Tattoos aus purer Laune

22.12.2017  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Christian Heim
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Tattoos aus purer Laune
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Tattoos auf der Haut scheinen zu Customizern und Bikern zu gehören wie das Öl an ihren Händen. Was wir von den Jungs und Mädels lernen können? Tattoos brauchen kein Konzept, um Spaß zu machen. Ein Blick in die tätowierte Schrauberszene auf der CUSTOMBIKE-SHOW 2017.
Wir blicken zurück in die Zeit, als fette Tribals und Unterarm-Flammentattoos noch der heiße Scheiß waren und Biker noch vornehmlich das Bild des bösen Buben verkörperten. In der Motorradszene waren schon damals Tattoos fast obligatorisch. »Du fährst Motorrad, also brauchst du ein Tattoo. Du wolltest ja zeigen, dass du ein harter Hund bist«, antworten viele der Customizer und Biker auf der CUSTOMBIKE-SHOW im sonst verschlafenen Bad Salzuflen – irgendwo zwischen Parderborn und Bielefeld – auf die Frage, weshalb hier eigentlich jeder so krass tätowiert ist. Anfang Dezember erwacht der Kurort zum tobenden Mekka für Custombikefans, dann findet hier seit mittlerweile dreizehn Jahren die weltgrößte Messe für Motorradumbauten statt. Gelegenheit, sich neben krassen Custombikes auch jede Menge bunte Jungs und Mädels anzuschauen.
Tatsächlich, Tattoos scheinen auf den ersten Blick betrachtet fürs Motorradfahren eine ähnlich bedeutende Voraussetzung zu sein wie die Führerscheinklasse A. Doch statt düsteren Totenkopftätowierungen, brachialen Tribals und gefährlichen Flammen lockern fröhliche Bilder, bunte Geschichten und kuriose Andenken das Tattoobild auf. Verkörperte der Biker und Schrauber früher vielleicht mal den harten Rocker, sieht man ihm heute deutlich an, dass er Spaß in den Backen hat und es locker angehen lässt.
Und an dieser Stelle können wir von den Customizern und Bikern lernen, denn wenn uns die Gespräche mit den auf den folgenden Seiten porträtierten Menschen eins lehren, dann sicher das: Tattoos benötigen kein Konzept, um richtig Spaß zu machen und toll auszusehen. Richtig, es muss nicht immer alles eine tiefe, von allen Seiten durchdachte Bedeutung haben. Und es muss nicht immer der durchgeplante Sleeve vom Ausnahmekünstler sein, für den es fünf Sitzungen braucht und mit dem man erst nach einer Wartezeit von zwei Jahren starten kann. Ihr seht hier Sammler, die eine große Leidenschaft für Tattoos und ein bewegtes Leben haben. Heraus kommt dabei eine bunte und imposante Tattoosammlung, bei der zwar nicht jedes Motiv dem gleichen Stil entspricht, die aber eine lebendige und spannende Geschichte erzählt.

Ralph, »Auf den Namen ›Thekenhai‹ kam eigentlich meine Frau«, erklärt Ralph, als er nach seinem gleichnamigen Baby, der neuen Spirituose, gefragt wird.
 

Ralph

»Auf den Namen ›Thekenhai‹ kam eigentlich meine Frau«, erklärt Ralph, als er nach seinem gleichnamigen Baby, der neuen Spirituose, gefragt wird. »Ein Thekenhai ist einer, der sich abends an der Theke festbeißt und nicht mehr loskommt. Er trinkt bis zum Schluss und ist der Letzte an der Bar. Das passt alles auf mich und meine Kumpels, mit denen ich das Getränk jetzt rausgebracht habe.« Der große Kerl grinst zufrieden, als er mit seinen liebsten Haien an seinem Stand auf der CUSTOMBIKE-SHOW steht und gratis Schnäpperken verteilt. Das Geschäft läuft. Auch Ralph bewegt sich seit Jahren als Customizer in der Szene und auch er ist fast bis zum Anschlag tätowiert. Sogar eine Thekenhai-Tätowierung trägt Ralph. »Das ist der Ur-Thekenhai. Ich hatte einen Termin bei Maze und hatte keine Ahnung, was ich mir tätowieren lassen sollte. Da sagte meine Frau Rina ›Eigentlich müsste das ein Thekenhai werden‹ – und Maze hat es perfekt umgesetzt.« Auf Ralphs starken Armen sieht man den perfekten Kontrast: Derbe Flammen und fröhliche Spontantattoos wie Strahlenroboter und durstige Meerestiere.

Ralf

Ralf

»Ich bin Jäger und Sammler! Sammler von Dingen, die mich an Ereignisse erinnern, und was bietet sich besser an als ein Tattoo, um daran Erinnerungen festzumachen? Angefangen hat alles im September, Oktober 1983, als meine Eltern mir eine Kassette von Kiss vom Oktoberfest in München mitgebracht haben. Von da an war ich dem Heavy Metal und Hard Rock verfallen und bewunderte die Musiker auf den Plattenhüllen, die meist auch tätowiert waren. Mit fünfzehn bekam ich dann von meinem Vater mein erstes Mofa, eine Zündapp CX25. 25 Kubikzentimeter Freiheit! Ich konnte von nun an auch Konzerte in meiner Nähe besuchen, ohne auf die Eltern angewiesen zu sein. Nach einer Weile reichten mir aber das bloße Besuchen von Konzerten und lange Haare nicht mehr … Es musste ein Tattoo her. Also schnappte ich mir den alten Elektrorasierer meines Vaters, baute ihn zur Tattoomaschine um und stach mir mit siebzehn mein erstes Tattoo, ein Spinnennetz nebst Spinne, auf mein Knie. Die restlichen Tattoos waren meist auch aus einer Laune heraus oder kamen von Freunden oder mit Freunden zusammen, die für immer an schöne Momente erinnern sollen. Wenn Leute sagen, ich sehe aus wie ein Bilderbuch, dann haben sie nicht ganz unrecht. Ich benutze meinen Körper als Leinwand meines Lebens.«

Einige von Max’ Tattoos stehen für Jesus Christus. Etwa die Handrückentattoos (»Jesus liebt dich«) oder die drei Nägel in seinem Gesicht. »Die symbolisieren die Nägel mit denen Jesus ans Kreuz genagelt wurde.«

Max

Mit seiner eigenen Firma Fred Flitzefuß Karosseriebau tritt Max in große Fußstapfen: »In die Customszene wurde ich eigentlich hineingeboren. Der Legende nach ist mein Vater so etwas wie ein Urgestein der deutschen Customszene.« Max, der seine Brötchen mit Restau- rierungen und Sonderanfertigungen für Autos und Motorräder verdient und in einer Hardcore-Band (Deadbeat Hero) Schlagzeuger ist, interessiert sich seit er siebzehn Jahre alt war stark für Tattoos. »Mein erstes Tattoo gab es dann mit achtzehn, das war das Logo der Werkstatt meines Vaters. Weiter ging es mit einem Igel auf der Brust oder dem Schriftzug ›Franken Straight Edge‹ auf dem Fußrücken als Persiflage auf ›Boston Straight Edge‹.« Einige von Max’ Tattoos stehen für Jesus Christus. Etwa die Handrückentattoos (»Jesus liebt dich«) oder die drei Nägel in seinem Gesicht. »Die symbolisieren die Nägel mit denen Jesus ans Kreuz genagelt wurde.« Ob Max seine Tattoos akribisch plant? »Wenn mir eine Idee und eine Stelle in den Sinn kommen, dann schau ich, ob ich Geld über habe und mach einen Termin.« Wieso Max erst die Hände tätowieren ließ, bevor er mit den Unterarmen, anfing? »Wenn ich doch ein perfektes Motiv im Sinn habe, das ich unbedingt auf dem Handrücken haben will – wieso sollte ich noch fünf Jahre warten, bis die Unterarme vorher voll sind?« Klingt irgendwie plausibel.

Martin: Der Eintritt in die Custombikeszene war in Martins Fall mehr ein fließender Übergang. »Ich habe früher schon immer meine Fahrräder gepimpt, später dann die Mofas und es gab irgendwie gar keine andere Möglichkeit als Motorradschrauber zu werden.«

Martin

Der Eintritt in die Custombikeszene war in Martins Fall mehr ein fließender Übergang. »Ich habe früher schon immer meine Fahrräder gepimpt, später dann die Mofas und es gab irgendwie gar keine andere Möglichkeit als Motorradschrauber zu werden.« Heute ist Martin Chef und Inhaber von MB Cycles Heidelberg und baut Custombikes. Und wie fing das mit den Tattoos an? »Die ersten Tattoos hab ich mir mit zwölf oder dreizehn Jahren in der Schule mit Nadel und Tinte selbst gemacht. Und so erbärmlich sah das dann auch aus. Mit sech-zehn habe ich meine Mama gebeten, mir Geld zu geben, um sie entfernen zu lassen. Ein böser Bub wie ich war, habe ich das Geld genommen, um mir ein fettes Tribal stechen zu lassen.« Im Idealfall würde Martin diese Jugendsünde gerne entfernen lassen, doch er kann damit leben. Tattoos findet er schon immer toll und seine Wahl wurde besser. »Es kamen noch ein paar schlechte dazu, bis ich endlich den Tätowierer fand, der meine Ideen gut umsetzen konnte – und mich auch eines Besseren belehrte.« Mittlerweile lässt sich Martin von Alexander Kosach tätowieren, wann immer er in Karlsruhe seinen Guestspot hat. »Meine letzten Tattoos sind meine besten«, sagt Martin. Und das nächste steht bereits an: Ein Porträt von Lemmy Kilmister auf dem Oberschenkel.

Jessbert: »Mein erstes Tattoo bekam ich mit sechzehn bei Bobbo in Bochum, im Keller«, erzählt Jessbert, die bereits zum sechsten Mal auf der CUSTOMBIKE-SHOW zu Gast ist.

Jessbert

»Mein erstes Tattoo bekam ich mit sechzehn bei Bobbo in Bochum, im Keller«, erzählt Jessbert, die bereits zum sechsten Mal auf der CUSTOMBIKE-SHOW zu Gast ist. Obwohl der Clown aus ES jetzt wieder total hip sei, ist der schwarze Klecks – mehr blieb nicht übrig von der ersten Tätowierung – längst überstochen. »Ich sammle keine Motive, ich sammle Tätowierer«. Kaum ein Tätowierer kam bei Jessbert zweimal dran. »Oft bin ich sogar schon rumgereist für den Tätowierer. Für Oliver Peck zum Beispiel reiste ich nach Mailand, nur um mich von ihm tätowieren zu lassen. Wenn ich irgendwo hinfliege, schaue ich meist, dass dort auch ein Tätowierer sitzt, von dem ich ein Tattoo haben möchte.« Das Chestpiece von Jessbert stach Han von King of Kings, ein Tätowierer, den sie auch wegen seines musikalischen Backgrounds besonders mag. 

Freakie: Auch Jürgen, der von vielen Freakie genannt wird, ist in der Mission Thekenhai auf der Custombike unterwegs. Auf den ersten Blick wirkt Jürgen eher wie jemand, den man nicht mal eben von der Seite auf seine Tattoos anquatschen sollte.

Freakie

Auch Jürgen, der von vielen Freakie genannt wird, ist in der Mission Thekenhai auf der Custombike unterwegs. Auf den ersten Blick wirkt Jürgen eher wie jemand, den man nicht mal eben von der Seite auf seine Tattoos anquatschen sollte. Doch wer ihn kennt, weiß, dass diese Bedenken unbegründet sind. »Seit über 25 Jahren fahre ich jetzt Harley-Davidson, ich habe schon immer selbst rumgeschraubt. Irgendwann wollte ich das auch für andere machen. So wurde ein Geschäft daraus und seit vierzehn Jahren gibt es nun Freakie-Motorcycles.« Wieso er und so viele andere hier tätowiert sind? »Na ja, das hat man sich früher natürlich von der Rockerszene abgeguckt. Heute sind Tätowierungen überall salonfähig, nicht nur hier bei uns. Früher musste ich noch weit fahren fürs Tattoo, heute gibt es an jeder Ecke Tätowierer«, erklärt Jürgen. Er kam durchs Harley-Fahren zu den Tattoos und auch er sagt: »Es gehörte einfach dazu!« Seine Tattoos spiegeln vieles aus seinem Leben wider: Etwa eine Zündkerze, der Name seines Dorfes, ein Wildschwein wegen eines schlimmen Motorradunfalls, den er mal hatte, Boxhandschuhe, Hanteln und vieles mehr.

Arno: »Alles, nur kein Mainstream« – das ist Arnos Motto. Bei Toxic Bikes, seinem eigenen Meisterbetrieb, baut er Bikes ohne Kompromisse genau nach diesem Credo.

Arno

»Alles, nur kein Mainstream« – das ist Arnos Motto. Bei Toxic Bikes, seinem eigenen Meisterbetrieb, baut er Bikes ohne Kompromisse genau nach diesem Credo. Seit 2008 baut Arno Motorräder, die wahrlich kurios aussehen. Komplette Neuaufbauten fahren bei ihm pro Jahr etwa zwei, drei aus der Halle. Darüber hinaus veranstaltet das starktätowierte Nordlicht Veranstaltungen, die bereits legendär sind, und vertreibt Lifestyleartikel. Für Tattoos hegt er genauso eine Leidenschaft wie für Bikes. »Mit achtzehn habe ich gleich angefangen und von da an konsequent weiter.« Spontane Tattoos machen Arno am meisten Spaß. Oft entstehen diese mit Freunden. »Auf der Fähre nach Schweden haben wir uns mal schnell selbst tätowiert. ›ÖL‹, das heißt auf Schwedisch Bier und passte eben.« Viel Platz hat er nicht mehr, doch hier und da geht noch was. »An den unliebsamen weil schmerzhaften Stellen wie den Rippen ist noch ein bisschen Luft.« 

Das erste Wort, das im Interview mit Ted und Micha fällt, lautet »Alkoholproblem«, gefolgt von schallendem Gelächter. Es scheint, als wäre es die Universalantwort auf alle relevanten Fragen.

Ted und Micha 

Das erste Wort, das im Interview mit Ted und Micha fällt, lautet »Alkoholproblem«, gefolgt von schallendem Gelächter. Es scheint, als wäre es die Universalantwort auf alle relevanten Fragen: »Weshalb seid ihr hier auf der CUSTOMBIKE-SHOW?«, »Weshalb seid ihr so krass tätowiert?«, »Was inspiriert euch zu euren Tattoos?« Ted und Micha verbindet eine innige Freundschaft. Entstanden ist sie beim Motorradschrauben und Feiern, als Ted sein Motorrad bei Karosseriebauer Micha (Sick King Kustom) umbauen ließ. »Uns trennen 400 Kilometer, aber wir sehen uns häufiger als manche Kumpels, die Tür an Tür wohnen«, erklärt Ted. »Ja, und wir lieben beide Motorräder, wir stehen auf Tattoos und feiern und tanzen beide viel zu gern! Das passt einfach«, ergänzt Micha. Ihre Freundschaft haben beide schon mehrfach mit einem Tattoo verewigt, etwa mit einer Haselnuss, die für Haselnuss-Vodka steht, einem »Edelmann«, dem Logo eines Kräuterschnapses, einem Blitz oder dem Aloha-Äffchen. Auf dass diese Liebe ewig halte!

Niels-Peter: Ein Hansdampf in allen Gassen – diese Bezeichnung trifft ziemlich gut auf den fröhlichen und immer aktiven Niels-Peter Jensen zu, der meist gleich mehrere Eisen im Feuer hat. In den letzten zwanzig Jahren reiste Niels als Profisportler um die ganze Welt.

Niels-Peter

Ein Hansdampf in allen Gassen – diese Bezeichnung trifft ziemlich gut auf den fröhlichen und immer aktiven Niels-Peter Jensen zu, der meist gleich mehrere Eisen im Feuer hat. In den letzten zwanzig Jahren reiste Niels als Profisportler um die ganze Welt. Einen Namen gemacht hat sich der Extremsportler mit waghalsigen Nummern, die er im TV zeigte. Seit 2015 ist er mit seinen eigenen Formaten ManMade, Extreme und Extreme Jobs bei ProSieben MAXX zu sehen. Neben seiner Leidenschaft für Extremsport und Adrenalin entdeckte er auch sein Faible für Design. Unter dem Namen NPJ-Designs konzipiert er Motorräder, Fahrräder, Mode und Wohnaccessoires. Auch er stellte eines seiner Bikes auf der CUSTOMBIKE-SHOW aus. Natürlich ist Niels auch tätowiert und neben einer Jugendsünde präsentierte er uns ein noch ganz frisches Tattoo, das besser nicht passen könnte: »Die Zukunft gehört den wenigen von uns, die immer noch bereit sind, sich die Hände schmutzig zu machen.«
 

Katharina ist Chefredakteurin des Custombike-Magazines und kennt die Szene wie ihre Westentasche.

Katharina

Katharina ist Chefredakteurin des Custombike-Magazines und kennt die Szene wie ihre Westentasche.

»Die Begriffe, die ich im Zusammenhang mit Motorrädern am meisten höre, sind Freiheit und Individualität. Und schwupps gelingt mir eine galante Überleitung zum Thema Tattoos, denn auch die symbolisieren in ihrem Ursprung kaum was anderes. Früher hoben sich die Rocker mit Bekenntnissen zu Club oder Motorradmarke unter der Haut vom bürgerlichen Spießertum ab, heute machen es Customizer und Szenejungs ihnen nach. Bunte Liebe zum Handwerk und zu Werkzeugen, zur eigenen Custombude, Freundschaftstattoos, gestochen auf gemeinsam besuchten Events – die Custom-Tattoo-Gemeinschaft bietet die komplette Bandbreite. Auch ich hing auf einem englischen Treffen schon zusammen mit Leuten, die ich gerade erst kennengelernt hatte, beim Event-Tätowierer fest, unbezahlbare Erinnerungen an unübertroffene Freundschaft innerhalb unserer Szene. Erstaunlich bei der ganzen Sache finde ich vor allem, dass heute selbst Marketingspezialisten, Vertriebsleiter und ähnlich hohe Tiere bei großen, seriösen Mopedunternehmen ungeniert tätowiert sind. Das hätte es früher nicht gegeben. Ist also irgendwer in der Motorradszene nicht tätowiert? Natürlich – die Fahrer von Langweiler-Serienbikes, die erkennt man an reiner Haut.« 


Seit 13 Jahren findet Anfang Dezember im ostwestfälischen Bad Salzuflen eine riesige Messe für Motorradumbauten, so genannte Custombikes, statt. Die CUSTOMBIKE-SHOW ist weltweit die größte ihrer Art und ihr Ruf ist legendär.

CUSTOMBIKE-SHOW

Seit 13 Jahren findet Anfang Dezember im ostwestfälischen Bad Salzuflen eine riesige Messe für Motorradumbauten, so genannte Custombikes, statt. Die CUSTOMBIKE-SHOW ist weltweit die größte ihrer Art und ihr Ruf ist legendär. Für viele Händler und auch Szenegänger ist die Messe das Highlight des Jahres und ein würdiger Jahresabschluss, bevor es dann besinnlich werden kann. Rund 32 000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Mit vier Messehallen, 28 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 300 Ausstellern und annähernd 1000 radikal umgebauten Motorrädern aus aller Herren Länder bleibt die Veranstaltung Pulsmesser für Umbautrends und ein Pflichttermin für alle, die auf Bikes fern ab vom Mainstream stehen. 2018 geht’s in Runde 14, neben lauter schönen Custombikes trifft man vom 30. November bis 2. Dezember 2018 ganz sicher auch wieder auf volltätowiertes Publikum, das starke Geschichten zu erzählen hat.

www.custombike-show.de
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Stand:21 June 2018 10:13:06/szene/tattoos+aus+purer+laune_171212.html