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Impericon Never Say Die! 2017

26.01.2018  |  Text: Fabienne Anthes  |   Bilder: Andreas Bradt
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Impericon Never Say Die! 2017
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Auch dieses Jahr bietet die »Impericon Never Say Die!«-Tour ein überbordendes Line-up von Metalcore bis Hardcore-Punk und schickt ein fettes Package von sieben Bands auf vierundzwanzig Stationen durch Europa.
Bereits zum elften Mal veranstaltete das Leipziger Streetwear- und Bandmerchandise-Label Impericon die »Impericon Never Say Die!«-Tour und schickte dieses Mal sieben Core-Bands durch vierundzwanzig Clubs in ganz Europa. Musikalisch wird in jedem Jahr die Crème de la Crème aus den Bereichen Metal- und Deathcore, Post-Hardcore, Emocore und Hardcore-Punk aufgefahren – diesmal die Bands Lorna Shore, Polaris, Kublai Khan, Sworn In, Chelsea Grin sowie die Headliner Deez Nuts und Emmure. Den Konzertgängern wurde hier somit zwar ein fettes Package geboten, jedoch resultiert das Bandaufgebot logischerweise in meist nur halbstündigen Sets, was leider dazu führte, dass immer, wenn eine Band sich eingespielt hatte und das Publikum sie feierte, das jeweilige Set bereits vorbei war. Dank der professionellen Crew des Schlachthofs Wiesbaden waren die Umbaupausen zwischen den Bands allerdings extrem kurz und der Sound gut.

Dass Shouter Jamie Hails von »Polaris« einen australischen Akzent hat, konnte man bei dem Metalcore-Getrümmer leider nicht raushören.

Den undankbaren Job des Openers hatte an diesem Abend die Deathcore-Formation Lorna Shore aus New Jersey, die diesen Januar ihr neues Album »Flesh Coffin« veröffentlichen werden, aus dem sie während ihres Gigs bereits viele neue Songs präsentierten. Da die Veranstaltung früh angesetzt war, starteten Lorna Shore um Viertel vor sechs noch vor einer fast leeren Halle, schienen jedoch unbeeindruckt und prügelten von der ersten Sekunde an mit vollem Einsatz Deathcore mit erdigem Sound und deutlichen Einflüssen aus Death- und Progressivmetal.

Polaris-Drummer Daniel Furnari macht der Gig sichtlich Spaß.

Zur Freude der Fans melodischer Refrains und klarer Hook-lines betrat als zweites die australische Kombo Polaris die Bühne. Zwei Sänger boten abwechselnd Screamo- und Clean-Gesang und die Musiker progressiven und technisch beeindruckenden Metalcore mit dichtem Soundgerüst. Die extrem jungen, attraktiven Musiker verzückten zudem die Damen im Publikum, und das, obwohl sie der Minderheit der Nichttätowierten angehören. Denn sowohl auf der Bühne wie auch im Publikum sind fast alle Anwesenden übermäßig stark tätowiert – natürlich ein Spiegel einer schon immer extrem tattooaffinen Szene.

Basser Eric English der texanischen Hardcore-Kombo Kublai Khan schüttelt sein Haar.

Die dritte Band des Abends, die texanischen Hardcorepunker Kublai Khan, benannt nach dem Enkel Dschingis Khans, saugte dann förmlich die nun geballt eintreffenden Menschenmassen mit ihrem monotonen, kraftvollen Geballer in die Halle und direkt vor die Bühne. Dann ging es Schlag auf Schlag: Schon betraten Sworn In aus Illinois die Bühne und boten Deathcore mit New-Metal-Einflüssen. Mit ihrem Sound und ihrer bockigen Anti-Attitüde trafen sie die anwesenden Emo-Fans direkt in ihre schwarzen Herzchen. Danach übernahmen Chelsea Grin aus Salt Lake City und walzten mit ihrem brutalen Deathcore jede Art von zuvor entstandener Emo-Stimmung nieder. Zusätzlich zu den wummernden Blast-Beats boten sie episches Gitarrengefuddel und brachten endlich den Moshpit zum Kochen.

Publikumsliebling Deez Nuts

Die Hardcore-Punker »Deez Nuts« aus Sydney wurden von ihrer Fangemeinde total abgefeiert.

Dann betritt der Publikumsliebling des Abends die Bühne: Die australische Kultband Deez Nuts begeistert das Publikum mit gefälligem Hardcore-Punk und wird völlig abgefeiert. Zuletzt spielt Haupt-Headliner Emmure bis zur totalen Erschöpfung satten Metalcore mit Nerd-Faktor und dissonanten Zwischentönen, kann aber die Begeisterung für Deez Nuts nicht übertreffen. Als Fazit kann man sagen: Natürlich passiert bei der INSD-Tour nichts sensationell Neues im Vergleich zu den vorigen Jahren, aber wer Lust hat, sich zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis ordentlich die Gehörgänge durchpusten zu lassen, kann bei dieser Core-Institution nichts falsch machen.

Damit keiner der Musiker verwechselt, wo auf der Tour er sich gerade befindet, hat das Team vom Schlachthof Wiesbaden ein praktisches Infoschild am Bühnenaufgang befestigt.

Chelsea Grin


Alex Koehler von Chelsea Grin steht am Merchandise-Stand und lächelt entkräftet.

Alex Koehler steht am Merchandise-Stand und lächelt entkräftet – seine Band Chelsea Grin und er seien fix und fertig, berichtet er. Kein Wunder, denn nachdem alle Bands am Vortag nach Frankfurt am Main eingeflogen wurden, mussten sie direkt in den Tourbus umsteigen, der sie nach Hamburg zur ersten Tourstation brachte. Nach dem Gig ging es dann direkt per Bus wieder zurück nach Wiesbaden. Während er so erzählt, wirkt Alex einfach nur charmant, bescheiden und fast schon schüchtern, völlig gegensätzlich zu seinem extrovertierten Bühnenauftreten, bei dem er völlig aus sich rausgeht, bis zum Steinerweichen schreit und growlt. Nun muss Alex Shirts verkaufen, Fans möchten Selfies mit ihm. Es sei ja auch schön, selbst das Merch zu verkaufen, denn da habe man Kontakt zum Publikum und bekomme Feedback, sagt er. Ein mildes Lächeln, dann geht’s weiter.

Alex Koehler von Chelsea Grin on stage.
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Stand:25 April 2019 09:49:54/szene/impericon+never+say+die+2017_171213.html