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Tätowiererin Wendy Pham: Mehr als western Asia

06.02.2019  |  Text: Boris »Bobs« Glatthaar  |   Bilder: Wendy Pham
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Tätowiererin Wendy Pham: Mehr als western Asia
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Erfahrt mehr darüber, wie Wendy Pham dem traditionellen Japan-Stil ihre eigene Handschrift hinzufügte, mit neotraditionellen Motiv-Elementen, im Kurzporträt im Rahmen des TätowierMagazin-Jubiläums.
In Wendy Phams Karriere gab es einen Punkt, an dem sie versuchte, in für sie damals viel zu große Fußstapfen zu treten: in die der japanischen Tattoolegende Shige. Der Grund für dieses Vorhaben war, dass ihr eigener Sleeve von einem Künstler aus dem Yellow Blaze in Yokohama gestochen worden war – jenem Studio, das auch Shige beheimatete und von dessen Arbeiten sie fasziniert war. Doch die in Australien aufgewachsene Wendy, die nach der elften Klasse direkt eine Tätowiererausbildung angefangen hatte, verstand alsbald, dass sie nicht einem großen Künstler einfach nacheifern, sondern ihren eigenen Stil finden sollte. So begann sie, den traditionell japanischen Designs, die sie selbst stach, eine eigene Handschrift anzufügen. Die war vor allem verspielt und von westlichen Neotraditionals angehaucht, im Motiv aber auch oft ironisch, humorvoll und teilweise düster.

Bei ihrem Tätowierstil wandelt Wendy Pham nicht einfach nur  traditionell japanische Motive auf westliche Weise um, sondern bindet auch neotraditionelle Motivbestandteilt mit ein.
Bei ihrem Tätowierstil wandelt Wendy Pham nicht einfach nur  traditionell japanische Motive auf westliche Weise um, sondern bindet auch neotraditionelle Motivbestandteile mit ein.
Die Machart ihrer Tätowierungen einfach nur Western Asia zu nennen, würde aber zu kurz greifen, weil sie früh nicht einfach einen asiatischen Stil westlich abwandelte, sondern klassische asiatische Elemente mit neotraditionellen Motivbestandteilen kombinierte. Betrachtet man ihre Werke im Laufe der vergangenen rund fünf Jahre, in denen Wendy in Berlin lebt, fällt allerdings auf: Ihre Tattoos wurden deutlich neotraditioneller und sie sticht mehr und mehr ursprünglich asiatische Motive in neotraditionelller Art. So finden sich in ihren farbenfrohen Hautbildern etwa asiatisches Porzellan, wie auf dem Foto mit dem Roboter zu sehen. Mit solcherlei Tattoos öffnet Wendy Pham auch jenen Kunden den Zugang zur eher harten, traditionellen japanischen Tätowierkultur, die eher auf westlich-verspielte Designs ansprechen. Allerdings kann sie auch umswitchen und plakativ asiatisch oder neotraditionell arbeiten. Mit ihrer Herangehensweise fand Wendy schon früh Zugang zur angesehenen Berliner Tattooszene, dockte bei Uncle Allans Conspiracy Inc. an und gründete die Taiko Gallery, in der auch Guen Douglas tätowiert. Ab Juni 2019 wird Wendy wieder in Australien arbeiten und nur zu Guest Spots nach Deutschland zurückkehren.

Kontakt:
Taiko Gallery
Schönleinstr. 33
10967 Berlin
Instagram: wendy_pham_wenramen
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Stand:21 May 2019 22:37:56/t%C3%A4towierer/taetowiererin+wendy+pham+mehr+als+western+asia_19304.html