Heimatliebe – Teil 5

20.07.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: TM-Archiv
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Heimatliebe – Teil 5
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Vertrautheit, Liebe, Sicherheit … Es gibt viele Gefühle, die man mit der Heimat verbindet, dem Ort, wo man aufgewachsen ist, wo die Familie und die alten Freunde leben, wo man die Landschaft und den Menschenschlag mit seinen Eigenheiten kennt und versteht. Es gibt also gute Gründe, sich ein entsprechendes Tattoo stechen zu lassen. Heimatliebe: Tattoos von der Lüneburger Heide bis München, von Heidelberg bis Hamburg.
Lüneburger Heide
Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist eine genügsame Schafrasse, die in Deutschland vor allem im Lüneburger Raum weidet. Imposant sind vor allem die Böcke mit ihren schneckenartigen Hörnern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Graue Gehörnte Heidschnucke die bedeutendste Nutztierart dieser Region, Lieferant von Fleisch, Wolle und Dünger. Um 1950 gingen die Bestände drastisch zurück. Weil sie landwirtschaftlich selbst kaum Erträge liefert, wird die alte Schafrasse heute vor allem zur Landschaftspflege eingesetzt und prägt so das Bild der Heidelandschaft.
Tattoo von Hanadi, Hanadis Garage, Hamburg.

Tattoo von Hanadi, Hanadis Garage, Hamburg.



Hamburg
»Hamburger Deern« sagt man wohl nicht mehr, aber egal, hier handelt es sich um eine. Das »HH« auf der von Seeleuten getragenen Rollmütze, die Watch Cap genannt wird, steht natürlich für Hansestadt Hamburg, die stilisierten Hafenkräne (links unten) für den größten Seehafen in Deutschland und mit dem Lettering »In Hamburg sagt man Digga« (rechts oben) räumt das Tattoo mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf, dass »Digga« oder »Digger« aus dem US-amerikanischen Sprachgebrauch kommt. Der Ausdruck »Digga« oder »Digger« ist Plattdeutsch und steht für »Dicker«, wobei sich das keinesfalls auf das Gewicht des Angesprochenen bezieht. 
Schon vor der Hip-Hop-Ära sprachen sich die Hanseaten mit Digga bzw. Digger an, durch die Hip-Hop-Kultur ab den 1990er Jahren wurde der Ausdruck Teil der Jugendsprache in vielen Regionen Deutschlands.
Tätowiert wurde das grafische Tattoo von Anne, forty-one Tattoo, Hamburg.

Tätowiert wurde das grafische Tattoo von Anne, forty-one Tattoo, Hamburg.



Heidelberg
Wenn die Abendsonne auf den roten Sandstein der Alten Brücke scheint, im Hintergrund die Altstadt und das Schloss regelrecht erglühen, zeigt sich Heidelberg von seiner schönsten Seite. Die baden-württembergische, am Neckar gelegene Stadt markiert den Übergang des Odenwaldes in die oberrheinische Tiefebene. Mit ihrer gut erhaltenen Altstadt und der schönen Lage ist die Universitätsstadt nicht nur ein beliebtes Ziel für Touristen, sondern auch ein begehrter Wohnort in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sein Herz an Heidelberg verloren hat offensichtlich der Träger dieser Tätowierung. 
Gestochen wurde sie von Dominic Achilles, Bold as Love Tattoo, Stuttgart.

Gestochen wurde sie von Dominic Achilles, Bold as Love Tattoo, Stuttgart




Hessen
In den 1960er Jahren das Symbol für Stil und Eleganz eines jeden gut-bürgerlichen Wohnzimmers: der Barglobus. Weltmännisch konnte der Hausherr die Nordhalbhälfte entlang des Äquatorrings öffnen und die Gäste mit edlen Getränken bewirten. Das Beste, was einem Hessen geboten werden kann, ist natürlich der Äppelwoi. Im Bembel, dem typischen hellgrauen Steinkrug mit dem blauen Muster dargeboten und im Gerippten (ein Glas mit gerippter Außenstruktur) kredenzt, erfreut das leicht säuerliche Getränk aus gekelterten Äpfeln das Herz der Hessen. 
Tätowiert wurde die Oldschool-Arbeit von Sebastian Hofinger vom Inky & Stretchy in Neu-Isenburg.

Tätowiert wurde die Oldschool-Arbeit von Sebastian Hofinger vom Inky & Stretchy in Neu-Isenburg



München
»Minga« nennen die Bayern selbst ihre Landeshauptstadt, die ob ihrer Schlösser, Museen, Kirchen, Parks und Plätze zu den schönsten Städten Deutschlands zählt. An Wahrzeichen fehlt es ihr nicht, die wichtigsten zeigt diese Tätowierung: die Frauenkirche mit den beiden Türmen, die Bavaria-Statue, das den Marien­platz prägende neugotische Neue Rathaus sowie der Olympiaturm im Olympiapark. Die eine Maß Bier in der Hand haltende junge Frau im Dirndl steht für das Lebensgefühl der Münchner, die es unter der Augen von Millionen von Touristen am sichtbarsten beim Oktoberfest, auf »d’Wiesn«, zelebrieren. 
Tätowiert wurde das Ensemble von Martin Kukol vom Tattoo’s Not Dead aus München. 

Tätowiert wurde das Ensemble von Martin Kukol aus München
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Stand:17 October 2018 03:56:35/motive/heimatliebe+-+teil+5_18716.html