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Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön

06.02.2019  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Marode
Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön
Tätowierer Marode: Rotzig, aggressiv und wunderschön
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Marode aus dem Poison Heart in Würzburg orientiert sich bei seinen Tattoos an asiatischer Kunst - aber auf seine ganz eigene Weise. Im Kurzporträt anlässlich des TätowierMagazin-Jubiläums erfahrt ihr mehr darüber.
Ich möchte einfach irgendwann mal richtig gute Tattoos machen, zack-bumm-aus!« – das war der Wunsch des Würzburger Tätowierers Marode bei seinem ersten Interview mit dem TätowierMagazin im Jahr 2009. Drei Jahre später berichtet er in einem weiterem Beitrag, gerade so etwas wie einen Run zu haben. Also, genügend Leute zu seinen Kunden zählen zu können, die auf seine eigenwilligen Tattoos mit klarer Handschrift stehen und gerne von ihm tätowiert werden wollen. Was aus den weiteren Zeilen deutlich wird: Der damals Neunundzwanzigjährige macht kein Geheimnis daraus, dass Tätowierer zu werden in erster Linie bedeutet, sich den Arsch aufzureißen und erst mal zu ackern, bis der Arzt kommt. Doch diese Investitionen haben sich gelohnt: Marode und sein Studio Poison Heart haben sich längst etabliert, sind zu einer Marke geworden. Marode ist demütig und bescheiden, wenn er über seine Arbeit spricht, gleichzeitig ist er ehrlich und mutig. Denn es gehört schon was dazu, sich als junger Tätowierer ein Herz zu fassen und in die Tätowierstuben eines Filip Leus oder Micks aus der Schweiz zu spazieren und zu fragen, ob man dort ein bisschen abhängen und über die Schulter schauen dürfte. Was Marode dort mitbekam, war für seine künstlerische und handwerkliche Entwicklung von immenser Bedeutung. Er kennt sich zum Beispiel mit Maschinen aus, baute und verkaufte auch eigene, die er auf den Namen »Mean Machines« taufte.

Die asiatisch inspirierten Tätowierungen Marodes bezeichnet er selbst als ein bisschen marode und schmutzig.
Die asiatisch inspirierten Tätowierungen Marodes bezeichnet er selbst als ein bisschen marode und schmutzig.
Fragt man den Würzburger, wie sein eigener Stil entstand, dann antwortet er lässig: »Man muss Fehler nur oft genug wiederholen, dann kann man das Stil nennen«. In seine Tattoos legt er eine gewisse Aggression, verleiht ihnen Dynamik. Sie sind »ein bisschen marode und schmutzig, eben«. Sein Name ist also Programm. Der Künstler orientiert sich bei seinen Tattoos heute klar an asiatischer Kunst, doch anders als bei vielen asiatischen Tätowierungen, die durch ihre klare Struktur bestechen, lässt der Würzburger hier seine Rotzigkeit einfließen. Wilder und unberechenbarer erscheinen seine Motive, immer ein bisschen wie etwas, was einem zwar bekannt ist, das man so aber noch nicht gesehen hat. Interessant ist auch, dass der ehemalige Graffiti-Sprayer nicht etwa Tattoos sticht, die durch Graffiti-Kunst beeinflusst sind, sondern eher Sachen sprayte, die eindeutig an seine Tattookunst erinnern. Zu seinen Einflüssen zählt er die Tätowierer der Bay-Area in den USA, Inspiration bekommt er aus Büchern. Er habe eine große Affinität dazu und schätzt sich glücklich, eine recht gute Bibliothek sein Eigen nennen zu können.

Kontakt:
Poison Heart – Custom Tattoo Shop
Burkarderstraße 10
97082 Würzburg
Tel. 0931 35190013
Im Web: www.poison-heart.de
E-Mail: poisonfart@poison-heart.de
Facebook: marode
Instagram: marodepoisonheart
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Stand:23 March 2019 17:30:04/t%C3%A4towierer/taetowierer+marode+rotzig+aggressiv+und+wunderschoen_19304.html