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Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune

25.01.2019  |  Text: Heide Heim   |   Bilder: Stara Broda (Tattoo-Foto), Jan Pietrzak (Porträt-Foto)
Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune
Tätowierer Stara Broda: Graffiti-Style für gute Laune
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Stara Brodas farbenfrohe Tätowierungen im Graffiti-Style reflektieren den Blick des polnischen Tätowierers auf die Welt. Er sei gnadenlos optimistisch und diese Einstellung zeige sich auch in seinen Arbeiten. Seine Botschaft lautet: »Genieße das Leben in vollen Zügen, denn es ist einfach großartig!« Die passenden Tattoos liefert er gleich mit
Es sind die Farben, die dem Betrachter von Stara Brodas (33) Tätowierungen sofort auffallen. Um exakt zu sein, die Farbkontraste. Immer farbenfroh, aber nicht quietschbunt, die Hauptfiguren häufig sogar in gedeckten Brauntönen oder in Grau. »Ich mag Farben, aber ich setze sie sehr vorsichtig und sparsam ein. Ich vermeide es, dass meine Tätowierungen zu bunt werden und aussehen wie ein ausgespuckter, ausgekotzter Regenbogen. Ich arbeite viel mit warmen Farbtönen im Vordergrund, die ich mit einer kalten Farbe im Hintergrund oder einem farbig auffälligen Detail kombiniere«, erklärt er. Die Wirkung ist offensichtlich, sie lässt die Tattoos regelrecht ins Auge springen.



Der Vergleich mit älteren Arbeiten des ebenfalls aus Polen stammenden Tätowierers Davee drängt sich auf, was Broda bejaht. »Vor zehn Jahren arbeiteten wir beide in diesem cartoonartigen Stil. Damals fragten sich die Leute oft, von wem die Tätowierung stamme. Dass Davee und ich uns gegenseitig beeinflusst haben, ergab sich zwangsläufig: In Polen gab es zwei junge Tätowierer, die in diesem Stil arbeiteten. Inzwischen ist jeder von uns beiden seinen eigenen Weg gegangen.«



Brodas Entwicklung ging hin zu sehr reduzierten, auf Details weitestgehend verzichtenden Motiven, deren größte Stärke in den Linien liegt. Er selbst sagt, er sei von Oldschool-Tätowierungenbeeinflusst, diese hätten in seinen Augen aber nie genug Energie und Flow gehabt, also begann er, damit zu experimentieren. Bei seinen Tätowierungen von Linien zu sprechen, ist falsch. Die Konturen wirken nicht wie mit der Maschine gezogene Linien, sondern sehen aus, als wären sie mit einem Textmarker auf die Haut gebracht, mehr wie sich verbreiternde und verjüngende Flächen, was den Tattoos eine unglaubliche Dynamik verleiht – ganz zu schweigen von der Wirkung als Kontrast zu den Farben und für die Haltbarkeit der Tätowierung. »Mein Stil ist sowohl von Comics als auch von Graffiti beeinflusst. Ich gehörte aber nie zu den Typen, die sich zuhause hingesetzt und stundenlang Comics gelesen haben. Was mich bis heute beeinflusst, ist neben Graffiti eigentlich auch jede andere Form der Streetart, die ich sehe. Wenn ich durch die Straßen einer Stadt ziehe, fotografiere ich permanent Graffiti, Sticker, Poster, kleine Zeichnungen, wie man sie an den Wänden von Bars finden kann. Ich liebe es, diese kleinen Stücke der freien und unabhängigen Kunst zu entdecken.«



Und so rahmt er süße Einhörner, putzige Schafe, von Knochen träumende Hunde und chillende Pandabären mit fettem Schwarz und selbst das Tigertattoo kann den Betrachter nicht erschrecken. »Ich kann machen, was ich will, aber selbst böse Motive sehen bei mir letztendlich freundlich und positiv aus. Ich hab das Glück, dass meine Kunden wissen, was sie wollen und was ich mache. Wenn es was Böses sein soll, dann ist ihnen schon klar, dass ich das nicht ganz so ernsthaft rüberbringe. Eigentlich mache ich solche Motive sogar ganz gerne, es wirkt ganz cool, wenn man einem eigentlich bösen Thema eine positive Erscheinung gibt.«



Generell sollten seine Kunden wissen, auf was sie sich einlassen, denn Vorzeichnungen macht er keine. »Ich versuche, dem Kunden zu erklären, wie ich mir das Motiv vorstellen könnte. Mit Marker zeichne ich dann eine Skizze freihand auf die Haut. Das ist auch der Moment, an dem ich weiß, wie das Tattoo letztendlich aussehen wird, der Kunde hingegen ist oftmals irritiert, anhand der gescribbelten Linien auf seiner Haut erkennt er nicht so viel. Ich bin sehr dankbar, dass meine Kunden mir vertrauen.«



In den vergangenen Jahren ist Stara Broda viel gereist, vor allem zwischen seiner Heimat Polen und Deutschland, aber auch in andere europäische Städte. Die Freiheit, die er als freischaffender Tätowierer genießt, will er nicht missen. Einen länderspezifischen Unterschied zwischen den Kunden kann er nicht ausmachen, eher etwas Verbindendes: Es seien vor allem sehr glückliche und positiv denkende Menschen, die zu ihm kämen, solche, die ihren Körper mit ein wenig anderen Tätowierungen schmücken wollen. »Wo auch immer ich bin, wir finden uns. Sie mich und ich sie!«



Reisen spielt in Staras Leben aber nicht nur aus beruflichen Gründen eine große Rolle, »Ich bin seit fünfzehn Jahren Tätowierer und ich liebe meine Arbeit wie am ersten Tag. Das ist sicherlich auch deshalb so, weil ich meine Energie nicht nur aufs Tätowieren fokussiere, sondern sie zwischen meinen anderen Leidenschaften und Hobbys aufteile.« Aufgewachsen in der polnischen Großstadt Warschau nutzt er  jede Möglichkeit, raus in die Natur zu kommen, sei es ans Wasser oder in die Berge. »Seit ich denken kann, liebe ich es, von Wasser umgeben zu sein, egal ob das ein Fluss, See oder im Meer ist. Vor vielen Jahren fing ich dann mit dem Surfen an. Daneben gehe ich auch gerne klettern, eine andere Sportart, mit der ich der Natur näherkomme.«
Kontakt:
Stara Broda
On the road
starabroda@gmail.com
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Instagram: starabroda
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Stand:24 April 2019 17:53:26/t%C3%A4towierer/taetowierer+stara+broda+graffiti-style+fuer+gute+laune_19121.html