Tattoos für die Freundschaft!

24.08.2018  |  Text: Jula Reichard und Heide Heim  |   Bilder: Privat
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Tattoos für die Freundschaft!
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Wenn wir jemandem besonders nahestehen, drücken wir diese Verbundenheit manchmal sogar über Tattoos aus. Die Geschichten hinter solchen Tätowierungen sind so unterschiedlich wie inspirierend und auf jeden Fall herzerwärmend. Das Beste daran, sogar Tätowierer sagen: Eine tolle Sache!
»Gute Freunde kann niemand trennen!« Das sang der Fußballkaiser Franz Beckenbauer 1966 und tatsächlich: So manche Freundschaft hält ein Leben lang. So oder so, viele intensive Verbindungen zwischen Menschen werden mit einem Tattoo besiegelt. Klar ist: Freundschaftstattoos sind absolut beliebt, und das nicht nur unter hartgesottenen Tattoo­sammlern. Das Thema weckt Emotionen, denn hinter dem Beweggrund »Du bist mein Freund und ich fühle mich dir nahe, das will ich für immer unter der Haut tragen« verbirgt sich der ultimative Freundschaftsbeweis. 

Obwohl das Motto »Drum prüfe, wer sich ewig bindet« in Bezug auf Tätowierungen im Allgemeinen und bei Freundschaftstattoos im Speziellen wohl ein sehr guter Warnhinweis ist, stecken hinter den nun folgenden Geschichten nicht immer lang geplante, wohlüberlegte Tattooideen. Denn natürlich gibt es auch Kumpel, die sich spontan einen kiffenden Alien-Smiley aufs Bein tätowieren lassen – was für sie zählt, sind der Spaß und das Zeichen, das man allein schon mit der Aktion setzt. Genauso wenig legen sich nur jene Freunde für ein gemeinsames Tattoo unter die Nadel, die bereits seit Kindertagen Seite an Seite stehen oder schon besonders viel gemeinsam durchgemacht haben. Es lassen sich vielmehr auch Leute ein Tattoo stechen, die sich erst seit ein paar Monaten kennen. So wie die beiden Freundinnen, die gerade zum ersten Mal zusammen im Urlaub waren und fühlen, dass die Verbindung einfach passt. An den gemeinsamen Zandvoort-Trip erinnert jetzt ein kleines Wellentattoo. 

Für viele Tätowierer gilt beim Thema der verbindenden Tätowierungen: Partnertattoo nein, Freundschaftstattoo ja. In Sachen Motivwahl sind sich ebenfalls fast alle Künstler einig und raten vom reinen  Namenstattoo oder einem Porträt der anderen Person ab. Origineller sollte es sein und am besten symbolisch für etwas stehen, was die Verbindung zwischen den beiden Menschen ausmacht – beispielsweise ein Landschaftstattoo als Erinnerung an ein gemeinsames Erlebnis oder ein tätowierter Gegenstand als Symbol für dieselbe Leidenschaft. Solche Motive haben gleich zwei Vorteile: Erstens offenbaren sie sich nicht sofort als Freundschaftstattoo auch gegenüber Fremden, die das womöglich gar nichts angeht. Und zweitens haben sie auch dann noch einen ganz persönlichen Wert für den Träger, wenn die Freundschaft mal in die Brüche geht, weil sie sich eben nicht nur auf den freundschaftlichen Gegenpart beziehen, sondern auf den Träger mit seinen Interessen oder Erinnerungen selbst. 


Die Storys hinter euren Freundschaftstattoos


Markus, Sebastian und die Spielautomaten-Comics

Mein Halbbruder Sebastian und ich suchten schon seit circa zwanzig Jahren mal mehr, mal weniger intensiv nach einem passenden Brudertattoo. Da meine Hemmschwelle für alberne Tattoos deutlich geringer ist als die meines Bruders, kamen von mir auch schon mal Vorschläge wie ein Smiley auf dem großen Zeh oder sämtliche Varianten des Münchner Löwen, passend zu unserem Fußballverein. Das Feedback war dementsprechend: Er belächelte die Ideen.

Nicht mehr damit rechnend, dass zu unserem Vorhaben jemals irgendwas unter die Haut kommt, kramte mein geliebter Bruder ein paar Star-Wars-Tattoobilder aus dem Internet hervor und ich merkte: ›Jetzt meint er es ernst!‹

Auf einem der Bilder waren die beiden Star-Wars-Roboter R2D2 und C3PO an einem Achtzigerjahre-Spielautomaten und haben Save The Princess gezockt. Irgendwie kam mir dann die Idee für das Gegenbild, bei dem Mario und Luigi ebenfalls an einem solchen Spielautomaten stehen und ein Star-Wars-Spiel zocken. Somit hatten wir unsere beiden perfekten Motive im Kopf: Mein großer Bruder als Star-Wars-Fan nimmt die beiden Roboter. Ich als wilder Zocker, der in den Neunzigerjahren mit sämtlichen Spielekonsolen und natürlich auch mit Mario und Luigi aufgewachsen ist, nimmt die beiden italienischen Klempner.«

Mit Tätowierer Jimmy von Tempel Tattoo in München fanden die beiden Brüder einen geeigneten Künstler, der die Idee der zockenden Film- und Videospielhelden auf Papier und letztlich unter die Haut bringen konnte. »Absolut faszinierend, welche Detailtreue Jimmy in seine Arbeit steckt. Das fiel mir erst recht auf, als ich selbst nicht mehr auf der Folterbank lag und bei meinem Bruder zusehen konnte. Wir sind beide völlig geflasht von diesen Meisterwerken«, erzählt Sebastian. Wer sich mit dem Finden eines Freundschafts- beziehungsweise Brudertattoos rund zwanzig Jahre lang Zeit lässt, hat vor der Angst es zu bereuen längst Abstand genommen. »Blut ist dicker als Wasser und da passt kein Blatt dazwischen«, weiß Sebastian. »Richtig, wir sind Brüder. Das kann nicht zerbrechen. Und falls er mir doch mal zu doof wird, ist jedes Motiv für sich auch sensationell«, bestätigt Markus. Ein Rat der beiden an all jene, die noch vor der Entscheidung stehen: »Lasst euch Zeit und überstürzt die Entscheidung nicht. Wie bei jedem Tattoo sollte man sich schon sicher sein, ob man ein Leben lang damit rumlaufen will.«

Zwanzig Jahre lang geisterte die Idee von einem Brudertattoo durch die Köpfe von Markus und Sebastian. Nun erinnern Luigi und Mario, R2D2 und C3PO die beiden immer daran, dass Blut dicker als Wasser ist


Anna, Zoe, Nadja und  ihre Landschafts-Tattoos

Anna und ihre Zwillingsschwester Zoe kennen Nadja seit sie denken können. Sie sind bereits seit der zweiten Klasse zusammen zur Schule gegangen und von da an verbrachte Nadja viel Zeit bei den Zwillingen. Heute sehen sie sich als Schwestern. »Nadjas Mutter verstarb, als sie gerade mal acht Jahre alt war. Mit ihrem Vater hatte sie es nie leicht, also fand Nadja Zuflucht bei uns. Unsere Mama wurde eine Art ›Ersatzmutter‹ für sie. Nadja gehört zur Familie. Da diese spezielle Bindung immer zwischen uns dreien bestehen wird, wollten wir dies mit einem Tattoo festhalten«, erzählt Anna. Dennoch wollten die drei Mädels kein 08/15-Freundschaftstattoo à la Unendlichkeitsschleife mit Kennenlerndatum. »Als wir auf die Idee mit den drei Landschaftsbildern kamen, war von Anfang an klar, wer welches Motiv bekommen soll: Zoe den Wald, weil sie die Wälder liebt und Schreinerin ist, Nadja die Berge, weil sie unser ›Bärnermeitschi‹ (Berner Mädchen, Anm. d. Red.) ist und ich die Wellen, weil ich das Meer liebe.« So passen die Tattoos ganz individuell am besten zu den einzelnen Trägerinnen und funktionieren durch den gleichen Stil und dieselbe Anordnung als Freundschaftstattoo. »Wir haben das Tattoo noch nicht bereut und werden es auch nicht. Selbst wenn sich unsere Wege doch mal trennen würden, haben wir eine gemeinsame Vergangenheit, die für immer ein Teil von uns allen sein wird.« Auch das Umfeld reagierte durchgehend positiv: »Es gab vor allem wegen der Schlichtheit des Tattoos keinerlei Bedenken. Es ist kein deutliches Freundschaftstattoo, das finden viele sehr vernünftig.« Tätowiert wurden die drei Mädels vom Tätowierer ihres Vertrauens, Philippe aus dem Tattoostübli in Basel. 

Die beiden Zwillinge Anna und Zoe bekamen durch einen Schicksalschlag noch eine dritte Schwester: ihre Mitschülerin Nadja. Die Liebe zueinander besiegelt nun ein Tattoo


Tony, Sebastian und der Jägermeisterhirsch

Tony und sein bester Freund Sebastian gehen bereits seit siebenundzwanzig Jahren gemeinsam durch dick und dünn. Ihrer Freundschaft haben sie mit einem Tattoo Ausdruck verliehen, das wie die Faust aufs Auge zu ihnen passt: »Es beschreibt uns beide ganz gut und es ist außerdem eine Hommage an unser Lieblingsgetränk: Jägermeister.« Angst, dass die beiden es bereuen könnten, haben sie nicht. »Wir kennen uns jetzt schon eine so lange Zeit, egal was kommt, es war eine tolle Zeit und erinnert an einen Teil unseres Lebens« Das Originelle am Jägermeister-Hirsch auf der Wade: Wenn Tony und Sebastian zusammenstehen, fügt sich das Bild erst als Ganzes zusammen. Im übertragenen Sinne: Der eine kann nicht ohne den anderen. Dennoch würden sie jedem raten, sich Gedanken darüber zu machen, ob das Freundschaftstattoo wirklich ein Leben lang Teil von einem sein soll. »Okay, bei uns dauerte es fünf Sekunden von der Idee bis zur Zusage, aber wie gesagt, wir kennen uns ja schon ewig.«

Das Jägermeister-Tattoo, das erst vollkommen ist, wenn die beiden Kumpel zusammenstehen, steht für siebenundzwanzig Jahre Freundschaft


Sina, Nadja und das Pfeffi-Herz

Sina: »Das Pfeffi-Herz war ein Wanna-do von Tätowierer Danny Brink. Nadja und ich haben vorher schon darüber nachgedacht, uns ein Freundschaftstattoo stechen zu lassen, das mit Pfeffi-Schnaps zu tun hat. Die Geschichte dahinter: Hamburg ist unsere gemeinsame große Liebe, wir waren schon oft zusammen dort und gehen mindestens einmal während unseres Hamburgtrips ins In Exile, einer Kneipe am Rande der Reeperbahn, um dort zusammen einen Pfeffi zu trinken. Das wurde bei uns zur Tradition. Als Danny seine alkoholischen Wanna-dos gezeigt hat, habe ich direkt an uns beide gedacht. Es ist einerseits in dieser Umsetzung nicht zu offensichtlich Alkohol verherrlichend und andererseits ein prima Inkognito-Freundschaftstattoo. Also perfekt für uns. Nadja war auch sofort Feuer und Flamme und letztendlich haben wir es sogar geschafft, am selben Tag nacheinander einen Termin bei Danny zu bekommen. Ich mag nicht darüber nachdenken, ob Nadja und ich irgendwann getrennte Wege gehen, aber ich glaube, dass ein Tattoo, das fernab der Freundschaft ›funktioniert‹, durchaus legitim ist. Ich finde ein gemeinsames Motiv schöner als Daten und Namen, die, auch wenn sich das keiner wünscht, womöglich mal durch andere ersetzt werden müssten. Ganz ehrlich, Nadjas Geburtsdatum und Namen oder ein Kennenlerndatum, das ich nicht mal benennen könnte, wäre für uns auch nicht in Frage gekommen. Ich glaube nicht, dass ich das Tattoo bereuen werde. Was mein Umfeld davon denkt, ist mir ziemlich egal. Wobei viele negativ reagiert haben im Sinne von ›schon gewagt‹, weil es sich um Pfeffi-Schnaps handelt. Meiner Oma habe ich es bis heute nicht gezeigt, weil ich nicht möchte, dass sie traurig ist. Ich lasse meine Tattoos immer in dem Moment passend dazu stechen, wie ich mich fühle. Meine Sammlung ist wie ein Tagebuch oder Stickeralbum. Vieles, was ich gerade schön finde oder was mich bewegt, lasse ich auf meinem Körper verewigen und beides trifft auch auf Nadja zu.«

Nadja: »Mein Pfeffi-Tattoo ist eins der wenigen Tattoos mit Bedeutung. Jedes Mal, wenn ich es angucke, denke ich an die zahlreichen Hamburgtrips mit Sina und an alles, was wir schon erlebt haben. Ich würde es niemals bereuen, ich würde sogar sagen, dass ich stolz darauf bin. Meine Oma denkt bis heute, dass es für meine Liebe zu Pfefferminztee steht. Ich denke, sie würde vom Glauben abfallen, würde sie die Wahrheit kennen. Ich kann anderen nur raten: Lasst euch kein simples Datum oder einen Namen tätowieren, wählt ein Symbol, das man zur Not auch einfach allein gesehen schön finden kann.«

Nadjas Oma denkt bis heute, das Tattoo stehe für die Liebe zu Pfefferminztee. Tatsächlich finden die Mädels es gut, dass nicht jeder gleich kapiert, worum es geht


Sebastian, Christian und die trinkfesten Füchse

Sebastian und sein bester Kumpel Christian haben zum Zeichen ihrer Freundschaft jeweils einen Fuchs auf der Wade tätowiert. »Wir beide lieben Irland und gutes Guinness. Also dachten wir uns, es wäre cool, wenn darauf Bezug nehmend unsere Freundschaft verewigt würde.« Also haben sich Sebastian und Christian für zwei Füchse entschieden, die sich von Wade zu Wade zuprosten können. »Slainte« ist ein irischischer Trinkspruch und passt daher perfekt dazu. Gestochen hat es Jance Armstrong von Green Pearl Tattoo in Braunschweig.

Slainte! Wenn Sebastian und Christian ihre Waden zusammenschlagen, dann prosten sich auch die beiden irischen Füchse zu, die sie zum Zeichen ihrer Freundschaft unter der Haut tragen


Janine, Manuela und das Bambi-Tattoo

»Manuela und ich sind seit der fünften Klasse miteinander befreundet – ein Herz und eine Seele wurden wir allerdings erst später.« Seitdem sind die beiden Freundinnen unzertrennlich. »Wir haben in all den Jahren so viele Höhen und Tiefen durchlebt, zusammen gelacht und geweint und waren immer füreinander da«, erzählt Janine. Da die Begeisterung für Tätowierungen bei den beiden mit der Zeit auch immer größer wurde, fehlte ihrer Freundschaft nur noch eines: ein gemeinsames Tattoo, und zwar ein besonderes. »Wir wollten etwas haben, was uns für immer miteinander verbindet und was uns an unsere starke Freundschaft erinnern soll. Wir waren uns sofort einig, dass es zu uns passen musste – bunt und fröhlich sollte es sein!« Da Janine und Manuela leidenschaftliche Disneyfans sind, gefühlt nie erwachsen werden und Bambi seit der Kindheit ihr Lieblingsfilm ist, waren sie sich mit dem Motiv schnell einig: »Denn wie für Bambi, ist auch für uns die Freundschaft das Wichtigste im Leben.« Umgesetzt wurde das Tattoo in Siegburg. »Wir lieben unsere Bambis und wir sind so froh, dass wir uns für Priscilla Pandemonia als Tätowiererin entschieden haben. Sie ist auf quietschbunte Tattoos spezialisiert und hat unsere Idee perfekt umgesetzt.« Ob sie das Freundschaftstattoo bereuen könnten, war für die beiden nie ein Thema: »Selbst wenn man sich in zwanzig, dreißig Jahren aus den Augen verliert – was natürlich niemals passieren soll –, hätten wir durch das Tattoo immer noch eine wunderschöne Erinnerung an unsere langjährige Freundschaft. Zusätzlich steht das Bambi ja auch für sich und symbolisiert unsere Liebe zu Disney.«

Auch für Disneyfigur Bambi bedeutet Freundschaft alles. Weil es bei den beiden Freundinnen Janine und Manuela genauso aussieht, passt das Tattoo perfekt
 

… und das sagen Tätowierer über Freundschaftstattoos


Bob Fizz
Mint Club Tattoo & Design, Salzburg

tätowiert seit 2012 bevorzugt Dotwork, Mandala, Blackwork, Traditionals

Hältst du Partner- oder Freundschaftstattoos für eine gute Tattooidee?
Ich bin kein großer Fan von Partnertattoos. In meinem Job hab ich schon zu viele zerbrochene Beziehungen mit bestehenden und teilweise sehr persönlichen Partnertattoos gesehen. Ich finde, man erzwingt damit etwas oder versucht es zumindest. Freundschaftstattoos finde ich da schon besser, da geht es ja eher darum, sich an eine schöne Zeit oder an einen Lebensabschnitt zu erinnern. Da finde ich aber Namen genauso wenig optimal.

Wann würdest du sagen: Vielleicht solltet ihr es lassen?
Wir, das heißt Eva (Tätowiererin Eva Schatz; Anm. d. Red.) und ich, stechen grundsätzlich keine Partnertattoos bei uns im Laden. Ausnahme mache ich bei Motiven, die auch für sich alleine funktionieren, wie beispielsweise eine kleine Landschaft mit dem gleichen Berg, auf dem beide gerne wandern gehen. Allgemein finde ich da Symbole oder Bilder von gemeinsamen Erlebnissen besser als Namen oder gar Porträts oder die Schloss-Schlüssel-Kombinationen.

Bob Fizz


Fabrice Koch aka FabINKognito
Privatstudio, Laufen am Neckar

Fabrice hat eine zehnjährige Berufserfahrung als Tätowierer. Bevorzugt sticht er seinen »Fabinkognito Style«, eine Mischung aus Ornamental, Blackwork und Realismus in Black-and-Grey.

Was hältst du persönlich von Freundschaftstattoos?
Ich persönlich würde mir kein Partner- oder Freundschaftstattoo stechen lassen, aber wie immer, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Grundsätzlich haben diese Tattoos ihre Berechtigung. Wenn man in der Geschichte der Tätowierungen zurückschaut, waren Tattoos dazu da, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu markieren, sei es die zu einer Dorfgemeinschaft, einem Volk oder einer Familie. Schon früh gab es Symbole, die die Bindung zu einem anderen Menschen darstellen.

Fabrice Koch aka FabINKognito


Justin Mitchell
Jus Mitchell Tattoo, Bayreuth

Justin tätowiert seit fünf Jahren. Er sieht sich als Allrounder mit den Schwerpunkten Linework, Mandala, Black-and-Grey-Realistic, Watercolour.

Was hältst du persönlich von Partnertattoos?
Partnertattoos sind eine heikle Angelegenheit, allerdings halte ich Freundschaftstattoos für eine sehr coole Idee, vor allem, wenn man sie mit einer Person teilt, die das Leben mit geprägt hat und mit der eine enge Verbindung besteht. Ich selbst habe vier Tattoos für meine »best friends« und meinen Bruder. Ein Partnertattoo würde ich mir selbst keines machen lassen, da es nicht nur an mir selbst liegt, ob die Partnerschaft für die Ewigkeit hält.

Kommen die Kunden mit konkreten Ideen zu dir? 
Was macht für dich ein gutes Freundschaftstattoo aus?
Die meisten haben schon eine bestimmte Idee oder Vorstellung. Ich finde, ein cleveres Freundschaftstattoo ist eines, das auch für sich allein »fertig« aussieht und sich dann als Gesamtbild perfekt zusammenfügt. Was ich auch cool finde, ist, wenn man Insider-Motive wählt, bei denen Außenstehende nicht direkt erahnen können, was genau sie symbolisieren.

Justin Mitchell
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Stand:17 October 2018 02:38:38/szene/tattoos+fuer+die+freundschaft_18817.html