Tattoo-Convention Frankfurt 2015 - Deutschlands größte Tattoomesse

24.04.2015  |  Text: Dirk-Boris   |   Bilder: Mathias Schneider (Sideview Inn)
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Tattoo-Convention Frankfurt 2015 - Deutschlands größte Tattoomesse
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Siebenhundert Tätowierer aus dreiundvierzig Ländern. Das soll mal einer der Tattoo-Convention Frankfurt 2015, Deutschlands größter Tattoomesse, nachmachen. Schwierig, dabei den Überblick zu behalten. Nein, eigentlich unmöglich. Alle Tätowierer bekommt man nicht zu sehen bekommt, aber die unglaubliche Auswahl lässt das Verschmerzen.

 
Ordentliches Getümmel auf der Convention Frankfurt. Den Überblick konnte bei 700 Tätowierern aber sowieso keiner behalten.Ordentliches Getümmel auf der Convention Frankfurt. Den Überblick konnte bei 700 Tätowierern aber sowieso keiner behalten.

 
»Wo ist der Stand von diesem Heidelberger Dotwork-Studio? Ich hab den nicht gefunden«, fragt mich mein Kollege Boris. »In der vorletzten Reihe – glaube ich. So ungefähr in der Mitte«, antworte ich ihm. »Da hab ich geguckt, da ist er nicht.« »Oder vielleicht doch in der letzten Reihe?«, überlege ich. »Ich schau noch mal …«, meint Boris und macht sich abermals auf die Suche. Vor- und Nachteile der Tattoo-Convention Frankfurt: Man erfährt interessante Neuigkeiten wie beispielsweise, dass es offenbar bei uns im Rhein-Neckar-Dreieck ein neues Dotwork-Studio namens »Dot by Dot« gibt, das auch auf der Frankfurter Messe vertreten ist. Nachteil: Wenn man sich nicht ganz genau gemerkt hat, wo man in der riesigen Messehalle 5 an diesem Stand vorbeigelaufen ist, dann dauert es eine ganze Weile, bis man ihn wiederfindet.

 
Die eindrucksvoll tätowierten Taiwanesen ließen sich geduldig nonstop fotografieren.
Tattoo-Model Kimy Stone war am Stand des TätowierMagazins aktiv.(l) Die eindrucksvoll tätowierten Taiwanesen ließen sich geduldig nonstop fotografieren. (r) Genauso wie Tattoo-Model Kimy Stone am Stand des TätowierMagazins.

 
Was, der war auch da?
Dass man alles zu sehen bekommt, das kann man sich auf Deutschlands größter Tattoomesse abschminken, es geht nicht. Standardgespräche nach der Messe gehen ungefähr so: »Hast du den Soundso gesehen? Toll, dass der mal in Deutschland war!« »Was, der war da? Ne, schade, hab ich gar nicht gesehen – wo hatte der denn seinen Stand?« Und das passiert einem selbst wenn man alle drei Tage auf der Messe verbringt. Die schwarzen Banner am Stand von Zele aus Zagreb haben daher nicht nur schmückende Funktion, sondern erleichtern es dem Celtic- und Wikingerornament-Spezialisten sicher auch, seinen eigenen Stand wiederzufinden. Das ist auch für Zeles Freunde und Kollegen wichtig, die gern mal an seinem Stand vorbeischauen, um sich von ihm auf ein Glas Met oder Sliwowitz einladen zu lassen. Auch der Schreiber dieser Zeilen erfährt gleich am Freitag kurz nach Hallenöffnung kroatische Gastfreundschaft in Form eines gut gefüllten Glases und stellt fest, dass das die allgemeine Laune zwar anhebt, zur Orientierung in der weitläufigen Messehalle aber gar nicht hilfreich ist.

 
Dekolleté-Käfer von Sergio Milans von Electro Tattoo aus Bad Nauheim.
Der Teufel trägt Bart, meint Debora Cherrys von La Mujer Barbuda aus Spanien.(l) Der Teufel trägt Bart, meint Debora Cherrys von La Mujer Barbuda aus Spanien. (r) Dekolleté-Käfer von Sergio Milans von Electro Tattoo aus Bad Nauheim.


Schräg gegenüber von Zele hat der weltberühmte Robert Hernandez seinen Stand, und wer nicht weiß, wie der Meister morbider Tätowierkunst aussieht, hat kaum eine Chance ihn zu finden, denn bis auf ein unauffälliges, circa DIN A3 großes Schildchen deutet nichts darauf hin, dass der bei seinen Fans extrem gefragte Wahl-Madrilene hier arbeitet. Ähnliches gilt für Star-Tätowierer wie Miguel Angel Bohigues oder Noi Siamese – wenn man nicht konzentriert jedes Banner liest, rennt man glatt an solchen Weltklasse-Tätowierern vorbei … und dann kann es eben passieren, dass einen nach der Messe einer fragt: »Hast du mal die Mappe von Remis, diesem Porträt-Spezialisten aus Dublin gesehen? Abgefahren, oder?«, und man antwortet: »Was, der war da? Ne, den muss ich übersehen haben …« Tätowierer-Overkill eben.

Der vollständige Artikel ist im TätowierMagazin 05/2015 nachzulesen.
 

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