Ein Tattoo ist keine Psychotherapie

12.04.2015  |  Text: Travelingmic  |   Bilder: Teresa Sharpe, Travelingmic
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Akribisch bis ins letzte Detail hebt die US-Amerikanerin Teresa Sharpe realistische Tierdarstellungen in eine abgefahrene Dimension. Dabei hält sie nichts von Zwängen zu klaren Linien, symmetrischen Tattoos und Tiermotiven, die richtig herum auf…
Akribisch bis ins letzte Detail hebt die US-Amerikanerin Teresa Sharpe realistische Tierdarstellungen in eine abgefahrene Dimension. Dabei hält sie nichts von Zwängen zu klaren Linien, symmetrischen Tattoos und Tiermotiven, die richtig herum auf die Haut müssen.
 
Typisch für Teresa Sharpes Arbeiten ist die asymmetrische Platzierung. Typisch für Teresa Sharpes Arbeiten ist die asymmetrische Platzierung.
 

Sie ist eine starke Frau. Teresa Sharpe hat es ganz nach oben geschafft. Mit harter Arbeit, Talent und viel Disziplin hat sich die 30-Jährige den Respekt der Szene verdient. Dieser Meinung waren nicht nur die Juroren der US-TV-Show »Best Ink«, bei der sie 2013 gewann, sondern – und das ist ihr viel wichtiger – auch die zahlreichen Kollegen, die vor ihrer künstlerischen Leistung den Hut ziehen. Dass sie neben einer steilen Karriere auch noch die eigene Familie fest im Griff hat, ist zudem bewundernswert. Das Beste aber sind ihre pastell-bunten, oft unkonventionell platzierten und immer ausdrucksstarken Tattoos.

100.000 Dollar
Man mag von Tattooshows im Fernsehen halten, was man will, aber als im Juni 2013 die Juroren der TV-Sendung »Best Ink« die Siegerin küren, ist die Freude nicht nur bei Teresa selbst riesengroß. Neben dem Model Sabina Kelley sind es die zwei Szenegrößen Joe Capobianco und Hannah Aitchison, die verkünden, dass sich Teresa Sharpe vom »Studio 13 Creative Skin Design« in Fort Wayne, Indiana, in der zweiten Staffel durchgesetzt hat. Eine starke Leistung, die jedoch alle, die sie näher kennen, nicht wirklich überraschen kann. Man gönnt der  jungen Frau die 100.000 Dollar Preisgeld, vor allem, wenn man ihren nicht immer einfachen Lebensweg kennt.

Die Tätowierungen wirken unglaublich detailreich und verspielt, »Keksförmchen«-Tattoos mit in sich abgeschlossenen Linien um jedes Bildelement lehnt Teresa ab.Ein abgefahrene Bildsprache zeichnen Teresa Sharps Tattoos genauso aus wie ihre Technik.Die Tätowierungen wirken unglaublich detailreich und verspielt, »Keksförmchen«-Tattoos mit in sich abgeschlossenen Linien um jedes Bildelement lehnt Teresa ab. Bewundernswert ist zudem ihre abgefahrene Bildsprache.

Disziplin und Leidenschaft

Mit gerade einmal 19 Jahren muss die talentierte Malerin, die gerade ihr Universitätsstudium begonnen hat, nach dem Tod des Vaters die gesamte Verantwortung für die Familie übernehmen. Sie adoptiert einen Halbbruder im Kleinkindalter und muss auch noch zwei weitere jüngere Geschwister durch Schule und College bringen. Nach einem Jahr Unipause stürzt sie sich zurück ins Leben, absolviert in Rekordzeit ihr Kunststudium und bereitet sich neben einem Abendjob als Sushiköchin auf ihre Tattoolehre vor. »Hey, wenn du nur eine begrenzte Anzahl von Stunden pro Tag hast, um deine Ziele zu erreichen, dann ziehst du das eben durch«, erinnert sie sich an diese harte Zeit. »Du legst deine gesamte Energie rein und dann schaffst du es – oder auch nicht. Da gibt es keine Ablenkung und Bummelei im Studium, nur deine Motivation zählt. Ich wollte Tätowiererin werden, weil ich Kunst nicht nur unterrichten, sondern auch selbst schaffen will.«
Zielstrebig arbeitet sie bereits während der Uni in Teilzeit als Piercerin, und als sie schließlich im »Studio 13« in ihrer Heimatstadt Fort Wayne ihre Zeichenmappe vorlegt, zögert Chef Jake Ferris keine Sekunde, das Talent zur Tätowiererin auszubilden.
 
 
Tätowiererin Teresa Sharp aus dem Studio 13 Tattoo in Fort Wayne.KONTAKT
Teresa Sharpe
Studio 13 Tattoo
416 W. Coliseum
Fort Wayne, IN 46805

teresasharpeart1@gmail.com
www.teresasharpeart.com
www.facebook.com/teresasharpeart

Der vollständige Artikel ist im TätowierMagazin 04/2015 nachzulesen.

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Stand:21 November 2018 19:23:19/t%C3%A4towierer/ein+tattoo+ist+keine+psychotherapie_152.html