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Motivklassiker: Anker

23.02.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: TM-Archiv
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Motivklassiker: Anker
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Vom Tattoo für Seeleute, die den Atlantik überquert hatten, zum Symbol des Vertrauens in einen besonderen Menschen hat sich das Anker-Tattoomotiv gewandelt. Immer aber steht er für Stabilität und Sicherheit.
Motivklassiker Anker


Das Motiv:

Die reale Vorlage für das Tattoomotiv Anker ist meist der klassische Stockanker, der zu den ältesten Anker-typen gehört und dessen Form sich in unser Gedächtnis eingebrannt hat. Der einfache Grundaufbau besteht aus zwei Armen mit Flunken am unteren Ende. Am oberen Ende des Schafts ist in neunzig Grad zu den Ankerarmen der Stock montiert, durch ihn dreht sich der Anker auf dem Grund immer so, dass sich eine der Flunken in den Boden graben kann. Dies funktioniert nur, weil Stock und Ankerarme eben nicht parallel zueinander stehen und der Stock auch viel länger ist als die Ankerarme. Als Tattoomotiv opfert man diese notwendige Funktion der Form. Damit ist die maritime Handbremse zwar funktionslos, sieht aber zugegebenermaßen viel besser aus.

Felix, Team-Fullgas, Konstanz

Der Ursprung:

Dieser Motivklassiker war ab dem 18. Jahrhundert bei den Seeleute ein beliebtes Tattoomotiv. Neben einer möglichen individuellen Bedeutung hatte der Anker auch eine spezielle. So sollen sich während des Zweiten Weltkriegs die Angehörigen der Handelsmarine häufig ein Ankertattoo als Erkennungszeichen tätowiert haben. Und auch die Querung des Atlantiks soll zum Tragen dieses Motivs berechtigt haben.

Generell steht der Anker natürlich für Stabilität und Sicherheit, ohne Anker wäre das Schiff selbst im Hafen der Kraft des Meeres ausgeliefert, er ist es, der das Schiff festzuhalten vermag. Unter den als abergläubisch bekannten Seeleuten fungierte er also als Talisman.   

Benne-Clarus, Bull-Shark-Tattoo, Hürth

Verbreitung:

Wenn das Ankertattoo nur von Seeleuten getragen werden dürfte, wäre es sicherlich schon ausgestorben. Die Verbindung zum Meer haben viele Träger dieses Motivs dennoch, auffällig ist, dass es häufig in Hafenstädten wie beispielsweise Hamburg gestochen wird. Vor allem in Verbindung mit Namen sind sie Ausdruck des Vertrauens zu einer bestimmten Person, symbolisieren, dass ein bestimmter Mensch der feste Anker im Leben des Motivträgers ist.

Adi-O., Tatouage-Chatte-Noire, Erlangen

Am Rande:

Selten zwar, aber doch immer mal als Lettering zu sehen, ist die Phrase »Anchors aweigh«. Und ja, das ist so richtig geschrieben. Das Einholen des Ankers (engl.: being weighed«) als Zeichen für Aufbruch und Neuanfang, hat nichts mit dem sehr ähnlich klingenden Wort »away« (engl.: weggehen, sich entfernen) zu tun, auch wenn die Bedeutung womöglich identisch ist.
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Stand:25 April 2019 09:52:43/motive/motivklassiker+anker_18118.html