Sommersprossen-Tattoos liegen voll im Trend

05.10.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Boris Glatthaar, @CM_Photo_Grapher (Instagram)
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Sommersprossen-Tattoos liegen voll im Trend
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Niedliche Pigmentfleckchen, die auf Nase und Wange tanzen, geben einen natürlichen und frechen Look. Sommersprossen liegen schwer im Trend und wer keine hat, hilft eben nach – längst nicht mehr nur mit einem Augenbrauenstift. Sommersprossen-Tattoos sind jetzt auch in Deutschland Trend!
Für so manch einen sind sie der wahre Fluch: kleine, hellbraune Sprenkel auf Nase und Wangen, die sich gerne noch vermehren, sobald die ersten Sonnenstrahlen unser Gesicht kitzeln. Bei Sommersprossen – manchmal sogar liebevoll Sonnenküsschen genannt – scheiden sich die Geister. Ob man welche hat oder nicht, das sucht man sich nicht aus, und selten sind sie obendrein. Viele Sommersprossenträger können leider ein Lied von Hänselein singen und haben in ihrem Leben schon vieles ausprobiert, um die Pünktchen loszuwerden. Doch das Blatt hat sich gewendet: Sommersprossen liegen im Trend, sind heiß begehrt – nicht zuletzt, weil nicht jeder welche hat. Weder wie viele davon das Gesicht zieren, noch ob wir überhaupt welche der kleinen Pigmentpünktchen bekommen, können wir so richtig beeinflussen. Bis jetzt! Wer keine Sommersprossen hat, hilft mittlerweile nämlich nach und greift zu weit drastischeren Maßnahmen als zum hellbraunen Augenbrauenstift: Die konsequente Lösung heißt Sommersprossen-Tattoo. Ja, richtig gehört. Sommersprossen werden mittlerweile tätowiert und der Trend ist längst in Deutschland angekommen und sogar in aller Munde.

Cosmetic-Tattoo-Artist Janine van Holloway (rechts) hat auf der  Dortmunder Tattooconvention Besucherin Janina das neue Trend-Tattoo verpasst und stach ihr dutzende kleine Sommersprossen ins Gesicht. Was hier noch sehr gerötet und dunkel aussieht, verwandelt sich binnen einer Woche in natürliche, milchkaffeebraune Sommersprossen. Zwar wird bei den Sommersprossen auch wie bei einem Tattoo pigmentiert, allerdings handelt es sich dabei viel mehr um ein Permanent-Make-up, das nach dem Abheilungsprozess – wenn es gut gemacht ist – überhaupt nicht mehr nach Tattoo aussieht.

Als vor etwas mehr als einem Jahr der Beitrag über Sommersprossen-Tattoos im Netz viral ging und auch in unserer Facebook-Timeline landete, waren wir skeptisch, belustigt und schlussfolgerten dann: »Jetzt ist alles zu spät. Eben sind sie völlig übergeschnappt!« Das Thema poppte immer wieder mal auf und es war ja nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier in Deutschland verrückte – oder mutige – Mädels finden, die den Trend mitmachen wollen. Vielleicht wird die Sache mit den Sommersprossen-Tattoos verständlicher, wenn man sich erstmal etwas vom Begriff »Tattoo« löst und die kleinen Fake-Sprossen als das sieht, was sie tatsächlich sind: eine Form des Permanent-Make-ups. Denn, dass sich Frauen seit Jahren einen künstlichen Lidstrich, Lippenkonturen oder Augenbrauen pigmentieren, sprich tätowieren lassen, ist schließlich auch zum Normalzustand geworden.
Doch weshalb gehen Frauen jetzt noch einen Schritt weiter und lassen sich Sommersprossen tätowieren? »Weil ich Sommersprossen einfach wunderschön finde und es ganz schade finde, dass ich von Natur aus keine eigenen habe«, erzählt Janina, die sich gerade erst auf der Dortmunder Tattooconvention Sommersprossen tätowieren ließ und uns damit unter den vielen Besuchern direkt aufgefallen ist.

Der neue Permanent-Make-up Trend!


Wir nutzten die Chance und sprachen mit Janina über ihre neueste Errungenschaft. Wir wollten wissen, ob sie sich nicht davor sorge, in ein paar Jahren keine Lust mehr auf Sommersprossen zu haben? »Nein, eigentlich nicht. Ich bin ja auch tätowiert, also ist mir das mit der Dauerhaftigkeit nicht fremd. Und ich sehe es außerdem so, die Sommersprossen sind ja jetzt nicht mit einer tiefen und plakativen Tätowierung zu vergleichen. Es handelt sich dabei um ein Permanent-Make-up, das ohnehin noch verblasst«, sagt Janina kurz nach der Sommersprossen-Tattoosession gelassen. Tatsächlich ist der Ausgangspunkt hier ein ganz anderer: Wo es bei der klassischen Tätowierung darum geht, ein plakatives Kunstwerk deutlich sichtbar auf die Haut zu zaubern, das als solches zu erkennen ist, geht es bei den Sommersprossen – wie auch bei anderem Permanent-Make-up – darum, einen natürlichen Look zu kreieren. Es soll schließlich so aussehen, als wären die Sonnenküsschen schon immer dort gewesen. Das Thema wurde laut und kontrovers diskutiert und vor allem belächelt. Doch für Janina war das Thema nie kritisch, denn sie wünschte sich schon als kleines Mädchen Sommersprossen.



Im Vergleich zum herkömmlichen Tätowieren beschreibt Janina den Vorgang als angenehmer. »Ich bin sowieso nicht wirklich schmerzempfindlich, aber es war nicht wild. Es hat vielleicht an zwei Stellen ein bisschen gezwickt, aber das war’s schon.« »Im Prinzip wird pigmentiert wie bei einem normalen Tattoo. Die Farbe wird mit der Nadel in die Haut gebracht. Direkt danach ist die Haut noch sehr rot, die Punkte sind dunkel. Der ganze Look wird natürlich noch viel, viel softer«, erklärt uns Janine van Holloway, Inhaberin von Queenline Contour, die auf der Dortmunder Convention Janina Sommersprossen tätowierte. Cosmetic-Tattoo-Artist Janine macht seit vier Jahren Frauen glücklich. Sie ist Expertin in Sachen Permanent-Make-up, seien es Lippenkonturen, permanente Lidstriche oder Augenbrauen – und nun eben auch bei Sommersprossen.
Bevor Janine die Punkte unter die Haut brachte, wurde erstmal aufgemalt. So konnte sich Kundin Janina erstmal ein Bild vom späteren Ergebnis machen. Am Ende wurden dann sogar an Kinn und Stirn noch weitere Pünktchen zum Gesamtbild hinzuaddiert. Auch sprachen die beiden im Vorfeld sorgfältig über die Dicke der einzelnen Punkte, die genaue Farbnuance und Anordnung. Auch wenn es sich hier mehr um ein dezentes Permanent-Make-up handelt, will gut überlegt sein, wo nun die Sprossen sprießen. Ob Janina nach dem Aufzeichnen erstmal kalte Füße bekommen habe? »Keine Spur, ich habe mich einfach gefreut. Wie seit Tagen schon!«

Abgestimmt auf Haut- und Haarfarbe


Die Farbe wird vorher unter Berücksichtigung des Hauttyps abgestimmt. Hier ist Obacht geboten: Greift man ins falsche Töpfchen, ist der natürliche Sommersprossen-Look Geschichte und selbst der größte Laie erkennt den Schwindel. Wer also nicht aussehen will, wie Pippi Langstrumpf an Fasching, sollte sich hier wirklich sehr gut beraten lassen.
Die Farbe, die für Janinas Sommersprossen ausgewählt wurde, heißt Eiscafé. »Es handelt sich hierbei um einen soften Braunton, ich wähle ihn abgestimmt auf Hautfarbe, Haarfarbe und Augenfarbe. Herauskommen soll später, wenn alles abgeheilt ist, ein ganz zartes Milchkaffee-Braun.«
Sieht man die Sommersprossen nachdem sie ganz frisch gestochen wurden, zuckt man erstmal etwas zusammen: Hat das Mädchen einen ungünstigen Ausschlag, ist es besagte Pippi-Langstrumpf-Faschingsschminke oder hat sie etwa frisch tätowierte Sommersprossen? Zugegeben – wäre uns Janina bei Rewe an der Kasse begegnet, wäre uns letztere Schlussfolgerung sicher nicht sofort in den Sinn gekommen. Da wir sie aber auf der Tattooconvention in Dortmund trafen, ahnten wir gleich, was los ist.

Cosmetic-Tattoo-Artist Janine van Holloway (rechts) hat auf der  Dortmunder Tattooconvention Besucherin Janina das neue Trend-Tattoo verpasst und stach ihr dutzende kleine Sommersprossen ins Gesicht. Was hier noch sehr gerötet und dunkel aussieht, verwandelt sich binnen einer Woche in natürliche, milchkaffeebraune Sommersprossen. Zwar wird bei den Sommersprossen auch wie bei einem Tattoo pigmentiert, allerdings handelt es sich dabei viel mehr um ein Permanent-Make-up, das nach dem Abheilungsprozess – wenn es gut gemacht ist – überhaupt nicht mehr nach Tattoo aussieht.

»Der Abheilungsprozess ist ganz normal wie bei jedem anderen Tattoo: Nach einer Woche etwa kommt die eigentliche Farbe raus und bei den Sommersprossen ist dann auch die Heilung schon abgeschlossen, da die Gesichtshaut eben nachfettet geht das schnell. Das darf man nicht mit Stellen wie dem Oberarm oder dem trockenen Schienbein vergleichen«, klärt uns die Expertin auf.
Sommersprossen-Tattoos sind auch in Deutschland schon länger ein Thema. »Ich würde sagen, der ganze Spaß hat 2015 in den USA angefangen. Bis der Trend dann zu uns rübergeschwappt ist, hat es gut ein Jahr gedauert. Seit einem dreiviertel Jahr geht’s hier in Sachen Sommersprossen rund. Im Monat habe ich zwischen drei und vier Kunden und es werden immer mehr«, erzählt Janine. Ganz so mir nichts, dir nichts sticht die Expertin aber keine Sommersprossen. »Es gibt einen Haufen Anfragen und es kommt zu vielen Vorzeichnungen. Wenn ich aber merke, dass die Kundin nicht bereit ist oder vielleicht gerade nur mal ’nen Flips im Kopf hat und sagt ›Ich will das jetzt unbedingt haben!‹, dann sag ich ihr, sie soll da mal noch ein paar Monate drüber nachdenken und dann können wir das gerne immer noch machen.«
Was der neuen, stolzen Trägerin an ihrem Sommersprossen-Look besonders gefällt? »Es sieht frech, jung und niedlich aus – es gefällt mir einfach. Jetzt freue ich mich tierisch auf das Endergebnis.«


Kontakt:
Queenline Contour
Lifestyle Passage
Peter-Breuer-Straße 17
08056 Zwickau
Facebook: @queenline.contour

 
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Stand:17 October 2018 03:30:04/szene/sommersprossen-tattoos+liegen+voll+im+trend_178.html