Motivklassiker: Panther

29.11.2017  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: TM-Archiv
Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther Motivklassiker: Panther
Motivklassiker: Panther
Alle Bilder »
Wie keine andere Raubkatze wirkt das Panther-Motiv ungemein gefährlich und machte ihn zum Klassiker unter den Raubkatzen-Tattoos. Wahrscheinlich stammt die Blaupause aus einem Kinder- und Jugendbuch über Mythen und Legenden aus der ganzen Welt aus dem Jahr 1934.

Das Motiv

Das Panther-Motiv ist in der Regel schwarz gehalten, was ja auch ganz sinnig ist, da es sich bei Panthern um keine eigene Katzenart handelt, sondern um Leoparden, die nicht die typische Fellfärbung »schwarze Rosetten auf goldgelben Grund« ausprägen, sondern eben eine schwarze. Und genau diese Fellfärbung lässt die Tiere besonders gefährlich und aggressiv aussehen, was dazu beigetragen hat, dass der schwarze Panther und nicht beispielsweise der »König der Tiere«, der Löwe, zu einem Motivklassiker wurde. In seiner ursprünglichen Gestaltung wird das ganze Tier von hinten gezeigt, wie es sich mit seinen Krallen an der Haut hochwindet, heute jedoch meist nur der Kopf des Tieres, wobei seine Gefährlichkeit durch gefletschte Zähne ausgedrückt wird.

Dieser Panther dominiert als überaus beeindruckendes Frontpiece den zarten Körper der jungen Trägerin und erhält durch diesen Kontrast noch mehr Kraft. Gestochen wurde dieses Traditional-Meisterwerk mit expressionistischen Zügen von Alex Wild von Take it Easy in Stuttgart.

Der Ursprung

Das Panther-Motiv ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Tätowierer nicht nur aus den unterschiedlichsten Quellen haben inspirieren lassen, sondern Motive, die ihnen als Tätowierung geeignet erschienen, einfach abpausten. Es wird angenommen, dass der Panther aus dem Kinder- und Jugendbuch »Minute Myths and Legends« von Marie Schubert stammt, das 1934 in den USA veröffentlicht wurde. Die Autorin präsentierte darin klassische Mythen und Legenden aus der ganzen Welt und illustrierte diese mit wunderschönen, im Art-Deco-Stil gehaltenen Bildern. Auf der Seite über den Krieger Cú Chulainn (irisch: Hund des Culann), einen der großen
Helden in der irisch-keltischen Mythologie, ist jenes Tier abgebildet, das in der Tattooszene als Panther zu einem Klassiker wurde.

Gefährlich: Das Panther-Motiv von Uptown Danny (The Black Hole Tattoo, Hamburg) ist kurz davor den Betrachter anzugreifen.

Verbreitung

Die weitere Verbreitung des Motivs wird gleich zwei Männern zugeschrieben. Der eine ist der sehr talentierte Tätowierer William Grimshaw, der in den 1940er und 1950er Jahren in Northfolk, Virginia, gearbeitet hat, der andere Name, der in diesem Zusammenhang fällt, ist Amund Dietzel, der vor allem während des Zweiten Weltkriegs in Milwaukee sehr bekannt wurde.

Tattoo von Jakub Settgast, Pechschwarz Tätowierungen

Der Tätowierer und Supplier Milton Zeis brachte das Motiv Mitte 1968 noch einmal in einer von Dirty Dave gezeichneten Version in Umlauf. Anklang fand es vor allem bei Soldaten, womöglich auch, weil sich der schwarze, sehr plakative Panther perfekt als Cover-up-Motiv eignet.

Lady Q Tattooer aka Alice Giavazzi (Lady Quetzal Tattoo, Mailand) orientiert sich bei ihrer Umsetzung stark an der Originalzeichnung von Marie Schubert.

In den 1990er Jahren haben die Rockabillys das Motiv für sich entdeckt und den Pantherkopf  entsprechend ihrem Lifestyle adaptiert und dem Tier beispielsweise eine Schmalztolle verpasst. Sicherlich haben zur Verbreitung auch zwei Musiker der Rockabilly-Band Stray Cats beigetragen. Frontman Brian Setzer und der Schlagzeuger Slim Jim Phantom ließen sich 1980 ein Panther-Tattoo vom legendären Bob Roberts stechen. Das für Setzer entworfene Design, der »Cat’s Head«, wurde sogar zum weltweit bekannten Logo der Band.

Han aka King of Kings (Swalmen, NL) hat in seinem Leben bestimmt unzählige Panther-Motivklassiker tätowiert. Diese Variation auf dem Fußrücken ist ihm ganz besonders gelungen.
  Teilen
Monmon Cats: Katzen mit Tattoos und der »Awwww«-Garantie

Monmon Cats: Katzen mit Tattoos und der »Awwww«-Garantie

 

Der Tätowierer Horitomo aka Kazuaki Kitamura zeichnet und tätowiert Katzen und schmückt sie sowohl mit traditionellen japanischen Tätowiermotiven als auch…

Tattoo-Stil: Traditional

Tattoo-Stil: Traditional

 

Tätowieren ist eine lebendige Kunstform, in der sich unterschiedliche Stilrichtungen entwickelt haben. Was die jeweilige Besonderheit eines Stils ausmacht,…

Die 10 besten Regen-Tattoos!

Die 10 besten Regen-Tattoos!

 

Na, wer wird denn bei Regenwetter gleich weinen? Wofür gibt es denn schließlich Regenschirme? Clever ist also, wer immer einen mit sich hat. Wir zeigen…

Tattoo-Stil: Neotraditional

Tattoo-Stil: Neotraditional

 

Tätowieren ist eine lebendige Kunstform, in der sich unterschiedliche Stilrichtungen entwickelt haben. Was die jeweilige Besonderheit eines Stils ausmacht,…

DJ Spy – Der tätowierte Tausendsassa

DJ Spy – Der tätowierte Tausendsassa

 

Thomas Neumann aka DJ Spy ist ein vielbeschäftigtes Multitalent, das sich mit Leidenschaft sowohl in der Rockabilly- als auch in der Tattooszene einen…

Die 10 schönsten Johnny Cash Tattoos!

Die 10 schönsten Johnny Cash Tattoos!

 

Am 12. September 2017 jährt sich der Todestag von Musiklegende Johnny Cash zum 14. Mal. Für viele war und ist der »Man in Black« ein Idol und sein Einfluss…

Stefan Pauli und sein Oldschool-Traditional-Sleeve

Stefan Pauli und sein Oldschool-Traditional-Sleeve

 

Wir sehen auf Instagram, in Magazinen und auf Tattooconventions die tollsten Motive, Inspirationen für das eigene Tattoovorhaben gibt es en masse auf dem…

Tätowierer Alex Wild über Traditional-Sleeves

Tätowierer Alex Wild über Traditional-Sleeves

 

Wir sehen auf Instagram, in Magazinen und auf Tattooconventions die tollsten Motive, Inspirationen für das eigene Tattoovorhaben gibt es en masse auf dem…

Topseller im Shop
Stand:21 June 2018 10:20:21/motive/motvklassiker+panther_171019.html