Battle of the Best: Der TM–Nachwuchs-Contest

19.10.2018  |  Text: Redaktion  |   Bilder: Diverse
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Battle of the Best: Der TM–Nachwuchs-Contest
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Die Leser des TätowierMagazins haben per Voting ihre Entscheidung getroffen: Rosa Vogt, Miss Freya und Peggy Hähner sind die Finalistinnen des TM-Nachwuchswettbewerbs 2018. Beim »Battle of the Best« auf der Tattooshow in Kassel am 10. und 11. November wird sich entscheiden, wer die Siegerin des diesjährigen TM-Nachwuchscontests wird.
Das Finale des Nachwuchscontests
Die drei Finalistinnen des TM-Nachwuchs­wett­bewerbs werden auf der Tattoomenta, der 11. Tattooshow in Kassel, ihr Können live vor großem Publikum unter Beweis stellen. Durchgesetzt haben sie sich bereits gegenüber zahlreichen Bewerbern, die sich auch in diesem Jahr beim TM-Nachwuchswettbewerb angemeldet haben. Aus diesen hat die Redaktion eine Vorauswahl von zehn Jungtätowierern getroffen und ihre Arbeiten in der Septemberausgabe des TätowierMagazins und auf der Homepage präsentiert. Ab da lag es an den Lesern, Punkte für ihre drei Favoriten zu vergeben. Und sie haben sich entschieden: Rosa Vogt, Miss Freya und Peggy Hähner erhielten die meisten Voting-Punkte und werden in Kassel beim »Battle of the Best« gegeneinander antreten.

Wie geht es weiter?
Die Finalistinnen, die wir euch auf den nächsten Seiten vorstellen, werden auf der Tattoomenta einen Arbeitsbereich am Stand des TätowierMagazins haben. Am ersten Convention­tag, also am Samstag, 10. November, werden die drei auf der Bühne dem Publikum vorgestellt und erfahren dort, wie die Aufgabe aussehen wird, die sie zu bewältigen haben. Zu einem vorgegebenen Motivthema müssen sie eine Vorlage entwerfen und diese auf der Convention als Tattoo umsetzen.

Zeit haben die drei Nachwuchstalente bis Sonntag um 17 Uhr – spätestens dann müssen sie die Tätowiermaschine beiseitelegen, denn um 17.30 Uhr geht’s für die Finalistinnen und ihre Kunden auf die Bühne. Hier präsentieren sie dem Publikum und der Jury ihre Wettbewerbstattoos.

Die Juroren werden nach Kriterien wie Kreativität, technische Umsetzung, Platzierung und Gesamteindruck bewerten und somit entscheiden, welche der drei Finalistinnen den begehrten Titel und natürlich die damit verbundene Trophäe für sich beanspruchen darf.

Du kannst nicht zur Tattoomenta kommen?

Das ist schade, aber alles, was wichtig ist, wirst du in der Januar-Ausgabe des TätowierMagazins nachlesen können. Neben der Reportage über die diesjährige Tattooshow und Behind-the-Scene-Einblicke vom Battle of the Best im Januar werden wir in der Februar-Ausgabe die drei Finalistinnen ausführlich porträtieren.
 

»Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018:Rosa Vogt

Rosa Vogt
Art Makia, Kleve  | f: Rosa Vogt  | Insta: rosa.vogt

Wie läuft ein Morgen bei dir ab, bevor du ins Studio gehst?
Mein Kater ist mein Wecker. Er kommt pünktlich um acht Uhr und dann darf ich mich eine Stunde lang fragen, wer ich bin und auf welchem Planeten ich lebe, während ich seinen Bauch kraule. Danach bin ich bereit für den Tag, mache mich fertig und fahre mit dem Longboard zur Arbeit.

Wenn du Sportler wärst, würdest du eher Leichtathlet sein oder Tiefseetaucher?
Ich wäre ganz klar der Tiefseetaucher, da ich immer ziemlich verträumt bin und viel beobachte. Ich messe mich auch nicht gerne mit anderen Menschen, da jeder Mensch einzigartig ist und ich mich schlecht fühlen würde, wenn ich mich vergleichen würde. Wir sind alle gut auf unsere Art und Weise.

Über welche Eigenschaften verfügst du, die deiner Arbeit als Tätowiererin entgegenkommen?
Ich denke meine Empathie und meine lockere Umgangsweise mit meinen Kunden. Ich möchte mit jedem meiner Kunden ein gutes Verhältnis haben, damit sie sich in der Zeit bei mir wohlfühlen. Schließlich müssen sie mir vertrauen und wenn man etwas bekommt, was ein Leben lang hält, dann sollte man sich in dieser Zeit auch wohlfühlen.

Tattoo der »Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018: Rosa Vogt

Was magst du am meisten an deiner Arbeit als Tätowiererin?
Am meisten gefällt mir die Zeit, wenn ich beim Stechen der Punkte wie in einem Tunnel alles um mich herum ausblende, während ich auf meinen Kopfhörern Drum-and-Bass höre und die Punkte mit dem Takt der Musik verschwimmen. Dann ziehe ich nach zwei Stunden die Kopfhörer ab und realisiere, wie viel ich in der Zeit geschafft habe und welche Ehre es für mich ist, dass ich meine Kunst auf Menschen ausüben darf.

Was ist das schönste Kompliment, das man dir für deine Arbeit machen kann?
Das schönste Kompliment ist, wenn die Kunden kein Wort mehr herausbringen, staunend vor dem Spiegel stehen und Tränen in den Augen haben.

Wer oder was hat dich inspiriert, Dotwork-Realismus zu tätowieren?
Ich habe irgendwann angefangen, nur noch mit schwarzen Finelinern zu zeichnen und versucht, nur Punkte zu benutzen. Dabei bin ich geblieben. Mir gefällt Dotwork-Realismus, weil es ein grafischer Stil ist, aber von Weitem realistisch aussieht. Wenn ich ein A2 großes Bild male, siehst du aus der Entfernung die Punkte nicht. Im Studio gehe ich auch auf Kundenwünsche ein und benutze Linien und auch schwarze Flächen.

Hand aufs Herz: Welche Chance hast du dir selbst beim Nachwuchscontest gegeben?
Ich habe mir von Anfang an vorgenommen, mich nicht verrückt zu machen und nicht darüber nachzudenken. Als ich dann die Arbeiten der anderen sah, dachte ich: Jeder der zehn verdient diese Chance und ich habe großen Respekt vor jedem Einzelnen! Ich konnte mich auch nicht messen, da es komplett verschiedene Stilrichtungen waren.

Welchen der neun anderen Teilnehmer hast du die größten Chancen eingeräumt?
Ich finde die jetzige Auswahl perfekt getroffen. Ich hatte gedacht, dass Philipp Rootist auf meinem Platz wäre, da seine Arbeiten einfach unglaublich sind und ich zu ihm aufblicke.
 

»Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018: Miss Freya


Miss Freya
Studio 23 Tattoo & Galerie, Frankfurt/Main  | f: missfreya.art  | Insta: _missfreya_

Wie läuft ein Morgen bei dir ab, bevor du ins Studio gehst?
Morgens überarbeite ich meist die am Vorabend vorbereiteten Entwürfe. Mein Tag fängt also an, wie er geendet hat: mit meinem iPad im Bett, Kater nebendran und Zeichnen.

Wenn du Sportler wärst, würdest du eher Leichtathlet sein oder Tiefseetaucher?
Ein leichtathletischer Tiefseetaucher! Ich mag Aspekte aus beiden Welten. Ich scheue mich nicht vor Wettbewerb – wer hätte das gedacht, sonst würde ich ja nicht teilnehmen –, brauche allerdings auch sehr bewussten Abstand und Ruhe davon.

Über welche Eigenschaften verfügst du, die deiner Arbeit als Tätowiererin entgegenkommen?
Ich liebe es, allein auf mich gestellt zu arbeiten. Ganz unabhängig davon bin ich sehr empathisch und es fällt mir leicht, mich auf meine Kunden einzustellen. Vor allem aber lebe ich für diesen Beruf, ich arbeite oft sechs Tage die Woche und werde an freien Sonntagen schon unruhig und ruhelos, aber im positiven Sinne. Auch hier gilt wieder: Ich setze mir bewusst Grenzen, damit ich auch mal nur ich sein darf, ohne Leistungsdruck.

Was magst du am meisten an deiner Arbeit als Tätowiererin?
Die Abwechslung. Das Reisen. Die vielen Menschen, egal ob Kunde oder Kollege, die ich täglich treffe. Die Herausforderungen. Mein Leben hat sich vollständig verändert, seit Marc mich im Studio 23 aufgenommen hat.

Tattoo der »Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018: Miss Freya

Was ist das schönste Kompliment, das man dir für deine Arbeit machen kann?
Spontan fallen mir da meine lieben Kunden ein, die Narben am Körper tragen. Für sie verschönere ich nicht nur die Haut, sondern verändere die Sicht auf ihre Vergangenheit und ihren Körper. Das Schönste, was ich hören kann, ist: »Ich freue mich, wieder rauszugehen und Spaß am Leben zu haben, ohne dass mir jeder auf die Narben starrt«.

Wer oder was hat dich inspiriert, im Neotraditional-Stil zu tätowieren?
Mit Anfang zwanzig, als ich in Wiesbaden noch Kommunikationsdesign studierte, sah ich Arbeiten vom damals noch dort arbeitenden Marco Schmidgunst und wusste: Dieser Stil passt einfach perfekt für mich. Neotraditionals vereinen genau die Dinge, die mich faszinieren: wunderschöner Bildfluss, tolle Farben und klare schwarze Außenlinien. Ich sehe mich als Tätowiererin und nicht als reine Künstlerin, im Studioalltag versuche ich meine Kunden glücklich zu machen. Dazu gehört auch mal eine kleine Schrift ans Handgelenk oder Ähnliches.

Hand aufs Herz: Welche Chance hast du dir beim Nachwuchscontest selbst gegeben?
Ich war die ersten Tage überwältigt. Ich fand es super, dass den Old Schoolern mehr Platz eingeräumt wurde, überrascht hat mich, dass ich die Einzige mit farbigen Neotraditionals war (Anm. d. Red.: Es wurde keinen Stilen mehr Platz eingeräumt als anderen. Tatsächlich haben sich die Einsendungen auf wenige Stile konzentriert). Da das Zuschauervoting ein Beliebtheitswettbewerb ist, wusste ich nicht, was ich erwarten soll und versucht, nicht weiter darüber nachzudenken.

Welchen der neun anderen Teilnehmer hast du die größten Chancen eingeräumt?
Ich mag Pascal Hauers Arbeiten sehr gern. Ich liebe Neotraditionals einfach und sein Stil überzeugt mich sehr.
 

»Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018: Peggy Hähner

Peggy Hähner
Rigor Mortis Tattooshop, Gevelsberg  | Insta: peggy_haehner_taetowierungen

Wie läuft ein Morgen bei dir ab, bevor du ins Studio gehst?
Wenn ich die Tattoovorlage bereits abends gezeichnet habe, schlafe ich aus, ansonsten klingelt um 6.30 Uhr der Wecker, um 7 Uhr ist Abfahrt zum Studio, eine halbe Stunden später fange ich mit der Vorlage an und um 10 Uhr kommt der erste Kunde.

Wenn du Sportler wärst, würdest du eher Leichtathlet sein oder Tiefseetaucher?
Ich habe von meinem achten bis achtzehnten Lebensjahr Leistungssport betrieben, daher sind mir Wettkampfsituationen nicht unbekannt. Also ja, ich bin ein Wettkampftyp und gerade wenn es um Fähigkeiten geht, macht nur ein direkter Leistungsvergleich Sinn. Vom Zuschauen hat noch keiner gewonnen.

Tattoo der »Battle of the Best«-Teilnehmerin 2018: Peggy Hähner

Über welche Eigenschaften verfügst du, die deiner Arbeit als Tätowiererin entgegenkommen?
Perfektionismus, Geduld und der Wille nach Verbesserung.

Was magst du am meisten an deiner Arbeit als Tätowiererin?
Abwechslung der Motive und die Möglichkeit, an verschiedenen Orten arbeiten zu können.

Was ist das schönste Kompliment, das man dir für deine Arbeit machen kann?
Um ehrlich zu sein, ist es mir Kompliment genug, wenn Kunden speziell mich für ihren Tattoowunsch auswählen und dann sagen: »Mach einfach, ich vertraue dir!« Vertrauen ist Kompliment genug.

Wer oder was hat dich inspiriert, im Neotraditional-Stil zu tätowieren?
Richtiges Neotraditional tätowiere ich ja nicht. Ich versuche jedoch, mich dem Stil anzunähern und ihn mit anderen Stilen zu kombinieren. Ich tätowiere also sehr breit gefächert. Inspirieren lasse ich mich von vielem, besonders beeindrucken mich aber die Arbeiten von Marco Schmidgunst von Brust oder Keule aus Berlin.

Hand aufs Herz: Welche Chance hast du dir beim Nachwuchscontest selbst gegeben?
Ich dachte nur: »Scheiße, sind die alle gut!« Unter die ersten drei zu kommen habe ich natürlich gehofft, aber nicht für möglich gehalten.

Welchen der neun anderen Teilnehmer hast du die größten Chancen eingeräumt?
Ich hätte mir ehrlicherweise Pascal Hauer unter die Finalisten gewünscht, da ich seine Arbeiten für künstlerisch am wertvollsten ansehe und sie einen hohen Wiedererkennungswert haben.

 
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Stand:16 December 2018 18:42:17/szene/battle+of+the+best+der+tm-nachwuchs-contest_181011.html