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Tätowierer Alex Wild über Traditional-Sleeves

19.04.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Alex Wild
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Tätowierer Alex Wild über Traditional-Sleeves
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Wir sehen auf Instagram, in Magazinen und auf Tattooconventions die tollsten Motive, Inspirationen für das eigene Tattoovorhaben gibt es en masse auf dem Silbertablett. Doch wie entstehen größere Konzepte wie ganze Sleeves? Tätowierer Alex Wild verrät euch, worauf es bei Traditional-Sleeves ankommt und welche Möglichkeiten es bei der Umsetzung gibt.
Tätowierer Alex Wild über Sleeves

Wenn ein Kunde mit dem Wunsch zu dir kommt, dass du ihm einen Sleeve machst, wie gehst du dann vor?
Erst einmal finde ich raus, wohin die Reise geht. Die Motive sind erstmal sekundär. Welche Aussage möchte derjenige rüberbringen? Romantisch, vintage? Übertrieben, durchgeknallt? Naiv, anatomisch?

Worin bestehen die häufigsten Schwierigkeiten bei Planung und Umsetzung?
Bestimmte Designs eignen sich für bestimmte anatomische Stellen, für andere wiederum nicht. Die Schwierigkeit besteht bei einem Sleeve darin, in Bezug auf Farben, Formen und Silhouetten eine runde, stimmige Gesamtcollage zu erstellen.

Bei Traditional-Sleeves gibt es die Möglichkeit, die Lücken zwischen den Motiven zu füllen oder frei zu lassen. Was sagt dir mehr zu und warum?
Auf jeden Fall sollte jedes Motiv für sich stehen. Konzeptionell mit Hintergrund zu arbeiten, wirkt meiner Meinung nach schnell kindlich und comichaft.

Tätowierer Alex Wild über Traditional-Sleeves

Welche Tipps hast du, wenn sich ein Kunde für die Variante der Lückenfüllung entscheidet? Welche Möglichkeiten gibt es da ?
Wolken oder Punkte und Sterne sind der Klassiker. Ich persönlich finde es am coolsten, die Lücken mit einen Thema zu schließen, zum Beispiel mit Spinnennetzen.

Wenn die Lücken zwischen den Motiven frei bleiben sollen, worauf ist zu achten?
Das ist Königsdisziplin. Es gibt Grundregeln, die sich in erster Linie daraus ergeben, wo man stapelt, wo man lange Motive verwendet und so weiter. Das kann man gar nicht mal eben kurz erklären, das nachzuvollziehen, da bedarf es eines genauen Studiums und jahrelanger Erfahrung.

Wenn zu dem einen Tattoo am Arm immer mehr Motive kommen und es später ein harmonisches Gesamtbild geben soll, was rätst du?
Ich lege Motive immer so an, dass sie sowohl allein für sich als auch harmonisch im Sleeve stehen können.

Wie wichtig findest du es, dass die Motive thematisch zusammenpassen?
Ich finde, es muss einfach passen, sich ergänzen. Yin und Yang, gut und böse, schön und hässlich, statisch und dynamisch und so weiter.

Tätowierer Alex Wild

Alex Wild betreibt gemeinsam mit Christian Otto das Tattoostudio Take It Easy in Stuttgart. So findet ihr ihn im Netz: @alexwildtattoo, www.alexwildtattoo.com


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