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Makani Terror

20.03.2008  |  Text: Dirk-Boris  |   Bilder: Frank Dursthoff (SUGAPIX)
Makani Terror
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Makani, Piercerin im Amazon Tattoo Studio, ist eine bemerkenswerte und auffällige Erscheinung. Wie viele extrem Tätowierte musste auch Makani schon die Erfahrung machen, dass ihr Leben durch ihre Tattoo-Leidenschaft nicht gerade einfacher wird …
Makani, Piercerin im Amazon Tattoo Studio, ist eine bemerkenswerte und auffällige Erscheinung. Wie viele extrem Tätowierte musste auch Makani schon die Erfahrung machen, dass ihr Leben durch ihre Tattoo-Leidenschaft nicht gerade einfacher wird – aber wer hat denn schließlich behauptet, dass der einfache Weg auch immer der beste ist?

Die völlig zutätowierte Makani
Sexy! Mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung hat es Makani auf das Cover der TM April Ausgabe geschafft.


Dass Frauen so extrem tätowiert sind wie Du, ist immer noch eine Seltenheit – wie oft wirst Du auf Deine Tattoos angesprochen?
Eigentlich schon ziemlich oft. Ich kann kaum am Wochenende weggehen ohne angesprochen zu werden. Viele wollen Tipps für ihre Tattoos oder fragen einfach nur freundlich was es mit meinen auf sich hat. Für viele der älteren Generation ist das heutzutage immer noch unmöglich, dass Menschen so rum laufen dürfen und die regen sich dann auch schon mal lautstark darüber auf.
 
Wolltest Du von Anfang an so stark tätowiert sein oder war es am Anfang wie bei den meisten auch nur der Wunsch nach einem einzigen, kleinen Tattoo?
Ich hab mir mit 13 das erste Tattoo stechen lassen und hab da schon kein Ende gesehen. Ich hab mir schon damals einen indirekten Plan gemacht wie das Gesamtbild aussehen soll. Dieser Plan hat sich im Laufe der Zeit in Richtung Motivauswahl zwar mehrmals geändert, aber nie in der Quantität. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Aussage: »Tattoos machen süchtig!« schon irgendwie stimmt. Für mich können es gar nicht genug bunte Bilder auf der Haut sein.

Sexy Vamp mit zahlreichen Tattoos
Solche Bilder »muss« man sich beim TM während der Arbeitszeit anschauen …


Kannst Du Dich noch daran erinnern, wie Du Dich bei Deiner allerersten Tätowierung gefühlt hast?
Ja klar. Es war ein sehr aufregendes Gefühl, zwischen panischer Angst dass meine Eltern das raus bekommen und euphorischer Freude über das erworbene Bild. Damals war ich ja wie schon zuvor gesagt erst 13 Jahre und hatte keine Einverständnis meiner Eltern. Das Tattoo, ein Schriftzug »PUNXS 4ever«, wurde dann von einem Bekannten an meinem rechten Knöchel gestochen. Das hieß dann für mich die nächsten Jahre keine kurzen Hosen oder Röcke mehr zu tragen.

Wie gings weiter, ab wann wusstest Du dass Du »weiter sammeln« möchtest?

Die Sammelleidenschaft entfachte eigentlich schon nach dem ersten Kunstwerk auf meiner Haut. Ich hatte so viele Pläne und bin im Nachhinein froh, nicht alle umgesetzt zu haben. Es waren schon einige Motive dabei, die ich dann leichtfertig auf der Haut verewigt gehabt hätte, wie z.B einen Grabstein auf dem Oberarm, der von der aufgeplatzten Haut leicht verdeckt würde. Dort sollte mein Geburtsdatum eingraviert sein und das Todesdatum offen sein. Würde ich mir heute niemals machen lassen. Oder ich wollte mit 16 unbedingt ein Tattoo auf dem Hinterkopf haben. Ja, so was wie jugendlichen Leichtsinn gibt es schon. Ich kann allen Tattoo-Willigen nur raten sich die Motive gut zu überlegen.

Checkt Makani in der neuen Tattoo Erotica aus!
Wenn euch die Bilder von Makani gefallen solltet ihr in die neue Tattoo Erotica schauen – dort zeigen wir sie beim Kuscheln mit ihrer Freundin Sue-X-ess.


Viele Tattoo-Pläne konnte ich die ersten Jahre noch gar nicht umsetzten. Ich hab noch zu Hause gewohnt, in einem doch eher konservativen Umfeld. Da ich schon seit meiner Kindheit zum Leidwesen meiner Mutter ein absoluter Querschläger war, hätte ich Arm-Tattoos z.B niemals verstecken können, ohne dass das meine Mutter mitbekommen hätte. Dann folgte eine kurze Ausbildung als Fotografin, Berufsfachschulen in Wirtschaft und Sozialpflege und dann Abitur. Da hatte ich kaum Zeit mich mit meinen Tattoos weiter zu entwickeln. Nach dem Abi ging es dann allerdings weiter. Mein rechter Arm, der Biomechanik-Sleeve entstand. Einige Rückenmotive entstanden und viele kleine weitere folgten. Zwischenzeitig begann ich ein Studium der Geschichte und Philosophie. Allerdings fand ich bei all den vielen beruflichen Dingen, die ich ausprobiert hatte, nie meinen Seelenfrieden. Ich gab viel für meine Träume und Vorlieben auf, schmiss das Studium und konzentrierte mich nur noch auf Dinge, die mich glücklich machten.

Heute arbeite ich in einem Tattoo Studio bei Amazon Tattoo in Oberhausen und hab ehrlich gesagt noch weniger Zeit mich weiter verschönern zu lassen. Nur hab ich den Vorteil gegenüber vielen andern Menschen, dass ich einen Beruf, den der Piercerin, ausüben darf, der mir einerseits noch sehr viel Spaß macht und mir auch noch erlaubt so zu sein wie ich bin – halt ein verrückter bunter Vogel.
 
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