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Tätowierer Hennes: Zwischen Kunsthistorik und Lowbrow-Art

06.02.2019  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Hennes (Tattoo), AnnaG.Photography (Porträt)
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Tätowierer Hennes: Zwischen Kunsthistorik und Lowbrow-Art
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Hier im Kurzporträt im Rahmen des TätowierMagazin-Jubiläums erfahrt ihr einiges über Hennes von True Love Tattoo aus Düsseldorf und seine illustrativen Traditionals.
Als Hennes vor fünfundzwanzig Jahren Tätowierer wurde, unterschieden sich seine Beweggründe von denen der meisten zu seiner Zeit. »Ich war kein Punk wie die anderen und fing eben auch nicht deshalb an zu tätowieren.« Tatsächlich störte ihn eher, was damals in Sachen Tattoo State of the Art war: »Ich fand Tattoos prinzipiell geil, aber es hat mich abgefuckt, was und wer tätowiert wurde. Das war mir irgendwie zu primitiv.« Als er dann selbst Tätowierer wurde, konnte er es anders machen. Mit seiner eigenen Art, Tattoomotive zu entwickeln, sei er zur richtigen Zeit am Drücker gewesen.

Hennes wurde Tätowierer, weil er mit der Tattooszene zu der Zeit unzufrieden war.
Hennes wurde Tätowierer, weil er mit der Tattooszene zu der Zeit unzufrieden war.
Der Anspruch, den Hennes schon damals an Tätowierungen hatte, begründet sich durch seine Vorbildung. Er wächst als Sohn zweier Kunsterzieher auf, befasst sich viel mit klassischer Kunst und beginnt nach der Schule ein Grafik- und Designstudium. Der junge Hennes kommt aus der Skate- und Surfszene, blickt nach Amerika und wird in den frühen Neunzigern so auch auf die Arbeiten des Tätowierers Marcus Pacheco aufmerksam. Pacheco, das ist ein Name, der vielen hierzulande nicht bekannt ist, doch er hat Maßstäbe gesetzt. Vielem, was wir heute unter modernem Tätowieren kennen, ebnete er den Weg. Wir sehen seinen Einfluss in Traditional-Tätowierungen der Neuzeit. »Marcus Pacheco ist einer der Gründe, aus denen ich Tätowierer geworden bin. Die Amis haben es quasi vorgemacht, mir gefiel, wie sie tätowierten«, erinnert sich Hennes. Parallel zu seinem Studium beginnt er zu tätowieren und merkt schnell, dass ihm das die volle Konzentration abverlangt. Also schmeißt Hennes sein Studium und fängt 1993 bei Dietmar Wurst in Dortmund die Tätowierlehre an. Von 1997 an tätowiert er einige Jahre unter anderem an der Seite von Carlos ToDieFor bei Ralf Guttermann im Studio Fineline Tattoo. Seit 2005 betreibt Hennes seinen eigenen Laden: True Love Tattoo. 2009 hat sich dieser noch mal vergrößert, seitdem ist Olaf Lobe sein Partner.
Seinem Stil ist der 55-Jährige seit Anbeginn treu geblieben: Die Traditionals, die Hennes sticht, sind inspiriert von Kunstgeschichte und der Lowbrow-Art, Popkultur aus den Sechzigern, in denen er aufgewachsen ist. »Das habe ich auf meine Tattoos projiziert.« Seine Tattoos zeichnen sich durch ihren illustrativen Stil aus, die Farbgebung war damals neu und machte die Handschrift aus. Außerdem legt Hennes seine Tattoos gerne großflächig an, sodass die Motive leicht zu lesen sind.


Kontakt:
Hennes True Love
True Love Tattoo
Mülheimer Straße 27,
40239 Düsseldorf
Im Web: www.truelovetattoo.de
Instagram: hennestruelove
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Stand:24 April 2019 18:06:10/t%C3%A4towierer/taetowierer+hennes+zwischen+kunsthistorik+und+lowbrow-art_19304.html