TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel

14.12.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: DR Photoperformance
TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel
TM-Nachwuchscontest: Finale auf der Tattoomenta in Kassel
Alle Bilder »
Ein Kräftemessen auf Augenhöhe: Das Finale des TM-Nachwuchscontests auf der Tattoomenta in Kassel zeigte erneut, dass es um die Zukunft der deutschen Tätowierzunft gut bestellt ist
»The Future is Female« – so hätte das Motto des diesjährigen TM-Nachwuchscontests lauten können. Denn beim großen Finale, das auf der Tattoomenta in Kassel ausgetragen wurde, traten drei talentierte junge Frauen gegeneinander an: Rosa Vogt, Peggy Hähner und Miss Freya heimsten beim Leservoting die meisten Stimmen ein. Und nun zeigten sie live, wie es um die Qualität der deutschen Tattoo-Berufseinsteiger bestellt ist.

Die drei Finalistinnen des TätowierMagazin-Nachwuchscontests: Peggy Hähner, Miss Freya und Rosa Vogt (v.li.)
Die drei Finalistinnen des TätowierMagazin-Nachwuchscontests: Peggy Hähner, Miss Freya und Rosa Vogt (v.li.)
Die Finalisten im Battle of the Best erhalten die Aufgabe, ein Motiv nach einem vorgegebenen Thema zu entwickeln und es innerhalb der festgesetzten Zeit zu tätowieren. Das fertige Tattoo müssen sie dann einer Fachjury präsentieren, die über den Sieg entscheidet. Rosa, Peggy und Miss Freya waren also durchaus angespannt, als es um die Bekanntgabe des diesjährigen Themas ging, bis Samstagmittag hatten sie nämlich gar keine Ahnung, mit welcher Thematik sie Vorlieb nehmen mussten – so sehen es die Statuten des Nachwuchscontests vor. Nach dem Arbeitsplatzaufbau hieß es also erst mal warten. Nur vage steckten die Künstlerinnen mit ihren Kundinnen schon mal gedanklich die zu tätowierende Stelle ab und philosophierten über No-Go-Themen. Doch schon hier zeigte sich: Die Finalistinnen samt ihrer Kundinnen waren gelassen und mehr als bereit, sich auf die kommende Herausforderung einzulassen.
Eine Fachjury bewertet die drei Tattoos der Finalistinnen: Kritisch beäugen hier Tätowierer Dennis Bebenroth, TM-Chefredakteur Boris »Bobs« Glatthaar, sowie die Tätowierer Jenny B. und Moritz Piwon (v.li.)
Eine Fachjury bewertet die drei Tattoos der Finalistinnen: Kritisch beäugen hier Tätowierer Dennis Bebenroth, TM-Chefredakteur Boris »Bobs« Glatthaar, sowie die Tätowierer Jenny B. und Moritz Piwon (v.li.)
Am Samstag gegen 13 Uhr war dann klar: Das Motto im diesjährigen Battle of the Best lautete »Fernweh«. Inspiriert von Udo Jürgens Klassiker »Ich war noch niemals in New York« hatten sich TM-Chefredakteur Bobs, Redakteurin Jula und Autor Dirk-Boris Rödel auf der Autofahrt nach Kassel gemeinsam dafür entschieden. Noch auf der Bühne begann es im Kopf der Tätowiererinnen zu rattern. Die beiden Neotraditonal-Künstlerinnen Peggy Hähner und Miss Freya wählten ein Vogelmotiv, doch der Ansatz hätte nicht unterschiedlicher sein können: Wo Miss Freya mit dem Kranich an das Lieblingsurlaubsland der Trägerin erinnert, setzt Peggy mit ihrem Pelikan ein Zeichen für den Umweltschutz und beleuchtet, wie sich Reisen auf die Tierwelt auswirkt.

Das Tattoo der Drittplatzierten: Miss Freya sticht einen Kranich und erinnert damit an die Japan-Liebe ihrer Kundin
Das Tattoo der Drittplatzierten: Miss Freya sticht einen Kranich und erinnert damit an die Japan-Liebe ihrer Kundin
Die zweitplatzierte Peggy Hähner übt mit ihrem Pelikan-Tattoo ein wenig Gesellschaftskritik und appelliert an den Umweltschutz
Die zweitplatzierte Peggy Hähner übt mit ihrem Pelikan-Tattoo ein wenig Gesellschaftskritik und appelliert an den Umweltschutz

Ganz anders ging Black- und Dotwork-Künstlerin Rosa Vogt vor: Sie tätowierte ihre Schwester Katja, die schon immer liebevoll als das Alien der Familie bezeichnet wird – sie gehöre nämlich einfach nicht so ganz in diese Welt. Ein Alien, das Fernweh zu seinem Heimatplaneten hat, dazu der originell platzierte Slogan »Sick of this world« ziert nun Katjas Bein. Die Interpretation des Themas und das letztlich sehr sauber gearbeitete Tattoo überzeugte die fünfköpfige Fachjury.  Neben Bobs und Dirk-Boris gehörten ihr auch Veranstalterin und Tätowiererin Jenny B. sowie die beiden Tätowierer Dennis Bebenroth und Moritz Piwon an. Peggy Hähner belegte den zweiten Platz und Miss Freya wurde Dritte. Es war, so die einhellige Jury-Meinung, ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf hohem Niveau.

And the winner is ... Rosa Vogt mit ihrer Interpretation des Mottos »Fernweh«: Sie stach ihrer Schwester einen Alien, der Heimweh zu seinem Planeten hat. Warum? »Weil meine Schwester Katja so außergweöhnlich ist, dass sie nicht so recht in unsere Welt passt«
And the winner is ... Rosa Vogt mit ihrer Interpretation des Mottos »Fernweh«: Sie stach ihrer Schwester einen Alien, der Heimweh zu seinem Planeten hat. Warum? »Weil meine Schwester Katja so außergweöhnlich ist, dass sie nicht so recht in unsere Welt passt«
 

Folgt den drei Finalistinnen im Netz für mehr tolle Tattoos:


Rosa Vogt
Peggy Hähner
Miss Freya
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:16 February 2019 08:44:36/szene/tm-nachwuchscontest+finale+auf+der+tattoomenta+in+kassel_181210.html