Hausmarke: Das Capri-Eis von Castor Raubadler

20.07.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: Castor Raubadler (Tattoo-fotos), Stefan Tautz (Porträt)
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Hausmarke: Das Capri-Eis von Castor Raubadler
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Eine Motividee in zig Variationen. Langweilig? Das Gegenteil ist der Fall. Mittlerweile haben zahlreiche Tätowierer sogenannte Signature-Tattoos, also Motive, die zu ihrem Markenzeichen, ihrer Hausmarke wurden. So auch Castor Raubadler von Sorry Mom in Braunschweig, der mit seinen CastorGelato seine Leidenschaft für Capri-Eis in der Kindheit feiert
Was soll es sein? Lieber ein Eis am Stil oder in der Waffel? Für den Braunschweiger Tätowierer Castor Raubadler war in seiner Kindheit die Antwort klar, er war bekennender Stileisesser. Vor allem die Sorte Capri stand ganz oben auf der Liste seiner Lieblingseissorten. Während seine gleichaltrigen Kumpel eher zu Cornetto in der Waffel griffen, war für ihn der eiskalte Shit das Orangeneis. Bei der Wahl nicht unerheblich war der Fakt, dass er zum Preis eines Cornettos zwei Capri-Eis bekam. Masse trumpft bei einem Achtjährigen.



Bei der Motivserie »CastorGelato« hält der Tätowierer der Eissorte Capri die Treue, wegen seiner Lactoseintoleranz verzichtet er heute weitestgehend auf deren Genuss. Bei den Tattoos hält er entweder die Grundform des Eises bei, löst es aber auch zugunsten des Motivs auf. Feste Bestandteile des Konzepts sind immer der Stiel und die abgebissene Ecke. Manchmal kommen auch Kunden mit ihrer persönlichen Eis-am-Stil-Idee zu ihm, bevorzugt tätowiert er jedoch seine eigenen Zeichnungen und sieht sich da in der klassischen Tätowiertradition, dass der Kunde ein Motiv aus dem Vorlagenbuch des Tätowierers wählt. 



Alles fing mit zwölf Wanna-do-Zeichnungen an, sie waren eher als Gag für Lücken gedacht. Die genaue Anzahl, wie viele er mittlerweile davon im Traditional-Stil gestochen hat, weiß er jedoch nicht. 
Die Ideen gehen ihm offensichtlich nicht aus, aus seinem Ordner können die Kunden eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Motive wählen. Die Bandbreite reicht von Tattooklassikern wie das Rock-of-Ages-Motiv über poppige Zeichentrickfiguren wie Homer Simpson bis hin zu sexuell eindeutigen Fellatio- beziehungsweise Cunnilingus-Szenen – alles Variationen von Eis am Stiel. 



»Das Konzept ist meiner Meinung nach ein sehr zeitgenössisches. Wir schauen doch alle gerne Filmserien und ich behaupte mal, dass ich mich mit CastorGelato noch in der ersten Staffel befinde«, erklärt der Tätowierer. Um im Bild zu bleiben: Innerhalb der Serie wird es noch viele Folgen geben, einige Charaktere wird er weiterentwickeln, andere werden rausfliegen.

Mittlerweile ist der 33-Jährige ein richtiger Serienjunkie und arbeitet an zwei neuen Hausmarken: Die eine mit Garfield-Motiven (der Kater taucht bereits in seiner Gelato-Serie auf) und die andere, noch ganz am Anfang stehende, ist eine mit Bulldog-Motiven. »Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die sich für die Gelatos interessieren. Was sie in meinen Augen alle haben, ist der richtige Humor«, findet er.



Castor Raubadler
Sorry Mom
Güldenstraße 6
38100 Braunschweig
IG: castorraubadleroriginalo

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Stand:19 November 2018 10:02:26/szene/hausmarke+das+capri-eis+von+castor+raubadler_18613.html