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BMXnet Seminar 2008

29.08.2008  |  Text: Heiko  |   Bilder: Heiko, Trust Mannheim
BMXnet Seminar 2008
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Drei Tage Austausch, Weiterbildung und Fun – Ohne den auf Conventions vorherrschenden Trubel und unter Ausschluss der Kundschaft, trafen sich Piercer, Tätowierer und Bodymod-Artists, um ihr Wissen zu teilen und sich weiterzubilden.
2007 war das erstmalig veranstaltete BMXnet Seminar mein persönliches Szene-Highlight des Jahres. Ohne den auf Tattoo-Conventions vorherrschenden Trubel und unter Ausschluss der Kundschaft, trafen sich dort Piercer, Tätowierer und Bodymod-Artists, um ihr Wissen zu teilen und sich weiterzubilden. Positives Feedback der Teilnehmer und zahlreiche Interesse-Bekundungen leiteten das Orga-Team in Richtung: größer, besser und professioneller. Aber konnte das diesjährige Seminar den hohen Ansprüchen des Vorjahres wirklich gerecht werden?


Samppa von Cyborg und seine Bühnenpartnerin

Samppa von Cyborg und seine Bühnenpartnerin schafften es mit ihrer Performance selbst abgebrühte Piercer zu schocken.


Die Antwort auf diese prekäre Frage gleich zu Anfang ist ein klares »Jein.« Das Seminar vom 25. bis zum 27. Juli 2008 hat gegenüber dem in 07 einige positive Aspekte eingebüßt, konnte jedoch in anderen Bereichen Weiterentwicklungen präsentieren. Der wohl gewichtigste Schritt nach vorne, in gewisser Weise aber auch zurück, war wohl die Wahl der Location. Vor, weil in der Vlyner Kulturhalle wesentlich mehr Leute Platz fanden als letztes Jahr im Unperfekthaus (Essen) – es waren über 250 Teilnehmer da, ein Plus von 100 Leuten, zurück, weil die Veranstaltung so einige Abstriche in puncto Charme, Intimität und Atmosphäre verkraften musste.

Tätowierer und Piercer bei der Weiterbildung
Weiterbildung: Die Vorträge wurden stets mit großem Interesse verfolgt. Nicht selten wurde mitgeschrieben.


Die Kulturhalle bot im Gegensatz zum verwinkelten Unperfekthaus, mit seinen zahlreichen Ruhezonen, kaum Rückzugsmöglichkeiten. Während der Pausen wich man also auf den, an der Hauptstraße liegenden, Vorplatz aus und offenbarte so den kulturgeschockten Kleinstädtern Tattoos, Piercings und Bodymodifications in nie da gewesenen Ausmaßen. Auch die Verpflegung war – zumindest für die nicht zu unterschätzende Anzahl an Vegetariern unter den Teilnehmern – nicht zu vergleichen mit der umfangreichen und kreativen Verköstigung im Unperfekthaus.

Shawn Barber hielt einen Portrait Workshop für TätowiererSteve und Art Godoy demonstrierten den Bau von Tattoo-Maschinen
Die Tätowierer-Workshops: Shawn Barber demonstrierte seine Vorgehensweise bei der Portrait-Malerei, während Steve und Art Godoy ihre Schüler in die Geheimnisse von Bau und Einstellung von Tattoo-Maschinen einführten.


Die Abgeschiedenheit Vlyns entwickelte sich zu einer Mehrbelastung des Orga-Teams: die dieses Jahr noch zahlreicher vertretenen internationalen Gäste und Referenten mussten teils weit entfernt abgeholt werden. Glücklicherweise wurde der Weg zu den beiden nahliegenden Hotels durch Shuttle-Busse erleichtert, welche die Teilnehmer für einen Euro pro Fahrt morgens und abends chauffierten.

Piercer OL aus Mannheim demonstrierte Einsatz-Techniken von Microdermals
OL aus Mannheim demonstrierte Einsatz-Techniken von Microdermals. An Freiwilligen Test-Personen mangelte es nicht.


Das schwüle Wetter sorgte für unangenehme Temperaturen im nicht-klimatisierten Gebäude, was nicht nur den, an Klimageräte gewöhnten, Amerikanern zu schaffen machte, sondern an der Konzentrationsfähigkeit vieler Teilnehmer nagte. Konzentration war aber angebracht, denn auch dieses Jahr war der Stundenplan straff organisiert und bis zum Rand gefüllt mit informativen und fundierten, gewiss aber nicht leicht verdaulichen Fach-Wissen-Happen. Die Piercing-Fraktion hatte die Gelegenheit sich in Vorträge wie: »Studio Setup«, »Freihand Piercing« oder »Scarification-« und »Microdermal Grundlagen« weiterzubilden, die Tätowierer, die ziemlich genau ein Drittel der Teilnehmer stellten, lauschten Vorträgen wie: »Die Ursprünge des Tätowierens«, oder »Tätowierfarben-Technologie«. Letzteres gehalten vom Diplom Ingenieur Michl Dirks, der auf Anregung des TM auf dem Seminar referierte.

Richter Hans-Werner Röhling klärte über die Rechtslage im Bereich Tattoo und Piercing auf
Richter Hans-Werner Röhling klärte, wie schon im letzten Jahr, über die Rechtslage im Bereich Tattoo und Piercing auf.


Daneben gab es eine Vielzahl an Vorträgen die für beide Berufsgruppen von Interesse waren: So veranschaulichte der Diplom Fotograf Nils Böhme in seinem Seminar beispielsweise wie man Tattoos und Piercings richtig fotografiert, der eng mit dem DOT zusammenarbeitende Prof. Dr. Wille referierte über Hygienemaßnahmen in Tattoo- und Piercing-Studios und der Richter Hans-Werner Röhling klärte, wie schon im letzten Jahr, über die Rechtslage im Bereich Tattoo und Piercing auf. Dabei diskutierte er gemeinsam mit seinen Zuhörern Situationen im Studio, die möglicherweise rechtliche Konsequenzen haben könnten, und erläuterte angebrachte Verhaltensweisen zur Vermeidung solcher Fälle, bzw. wichtige Schritte und notwendige Klauseln in der Einverständniserklärung zur rechtskräftigen Absicherung.

Mehr Infos unter www.bmxnet.org

Den vollständigen Artikel findet ihr in der September Ausgabe 2008 …

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