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Dea Vectorink erklärt, wie bei ihr individuelle Tattoos entstehen

02.04.2019  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Dea Vectorink
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Dea Vectorink erklärt, wie bei ihr individuelle Tattoos entstehen
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Im Rahmen des großen Specials »So wird dein Tattoo einzigartig befragten wir Tätowierer, die jahrelang schon erfolgreich individuelle Tattoos gemeinsam mit dem Kunden entwerfen. Lest hier, welchen Weg Dea mit ihren Kunden geht.
Zunächst klärt Dea mit ihren Kunden vorm Termin die fünf wichtigen »W«: Welches Motiv, welche Größe, welche Stelle, welche Farbe, welches Budget? »Ich habe das am liebsten schriftlich von den Kunden, denn die schriftliche Auseinandersetzung mit seinen eigenen Wünschen hilft oft dabei, Klarheit zu erlangen«, erzählt Dea. Sollte der Kunde sich nur für das Thema entschieden haben, aber noch gar nicht wissen, was es motivisch werden soll, hilft ein Brainstorming und eine klassische Mindmap. »Für viele emotionale Themen gibt es Metaphern und Symbole, die toll als Tattoo funktionieren, ohne banal zu sein.« Wenn Kunden sagen, dass sie gern den Namen ihres Kindes tätowiert haben wollen, fragt Dea nach, ob ihnen Script-Tattoos explizit gefallen oder ob ihnen nur keine andere Umsetzungsmöglichkeit eingefallen ist. »Falls Letzteres der Fall ist, helfe ich nämlich gerne, eine alternative Idee zu entwickeln, zum Beispiel der erste Schuh, das Lieblingskuscheltier oder der Spitzname des Kindes als Bild umgesetzt.«

Einer Mutter hat Dea ein Rehkitz mit zwei Blüten tätowiert. Das Kitz stehe für das schutzbedürftige Wesen, die Blüten jeweils für die Kinder. »Ich finde gegenständliche Darstellungen persönlicher und privater als der Klassiker, nämlich Name mit Datum in Computerschrift.«

So plant Tätowiererin Dea Vectorink (The Rusty Anchor, Gerolstein) gemeinsam mit ihren Kunden Tattoo.:

Die Tätowiererin beobachtet auch, dass meistens doch viel zu viele einzelne Ideen in das erste Tattoo mit einfließen sollen. Da helfe es, das Ganze thematisch zu sortieren, zu bewerten und eine Rangordnung zu erstellen. »Meine persönliche Faustregel lautet eigentlich, nicht mehr als drei Hauptelemente miteinander zu verbinden, damit noch ein bisschen Platz für Chichi bleibt. Zum Beispiel ist ein Frauenkopf mit Rose und Hand geeignet. Ein Negativbeispiel wäre: Eule mit Herz-Schloss, Kristallanhänger in dem Namen stehen, drei Daten, Hundepfotenabdruck und Schnörkeln.«

Je mehr Dea weiß, desto besser kanne sie planen. »Wenn man ›Blumen‹ schreibt, aber absolut keine Rosen mag, sollte man das dem Tätowierer sagen, um unnötige Feedbackrunden zu vermeiden. Ich habe kein Problem damit, wenn die Kunden sehr genau in den Angaben sind, das verhindert, dass man den Interpretationsraum in die falsche Richtung ausschöpft«, erklärt die Tätowiererin.

So plant Tätowiererin Dea Vectorink (The Rusty Anchor, Gerolstein) gemeinsam mit ihren Kunden Tattoos.

Was sie irritiert: Wenn ausnahmslos alle Beispielfotos Werke eines anderen Tätowierers zeigen oder der Look der Beispiele ganz anders ist als der Stil von Dea. »Ich will nicht dazu aufrufen, mit einem Aktenordner voller Fotos im Tattoostudio aufzuschlagen, aber ein Pinterestboard kann zum Beispiel schon helfen, um eine Idee von dem oft nebligen Bild im Kopf des Kunden zu bekommen. Manche können sich schlecht ausdrücken, da helfen Fotos, den Prozess abzukürzen.« 

Wichtig für die Entstehungsphase ist für Dea auch abzuklären, wie groß das Tattoo sein darf und wo es gestochen sein soll. Nicht jedes Motiv ist an jeder Körperstelle möglich, da müsse man erörtern, was einem wichtiger ist – »dass die Meerjungfrau mit Schiff unbedingt auf den Fuß soll, oder ob es auf dem Fuß unbedingt eine Meerjungfrau mit Schiff sein muss. Bei mir gilt für das Motiv: Je kleiner, desto weniger Inhalt.« Ob ein Tattoo farbenfroh oder in Schwarz-Grau gehalten wird, entscheidet der Geschmack des Kunden. Doch je nach Entscheidung geht Dea dann die Komposition etwas anders an. Und wenn sie vorher über das vorhandene Budget sprechen will, dann gehe es ihr nicht drum, die Finanzkraft des Kunden zu bewerten. »Ich will feststellen, wie viele Arbeitsstunden mir der Kunde durch sein Budget zur Verfügung stellt. Je mehr, desto mehr Tattoo ist möglich.« Wenn diese Punkte alle geklärt sind, weiß die Tätowiererin Bescheid, erstellt die individuelle  Zeichnung für den Tattootermin und plant sicherheitshalber genügend Zeit zum Umzeichnen ein. Falls dem Kunden mal etwas anders vorschwebt, als sie es entworfen hat.

Mehr zur Tätowiererin aus Gerolstein: 


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Stand:24 April 2019 17:55:00/motive/dea+vectorink+erklaert+wie+bei+ihr+individuelle+tattoos+entstehen_19320.html