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Tätowierer Corpsepainter: Große Bilder auf mehreren Ebenen

06.02.2019  |  Text: Dirk-Boris Rödel   |   Bilder: Corpsepainter
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Tätowierer Corpsepainter: Große Bilder auf mehreren Ebenen
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Im Kurzporträt im Rahmen des TätowierMagazin-Jubiläums stellen wir euch Julian Siebert, besser bekannt als Corpsepainter, und seinen sich stetig weiterentwickelnden, wandelbaren Stil vor.
Den Stil von Julian ­»Corpsepainter« Siebert zu definieren ist nicht einfach, insbesondere deshalb, da er sich stetig entwickelt und wandelt. Julians Wurzeln liegen zum einen in der Biomechanik, zum anderen bei den morbiden Horror-Tattoos wie von Paul Booth. Der Biomechanik-Einfluss erwuchs aus seiner Begeisterung für die Kunst H.R. Gigers, der diesen Stil erschaffen hat, aber auch aus dem Einfluss von Roald Beyer, einem der herausragenden Spezialisten für Biomechanik-Tattoos in Deutschland, in dessen Studio Julian seine ersten Schritte als Tätowierer machte. Auch wenn Biomechanik- oder Fractal-Tattoos von Julian heute seltener geworden sind, sieht man seinen Arbeiten nach wie vor das Verständnis dafür an, bei großflächigen Arbeiten Körperformen mit einzubeziehen, um dem Bild Dynamik zu verleihen. Auch Julians Verständnis für Plastizität, die er inzwischen immer öfter auch durch sehr überzeugende Licht- und Schatteneffekte betont, erinnert an biomechanische und fraktale Kunst.
Paul Booths Tattoos wiederum waren es, die Julians Liebe zu Horror-Tattoos weckten, was ihn aber nicht davon abhielt, von Beginn an mit pinken Einhorn- und Glücksbärchi-Sleeves extreme Kontrapunkte zu Horrorgestalten und düsteren Fraktalwelten zu setzen.  

Der Biomechanik-Einfluss ist in Corpsepainters Werken an seiner Arbeit mit Licht und Schatten zu erkennen.
Der Biomechanik-Einfluss ist in Corpsepainters Werken an seiner Arbeit mit Licht und Schatten zu erkennen.
In seinen neuesten Arbeiten fällt insbesondere die Art ins Auge, wie Julian mit Licht, Schatten und Reflektionen eine große Dramatik in seine Bilder legt und den Eindruck mehrerer Ebenen schafft. In der Regel scheinen dabei die zentralen Bildmotive tiefer zu liegen als die weiter außen gelegenen, die oft wie ein Rahmen wirken, was den Blick des Betrachters geradezu ins Zentrum lenkt. Die regelrecht plastisch voneinander getrennten Ebenen erfüllen neben einem dramatischen visuellen Effekt auch die Aufgabe, klar abgegrenzte Helligkeitsbereiche und dadurch deutliche Kontraste zu schaffen, die wiederum dafür sorgen, dass die oft beinahe schon barock überladenen Tattookompositionen dennoch völlig klar und deutlich lesbar bleiben.
Man könnte geneigt sein, Julians aktuellen Stil mit neobarockem Realismus klassifizieren zu wollen, aber in dem Moment haut er schon wieder einen knallbunten Sonic-Comicarm raus, der nicht weniger Julian Siebert ist, aber eben weder etwas mit Barock noch mit Realismus zu tun hat.
Eine eindeutige Klassifizierung oder klare Benennung seines Stils bleibt schwierig, was einfach daran liegt, dass Julian mit beispiellosem Ehrgeiz und Hingabe beständig an sich arbeitet und dabei immer wieder neue Facetten und Stilelemente in seinen Tattoos heraus­arbeitet.

Kontakt: Corpsepainter Tattoo
Bodenseestr. 21
81241 München
Tel. 089 45207333
Im Web: www.corpsepainter.com
Istagram: corpsepainter_tattoo

 
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Stand:23 March 2019 17:32:31/t%C3%A4towierer/taetowierer+corpsepainter+grosse+bilder+auf+mehreren+ebenen_19304.html