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Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart

06.02.2019  |  Text: Dirk-Boris Rödel  |   Bilder: Luke Atkinson (Tattoo)
Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart
Tätowierer Luke Atkinson: Japanese-custom in Stuttgart
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Luke Atkinsons beeindruckt in seinem Studio Checker Demon Tattoos mit seinem tradiotionellen Japan-Stil, den er in Deutschland mit prägte. Mehr über ihn erfahrt ihr im Kurzporträt anlässlich des TätowierMagazin-Jubiläums.
Einst stach er als britischer Punk mit selbst gebauten Maschinen seine ersten Tattoos, dann wurde er zur Institution für Traditional Japanese Tattooing in Deutschland: Luke Atkinson. Auf Weltreisen in den 1980er Jahren lernte er bereits mit Anfang zwanzig die besten Tätowierer der Welt kennen, darunter Legenden wie Don Ed Hardy, Bill Salmon, Jack Rudy, Kari Barba oder Paul Jeffries, Shotsie Gorman und Mickey Sharpz. Da hatte ihn das erste Buch über Tätowierungen, das er als Teenager in Händen gehalten hatte, aber wohl schon geprägt: Es war das legendäre »The japanese Tattoo« von Donald Richie. Bereits mit siebzehn oder achtzehn hatte Luke Anfang der 80er einen Brief an den Tätowiermeister Horiyoshi III in Yokohama geschrieben und konnte sein Glück nicht fassen, als dieser ihm tatsächlich antwortete und auch noch Fotos von Tätowierungen beigelegt hatte – für den jungen Luke so etwas wie der heilige Gral.
Luke mochte von Anfang an das auf Dauerhaftigkeit ausgelegte ­Konzept japanischer Tätowierungen. Einen regelrechten Erleuchtungsmoment hatte er, als er Horiyoshi bei seinem ersten Besuch Fotos von eigenen Tattooarbeiten zeigt. Der höfliche japanische Tätowiermeister kommentierte die Fotos mit der Bemerkung: »Zeig mir die Tätowierungen in fünf Jahren noch mal!« Der Unterschied zwischen westlichen und japanischen Tattoos, so wurde ihm in diesem Moment klar, lag darin, dass ein Tattoo im Westen mit dem letzten Stich beendet ist – in Japan dagegen beginnt das Tattoo mit dem letzten Nadelstich zu leben, es entwickelt sich und verbindet sich im Laufe der Zeit mit dem Träger. Somit kommt der Dauerhaftigkeit und der Art und Weise, wie sich ein Tattoo im Medium Haut über die Jahre verhält, in der japanischen Tätowierkunst eine völlig andere Bedeutung und Sichtweise zu.


Japanische Tattoos entwickeln sich auch nach dem Stechen noch und verbinden sich mit dem Träger. Das gefällt Luke Atkinson besonders an ihnen.
Als Luke schließlich vor 27 Jahren Tobys Tattoo Studio in Stuttgart übernahm, brachte er gleich zwei Neuerungen in die deutsche Tattooszene ein. Zum einen wollte er keinen klassischen Walk-in-Shop führen, in dem sich die Kunden ein Motiv von der Wand aussuchten, sondern sie sollten mit dem Tätowierer zusammen ein Custom-Tattoo entwickeln, so, wie er es bei seinen Reisen in den USA in den dortigen Studios gesehen hatte. Zum anderen bot er mit den japanischen Motiven etwas an, von dem die meisten in Deutschland bis dahin noch nicht mal etwas gehört hatten. Wenn man nun noch den hohen Qualitätsstandard von Lukes Tätowierungen in Betracht zieht, der daraus resultiert, dass er sich von Anfang an an den weltbesten Tätowierern orientierte, dann wird klar, warum das Checker Demon Tattoo eine derart bedeutende Rolle in der Entwicklung der deutschen Tattoszene spielte.


Kontakt:
Checker Demon Tattoos
Alarichstr. 21
70469 Stuttgart
Tel. 0711 816286
Im Web: www.checker-demon-tattoos.com

 
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Stand:24 April 2019 18:37:59/t%C3%A4towierer/taetowierer+luke+atkinson+japanese-custom+in+stuttgart_19304.html