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Werner Businger

21.11.2008  |  Text: Buddy Olli  |   Bilder: Buddy Olli
Werner Businger
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Wer einen gewissen Sinn für Nostalgie und einen Hang zum Traditionellen hat, der wird im Tattoo Bereich früher oder später bei Old School Tätowierungen landen. Das Schweizer Werner Businger ist ein wahrer Experte dieser Stilrichtung.
Wer einen gewissen Sinn für Nostalgie und einen Hang zum Traditionellen hat, der wird im Tattoo Bereich früher oder später bei Old School Tätowierungen landen. Die Interpretation und Umsetzung dieser Stilrichtung wird seit einiger Zeit in gewisser Weise revolutioniert; von manchen wird dieser Trend als Neo-Old School bezeichnet. Gute Beispiele sind dafür in Deutschland Chriss Dettmer und Jürgen Eckel. Das Schweizer Pendant dazu findet sich in Werner Businger im bekannten XXX Tattoo-Studio in Luzern.

Werner Businger beim Arbeiten im Luzerner Tattoo-Studio XXX

Werner Businger beim Arbeiten im Luzerner Tattoo-Studio XXX.


Ein Jungtätowierer der mit Herz und Verstand an seine Arbeit geht und dem man die Leidenschaft für seinen Beruf anmerkt, wenn er davon spricht. Dass sich in diesem Geschäft harte Arbeit bewährt, dafür ist Werner Businger ein gutes Beispiel.

Ganz schön filigran für einen Heavy-fuckin-Metal-Freak Tattoo!
Ganz schön filigran für einen Heavy-fuckin-Metal-Freak!

Wie sieht’s mit deiner Biographie in der Tattoo-Welt aus? Wann und wie fing alles an?
Das erste Mal sind mir Tattoos bei meinem Cousin aufgefallen. Ich war zwar noch recht klein, aber alle anderen aus der Familie fanden es eher nicht so gut,  dass er tätowiert war, um es mal nett auszudrücken. Wahrscheinlich war es genau das, was mich daran so fasziniert hat, neben dem Aspekt dass es möglich ist Bilder für immer auf die Haut zu bringen. Im Laufe der Jahre hab ich’s weiterverfolgt, mir irgendwann die ersten Magazine gekauft und im Alter von ca. 14 Jahren hab ich dann meine erste Convention hier in der Schweiz besucht. So hab ich dann immer mehr Kontakt zu der Szene aufgebaut und bin auf diesem Weg dann auch an meinen Tätowierer gekommen.

Falls jemand nicht mehr weiß was das ist: So sahen früher die iPods aus!
Falls jemand nicht mehr weiß was das ist: So sahen früher die iPods aus!


Das heißt du bist durch die Convention direkt an Rob Koss gelangt?
Nein, nicht direkt, sondern vielmehr bin ich zu einem ansässigen Tätowierer in Chur gegangen, dem Ort wo ich aufgewachsen bin, bevor ich nach Luzern kam. Ihm hab ich dann ein Bild aus einem Magazin gezeigt, ein Pin Up in einem Glas, doch die Art und Weise der Umsetzung hatte ich so vorher noch nie gesehen. Das Tattoo in dem Magazin war von Rob. Eigentlich wollte ich das Tattoo von dem besagten Tätowierer aus Chur machen lassen, aber er sagte mir, dass Rob auch in der Schweiz arbeitet und wenn ich ein Tattoo in seinem Stil haben will, sollte ich doch am besten direkt zu ihm gehen. Daraufhin bin ich dann ins XXX gefahren, hab mir seine Mappe angeschaut und gewusst, dass ich mich auf jeden Fall von ihm tätowieren lasse!

»See no Evil – Hear no Evil – Speak no Evil«
»See no Evil – Hear no Evil – Speak no Evil«


Wie war dann der Übergang vom passiven zum aktiven Tätowieren?
Ich hab nach der Schule erstmal eine Ausbildung zum Motorradmechaniker gemacht. Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt schon Tätowierer werden, aber meine Eltern waren davon nicht sonderlich begeistert. Sie haben mir nahe gelegt erst einmal eine »vernünftige« Ausbildung zu machen und danach könne ich ja immer noch schauen wie es weitergehen soll. So hab ich es dann eben auch gemacht und hab danach noch ca. ein Jahr weiterhin als Mechaniker gearbeitet, aber währenddessen immer weiter gezeichnet und an meinem Portofolio gearbeitet. Einem Arbeitskollegen aus der Werkstatt hatte ich mal erzählt, dass ich schon ans Tätowieren denke wenn ich aufstehe und dass es das Letzte ist wenn ich zu Bett gehe.

Eight-Ball Tattoos müssen nicht unbedingt schwarze Klopse sein!
Eight-Balls müssen nicht unbedingt schwarze Klopse sein!


Daraufhin sagte er zu mir »Dann bist du Tätowierer und kein Mechaniker! Das ist deine Leidenschaft.« Kurz darauf bin ich dann mit meinem Portofolio auf Conventions und zu Studios gegangen um nach einer Lehrstelle zu schauen. So vergingen dann zwei Jahre in denen ich erfolglos gesucht habe. Durch Zufall bin ich mit James von Stichfreudig ins Gespräch gekommen. Da er ebenfalls aus demselben Ort kommt wie ich und wusste, dass ich Tätowierer werden will, fragte er mich ob ich schon was gefunden hätte. Wie schon erwähnt hatte ich keinen Lehrplatz und so nahm er mich kurze Zeit später bei sich im Studio auf. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar, denn mitunter ist es am Anfang am schwierigsten erst einmal jemanden zu finden, der einem zumindest die Grundtechniken zeigt.

Den vollständigen Artikel mit allen Bildern findet ihr in der Dezember 08 Ausgabe …

Werner Businger
XXX Tattoo
Zürichstr. 42 • 6004 Luzern
Tel. 0041 414108579
www.xxx-tattoo.com

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Stand:26 April 2019 06:24:43/t%C3%A4towierer/werner+businger_0811.html