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Über Geld spricht man!

25.09.2015  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: TM-Archiv
Über Geld spricht man! Über Geld spricht man! Über Geld spricht man!
Über Geld spricht man!
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Über Geld spricht man in Deutschland ungern, so auch kaum über Preise von Tattoos, was nicht immer hilfreich ist. Unerfahrene sollten zumindest grob wissen, wie viel sie auf der Tasche haben müssen, wenn sie mit dem Wunsch nach einem Tattoo auf dem Oberarm den Weg ins Studio antreten. Zeigten sich nicht alle so zugeknöpft, dann wüsste jeder: Gute Tattoos haben ihren Preis. Und den kann man auch benennen.
Direkt nach »Hat das denn nicht weh getan?« ist eine der häufigsten Fragen an Tätowierte die nach dem Preis.
 
Preise standen bei den standardisierten Vorlagen, die in den Studio aushingen, immer dabei.Früher war alles besser! Das stimmt natürlich nicht. Für Tattookunden war es nur einfacher, sich über die Preise für ein Tattoo zu informieren, denn die standen bei den Vorlagen immer dabei. Dafür gab es aber auch nur Stangenware, sprich: standardisierte Vorlagen, die immer wieder kopiert und tätowiert wurden.

Spezielle Fähigkeiten kosten
Eine Anekdote aus dem Kunstbetrieb: Der spanische Maler Pablo Picasso wurde in einem Restaurant von einer unbekannten Dame gebeten, ihr eine Probe seines Könnens zu geben. 30 Sekunden später soll er ihr ein Bild vorgelegt haben, auf eine Serviette gezeichnet. Diese muss so gut gewesen sein, dass die Dame nach dem Preis fragte – »10.000 Dollar.« Die Dame war empört: »10.000 Dollar für 30 Sekunden Arbeit?« Picasso antwortete der Überlieferung nach lapidar: »Nein, 10.000 Dollar für 30 Jahre Erfahrung.« Es spielt eigentlich keine Rolle, ob die Geschichte sich wirklich so zugetragen hat oder erfunden wurde, sie bringt das Problem auf den Punkt: Was ist Kunst wert und wie bemisst man sie?

 
Informationsblatt zum Teilen, Ausdrucken und Veröffentlichen im Studio!
Wie sich ein Tattoo-Preis zusammensetzt
 
Heike Engel hat nicht nur selbst viele Jahre Erfahrung mit der Organisation von Tattoo-Shops und geht gerade wieder mit ihrem neuen Piercing-, Tattoo- und Entfernungsstudio »One Body – One Life« an den Start, sondern berät als Coach auch Tätowierer in Sachen Shopmanagement. Gemeinsam mit Heike haben wir eine Liste von Posten erstellt, aus denen sich ein Tattoopreis zusammensetzt.
 
 
Wie sich ein Tattoo-Preis zusammensetzt
 
Grafik zum Downloaden und Teilen!  
Unberücksichtigt, ob es sich bei Tätowierungen um Kunst handelt, um Kunsthandwerk oder ganz lapidar um eine Dienstleistung, honoriert wird nicht nur die Zeit, in der das Tattoo auf der Haut entsteht. Wie bei jedem anderen Service oder Produkt zahlt der Kunde neben ganz profanen Kosten, die beim Betreiben eines Tattoostudios entstehen, auch für das Know-How des Tätowierers. Denn dieser sticht nicht einfach nur für eine gewisse Zeit Farbe in die Haut, sondern er tätowiert dem Kunden – im Idealfall gekonnt – ein individuelles und einzigartiges Bild, und das lässt er sich bezahlen.

»Was bekomme ich für 80 Euro?«

Es gibt sicherlich keinen Tätowierer, der in seiner Laufbahn nicht irgendwann mit dem Problem der angemessenen Honorierung seiner Arbeit konfrontiert wurde. Die Frage »Was kostet bei dir ein Anker?« und die Annahme, dass »Wanna-dos« gratis seien, sind Erfahrungen, die jeder Tätowierer schon mal gemacht hat. Auch die Ansage: »Ich hab nur 80 Euro, was bekomme ich dafür«, sind keine Seltenheit. Kürzlich soll auf einer Convention ein Kunde aus allen Wolken gefallen sein, dass er für das dort gestochene Tattoo etwas zahlen müsse. Ist doch Werbung für den Tätowierer, oder etwa nicht?

Der vollständige Artikel ist in der Oktober-Ausgabe des TätowierMagazins, 10/2015, nachzulesen.

 
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