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Berlin Convention 2007

19.01.2008  |  Text: Heide  |   Bilder: Peter Martner
Berlin Convention 2007
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Die Frontstadt Berlin wird ihrer Lage gerecht und öffnet das Tor zum Osten. Wahrscheinlich treffen Tattoo-Fans auf keiner anderen Convention so viele erstklassige Tätowierer aus Osteuropa wie hier.
Zu diesem Artikel findet ihr ein Video im Mediaplace! Zum Mediaplace geht's hier

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung war Asien: zwei chinesische Tätowierer und eine beeindruckende Fotoausstellung mit thailändischen Sak Yant-Tempeltätowierungen rundeten das Event mit »Ostausrichtung« ab.

Tattoo-Queen 2007
So sieht die Tattoo-Queen der 17. Berlin-Convention aus.


Nie sah man ihn entspannter:
bei Frank Weber, seit 17 Jahren Veranstalter der ältesten deutschen Convention scheint mit Yin und Yang im Einklang zu stehen. Sein permanent entspanntes Grinsen hatte einen guten Grund: die Convention lief während der drei Tage wie am Schnürchen ab. Spätestens als sich am Samstag die lange Besucherschlange wie ein Lindwurm durch die Straßen rund um die Messe- und Veranstaltungshalle Arena schlängelte, wusste der Veranstalter, dass Tattoo-Dokus auch in Berlin geschaut werden und für verstärktes Interesse am Thema Tattoo sorgen. Nein, es sind keine Kaffeebesucher, die sich die »Verrückten« anschauen, sondern der weitaus überwiegende Teil trägt selbst zumindest eine Tätowierung.

Ob Mutter mit Tochter oder Vater mit Sohn – das Interesse ist generationsübergreifend
. Da wird es für den Nachwuchs schwer, sich pubertierend von den Eltern abzugrenzen. Hoffentlich geschieht das nicht mit einer Kopf- beziehungsweise Gesichtstätowierung. Noch nie habe ich so viele Tattoos an dieser exponierten Körperstelle gesehen und konnte mich selbst nach drei Tagen nicht annähernd daran gewöhnen. Mich irritieren Horrorfratzen auf Gesicht und Hals – wahrscheinlich bin ich zu alt für so was.

tätowiertes ElternhausTeufel Tätowierung»versautes« Tattoo
Ob Black & Grey, Portrait oder Knallbunt, in Berlin war für jeden was dabei …


Glücklicherweise hatten die Kameras der anwesenden Fernsehteams – entgegen früherer Berichterstattung  – anderes im Visier.
Zwar waren diese auch auf der Suche nach Gesichtern, aber in Form von tätowierten Portraits. Auch dieser Themenschwerpunkt ein Beleg für die momentan positive Berichterstattung über Tattoos in den Medien: Heute sind keine schwer tätowierten Damen mehr gefragt, die ihr Höschen vor laufender Kamera ’runterreißen und dem Objektiv tiefere Einblicke in die weibliche Anatomie geben als erträglich, sondern es wird dem breiten Fernseh-Publikum eine Stilrichtung präsentiert, mit der sicherlich nicht mal die Oma ein Problem hat: das Enkelkind als Tattoo – isses nicht süß!

Zumal bei Porträts plötzlich jeder zum Tattoo-Fachmann wird, weil im großen und ganzen jeder beurteilen kann, was realistisch-anatomisch gelungen ist oder nicht – da braucht man oftmals nicht einmal die Vorlage zu kennen. Und in Berlin waren wahre Meister dieses Genres vor Ort: Die beiden Andys (aus Kitzingen bzw. Willich-Neersen) und gleichauf die Garde der Osteuropäer, die im Porträt Bereich ihre Stärken haben.

Contest-Gewinner
Hier seht ihr die zahlreichen Contest-Gewinner.


Wie auf keiner andere deutschen Convention trifft der Tattoofan in Berlin auf die Künstler aus dem östlichen Teil Europas
: Tätowierer aus Polen, Tschechien oder Russland waren auch in diesem Jahr stark vertreten. George von Bardadim Tattoo aus St. Petersburg zog mit seinen dreidimensionalen Black & Grey-Arbeiten das Besucherinteresse auf sich, für offene Münder sorgte jedoch Pacha vom Moskauer Studio Angel Tattoo. Seine Mischung aus realistischen Arbeiten mit oder auf Steinstrukturen faszinierte viele Tattoofans und dementsprechend hart musste Pacha über die drei Tage arbeiten – diese kreative und körperliche Höchstleistung brachte jedoch auch ihn an seine Grenzen.

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Stand:23 April 2019 06:33:15/veranstaltungen/berlin+convention+2007_081.html