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Motivklassiker: Rose of Death

19.04.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: Archiv TM
Motivklassiker: Rose of Death Motivklassiker: Rose of Death Motivklassiker: Rose of Death Motivklassiker: Rose of Death Motivklassiker: Rose of Death
Motivklassiker: Rose of Death
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Der Motivklassiker »Rose of Death« ist ein Symbol für die Vergänglichkeit der Liebe. Wenn aus Liebe Hass wird, erwächst aus einer Rose ein Totenkopf.
Das Motiv: Für die »Rose of Death« gibt es im Deutschen keinen feststehenden Begriff, also muss die Übersetzung herhalten: Rose des Todes. Aus einer voll erblühten Rose entspringt mittig ein menschlicher Schädel, mehr oder weniger geschickt in die Blütenblätter integriert. Das Motiv erinnert stark an ein sehr ähnlich aufgebautes Motiv, nämlich das einer Rose, aus deren Mitte das Porträt einer Frau erwächst: die symbolische Doppelung des Themas Liebe. Beim Rose-mit-Schädel-Motiv treffen hingegen zwei Gegensätze aufeinander: die Rose als Zeichen der Liebe und der Schädel, der für Tod steht.

Tätowierer: Daniel Hofer, Korova Tattoo, Dornbirn

Der Ursprung: Das Motiv ist an die aus der Kunstgeschichte bekannten Vanitas-Stillleben angelehnt. Die Rose als Bild für die Liebe und Sexualität und der Schädel als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens. Der Schritt der Übertragung dieser bekannten Symbolik auf Tattoomotive ist eher klein, das Rose-of-Death-Motiv ist bildlicher Ausdruck der Vergänglichkeit von Liebe.

Tätowierer: Dominik Dagger, lllumination Tattoo Works, Moers
Lifetime Tattoo, Duisburg

Verbreitung: Ed Hardy hat dieses Thema von Liebe und Tod in zwei bekannten Flashes, der »Golden Rose of Love« und »Black Rose of Death«, verarbeitet. Dass diese originär von ihm sind, lässt sich weder bestätigen noch verneinen. Dafür spricht, dass Ed Hardy generell ein großes Faible für die Verschmelzung zweier Motive hatte. Ins breite Bewusstsein kam die »Rose of Death« durch das Modelabel Ed Hardy by Christian Audigier. Audigier erwarb im Jahr 2003 die Lizenz für die Verwendung von Ed Hardys Motiven und verkaufte weltweit Bekleidung auch mit diesen Aufdrucken.

Tätowierer: Nick Caruso, Bound for Glory Tattoo, Staten Island NewYork

Am Rande: Eine weitere Modifikation des Rosenmotivs hat ihren Ursprung wahrscheinlich in der Literatur. Das Motiv einer Rose, deren Blütenblätter die Vagina einer Frau formt, wurde in John Irvings Roman »Bis ich dich finde« (2005) beschrieben, und zwar als die Spezialität der Tätowiererin »Tochter Alice«. Dass es sich beim Tattoomotiv »Rose von Jericho« um eine Erfindung des US-amerikanischen Schriftstellers handelt, der den Roman im Tattoomilieu ansiedelte, scheint wahrscheinlich. Alle Referenzen zu diesem Tattoomotiv verweisen ausschließlich auf den Roman.

Mit der gleichnamigen Wüstenblume »Rose von Jericho« hat das Motiv nichts zu tun.
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Stand:27 May 2019 01:03:24/motive/motivklassiker+rose+of+death_18319.html