Tätowierungen und wird von Kollegen und Bekannten nicht nur wegen seines Könnens, sondern auch wegen seiner freundlich-ruhigen Art und dem unendlich geduldigen Engagement in der Szene hoch geschätzt. Miro war in Florenz das erste Mal dabei und hatte offensichtlich viel Spaß in der toskanischen Kulturstadt.

Miro, du hast hier am Sketch-Contest teilgenommen: Zehn Tätowierer hatten 25 Minuten Zeit, um eine beliebige Skizze aufs Papier zu bringen. Am Schluss hat es bei dir nicht ganz zum Sieg gereicht, aber das Ergebnis war trotzdem beeindruckend. Was interessiert dich an so einem Wettbewerb?

Schnelles Zeichnen fasziniert mich. In der Geschwindigkeit lassen sich Fehler am besten entdecken. Wenn du dir beim Skizzieren zu viel Zeit lässt, dann kommt die Routine und das Ergebnis wird langweilig, vorhersehbar. Hier dachte ich, dass ein Thema vorgegeben wird, aber wir waren völlig frei. Es war leider bei einigen Mitbewerbern zu sehen, dass sie einstudierte Skizzen lediglich wiederholt haben. Das wird beim nächsten Mal hoffentlich besser.

Wie hat dir die Florenz-Convention sonst gefallen?
Es war das erste Mal in meiner Karriere, dass ich am Sonntagabend nach drei Tagen Messe nicht das Gefühl hatte, so schnell wie möglich nach Hause fahren zu wollen. Wenn es Montag weiter gehen würde, wäre ich mit genauso viel Spaß dabei gewesen! 
 

Den vollständigen Artikel gibt es in der Februar-Ausgabe 2015 des TätowierMagazins, 02/2015.
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Stand:23 March 2019 17:28:51/veranstaltungen/dolce+vita+in+der+toskana++_151.html