Zwischen Mensch und Kunst

19.11.2014  |  Interview: Heide Heim  |   Bilder: Rachel EntArtet
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Provokant ist nicht nur ihr Name: Rachel EntArtet. Auch ihre Arbeiten zeigen eine ganz eigene, herausfordernde Handschrift. Die Zweitplatzierte des diesjährigen TM-Nachwuchs-Contests stellt klar einen künstlerischen Anspruch an ihre Arbeiten.


Glückwunsch zum zweiten Platz beim dies­jährigen TM-Nachwuchs-Contest. Wer war dein ­Favorit in diesem Jahr?

Mo Mori, ganz klar. Ich find sie als Mensch cool; leider konnte ich mich bisher nur schriftlich mit ihr austauschen. Aber wir wollen uns auf alle Fälle persönlich kennenlernen. An ihren Arbeiten gefällt mir, wie sie mit Farben arbeitet, das ganze grafische Zeug, aber auch, dass sie verschiedene Techniken in einem Bild umsetzt. Und dass ihre Motive viel Ausdruck haben.
 
Grafisch-verspielter Kardinal-Vogel.Diese dynamische Komposition aus realistischen und abstrakten Elementen war eine der Arbeiten, mit der sich Rachel EntArtet im Nachwuchs-Contest bewarb.
(l) Diese dynamische Komposition aus realistischen und abstrakten Elementen war eine der Arbeiten, mit der sich Rachel EntArtet im Nachwuchs-Contest bewarb. (r) Grafisch-verspielter Kardinal-Vogel.

Sowohl die Gewinnerin Carola Deutsch als auch du und deine Favoritin Mo Mori haben als Tätowiererinnen schon sehr früh einen eigenen Stil ausgebildet. Woher kommt das?
Das liegt sicherlich daran, dass es heute viel mehr Tätowierer mit künstlerischem Hintergrund gibt. Auch ist die Konkurrenz heute viel größer. Um da mit seinen Arbeiten aufzufallen, muss man schon früh eine eigene Handschrift entwickeln.

Wie sieht dein künstlerischer Hintergrund aus?
Ich hab in Dänemark zwei Jahre lang auf dem IB (International Baccalaureate) Visual Arts studiert. Sowohl in Theorie als auch Praxis arbeitet man sehr frei mit verschiedenen Medien in den Bereichen Kreativität, Ausdruck, Kommunikation, Bildverständnis und kritischer Evaluierung. Ich zeichne seit klein auf, wobei mein Fokus auf Fineline-Bleistift-Arbeiten und Aquarell-Malerei lag.
 
Wunderschöne Farbkomposition: Schillernder Hirschkäfer auf Herbstlaub.
Motte mit Perlenzierrat in warmen, gedeckten Tönen.
(l) Wunderschöne Farbkomposition: Schillernder Hirschkäfer auf Herbstlaub. (r) Motte mit Perlenzierrat in warmen, gedeckten Tönen.

Und wie kamst du zum Tätowieren?
Ursprünglich wollte ich Anthropologie und Soziologie studieren, das hätte mich sehr interessiert, ich war mir aber nicht sicher, ob ich das den Rest meines Lebens machen wollte. In dieser Zeit habe ich mich in Kopenhagen tätowieren lassen und nach dem IB einen Lehrplatz gesucht. Beim Tätowieren kann ich zwei Interessen kombinieren: das an Menschen und das an der Kunst. Ich habe leider keinen Ausbildungsplatz gefunden, sondern direkt einen Arbeitsplatz, also nie eine Lehre im eigentlichen Sinne gemacht. Glücklicherweise habe ich in verschiedenen Studios gearbeitet und konnte so von vielen unterschiedlichen Tätowierern lernen und mich mit ihnen austauschen.

Den vollständigen Bericht findet ihr in der Dezember-Ausgabe des TätowierMagazins, 12/2014.
 
 
Rachel EntArtet verbindet bei ihren Motiven ihre Leidenschaft für Kunst mit dem Interesse am Menschen, der eine Tätowierungen von ihr möchte.KONTAKT
Aktuell
Rachel EntArtet
Stechwerk Zürich
Langstraße 242
CH-8005 Zürich
www.facebook.com/RachelHardcase

Ab April 2015 im Stechwerk Kempten, Vogtstraße 2, 87435 Kempten.
 
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Stand:18 August 2018 14:39:14/t%C3%A4towierer/zwischen+mensch+und+kunst_1411.html