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Bevor Schumitz tätowiert, hört er seinen Kunden zu

02.04.2019  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Schumitz
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Im Rahmen des großen Specials »So wird dein Tattoo einzigartig befragten wir Tätowierer, die jahrelang schon erfolgreich individuelle Tattoos gemeinsam mit dem Kunden entwerfen. Tätowierer Schumitz rät hier in erster Linie den Künstlern zum Zuhören.
»Zuhören ist meiner Meinung nach einer der Schlüssel, um ein vernünftiges Resultat für eine gute Tätowierung zu erhalten«, sagt Schumitz aus Erfahrung. Wenn er sich mit seinen Kunden unterhalte, dann auf Augenhöhe. Das bedeutet, er gebe dem Kunden nicht das Gefühl, in einer Hierarchie unter ihm selbst zu stehen. »Nein, ich bin nicht besser als ein Klempner und es gibt keine Frage, die zu dumm wäre, um sie nicht stellen zu dürfen.« Die Scheu, mit der viele Unerfahrene ins Studio kommen, sich blöd anzustellen oder unangebracht viel zu fragen, ist jedenfalls in Schumitz’ Fall völlig überflüssig. »Ich höre mir den Motivwunsch an und gebe Tipps, wie man ihn noch verbessern beziehungsweise tätowierbarer machen könnte. Hat man sich dann auf ein Konzept festgelegt, erfrage ich Referenzen, um zu wissen, wohin die Reise stiltechnisch gehen soll.« 



Danach sucht Schumitz nach weiteren Anhaltspunkten, um flexibler zu sein, was die Ausarbeitung des Motivs anbelangt. »Recherche ist in meinen Augen auch wichtig. Wenn ein Kunde eine Figur aus irgendeiner Mythologie haben möchte, lese und informiere ich mich darüber. Dabei suche ich auf Abwegen, das heißt, wenn jemand nach einer Eule fragt, nehme ich eben nicht den dritten Uhu, der mir auf Pinterest angezeigt wird.«



Aber das Wichtigste sei das Zuhören. Zwar solle man seine Ideale nicht verraten, aber auch nicht sein Ego massiv aufpolieren wollen, betont der Tätowierer aus Kassel. »Vergesst nicht, dass der Mensch da vor euch die Butter auf eurem Brot finanziert und man mit dem Kunden zu einem gewissen Grad eine Symbiose eingeht, was nicht bedeutet, ihm bedingungslos in den Arsch zu kriechen«, richtet er sich an seine Tätowiererkollegen. »Seid emphatisch und traut euch, auch auf anderen Stilpfaden zu wandern, denn das fördert Flexibilität und verhindert, euch selbst zu Kopien zu machen, auch wenn es manchmal weniger Likes dafür gibt. Viel Glück.«
 

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Stand:24 April 2019 18:35:19/motive/bevor+schumitz+taetowiert+hoert+er+seinen+kunden+zu_19320.html