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Inhalt Ausgabe Mai 2019 | 26. Jahrgang | Nr. 279

COVER
Model: Lena-Pheline
Foto: Maik Wöll Photo Art

TÄTOWIERER
- Zwei Freundinnen – Anna und Simone: Tätowiererinnen in zwei Welten 
- Raum zum Wachsen: Nick Knatterton entwickelt sich künstlerisch weiter
- Mehr schwarz: Von der Allrounderin zur Blackwork-Spezialistin   
- Bunte Republik Deutschland – In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt 

TITEL
- Tattoos auf dem Land: Zwischen bodenständigem Tätowierhandwerk und großer Hautkunst

SZENE
- Nachruf: Lyle Tuttle – Abschied von einer Tattoo-Legende 
- TATTOO STARLET 2019: Spaß an Shootings – Lena-Pheline ist Contest-Gewinnerin und Covermodel 
- »Jeder darf sich Tätowierer nennen«: CDU/CSU-Politikerin will mehr Sicherheit  beim Tätowieren
- Backpieces von Filip Leu: Solo-Ausstellung des Künstlers abseits vom Tätowieren 
- Polynesische Tribals und ihre Bedeutung: Die Zusammensetzung von ganzen Lebensgeschichten 
- TATTOO EROTICA: Model Emylie

SERVICE
- Tattoo-Akademie: Nackiges Medizinwunder und der Pfähler

VERANSTALTUNGEN
- Termine

STANDARDS
- Editorial
- Bild des Monats
- Kurz und gut
- Buddy Olli gefällt … der Black-and-Grey-Elefant von Rob Koss
- Uns gefällt … das abgefahrene Sleeve-Projekt von Ela Pour  
- TattooZOOM 
- Galerie
- Studios
- Kolumne/Impressum




 

Editorial Mai 2019



Boris »Bobs« Glatthaar, Chefredakteur

Damals in meiner Heimat hatte ich die Kneipe direkt vor der Tür. Es war ein Leben im Szeneviertel der Großstadt, man traf sich am Tresen mit anderen aus der Medienbranche, aber auch mit Designern, Künstlern und Hedonisten. Außerhalb des Szeneviertels spielte sich mein Leben zwischen Kaffee von der Tanke, Termindruck und Spätdienst in der Großraumredaktion ab, danach ging man wieder feiern und kannte die halbe Stadt. Ruhe und Rast gab es allenfalls in fünf bis sechs Stunden im eigenen Bett. Und dann, Ende zwanzig, zog ich der Liebe wegen raus auf das Land. Mitten in den Wald. Oh Gott!

Zunächst war der Gedanke an die neue Umgebung befremdlich, ließ ich doch meinen urbanen Alltag  hinter mir, der mir neben Aufregung auch Inspiration bedeutete. Doch dann lernte ich das Landleben kennen: ausgelassene Dorffeste, enge Nachbarschaften und zuverlässige Helfer, wenn Not am Mann ist. Dazu eine Natur, die den Menschen frei atmen lässt und mein liebster Ort der Entspannung wurde – so, wie es auch viele Tätowierer in unserer Titelgeschichte ab Seite 58 beschreiben. Inspiration und neue Eindrücke hole ich mir nach wie vor in der Stadt. Aber das kreative Werk daraus entsteht zwischen Feldern und Wald, wo heute meine Heimat ist.
 

Jula Reichard, Redakteurin

»Tradition bewahrt man nicht, indem man der Asche huldigt, sondern durch die Weitergabe des Feuers.« Ein Zitat, das so oder so ähnlich bereits einigen klugen Menschen der Geschichte zugeordnet wurde und auch schon im Zusammenhang mit der Tätowierkunst gefallen ist. Gemeint ist, nichts bleibt lebendig und besteht fort, wenn wir am Gestern kleben und nur in die Vergangenheit blicken. Und das stimmt: Das Tätowieren hätte sich niemals so vielfältig entwickelt, wenn die Tätowierer von den Sailor-Jerry-Büchern nie aufgeblickt hätten. Doch im Zuge dessen, dass kürzlich Tattoolegende Lyle Tuttle verstorben ist und ich ungefähr zur selben Zeit mit der Produktion einer Podcast-Reihe begonnen habe, die sich der Entwicklung der Tattooszene widmet, ist mir eines bewusst geworden: Wie wichtig es ist, auch zu wissen, was vor einem da war. Wer hat den Tisch gedeckt, von dem wir heute so selbstverständlich wie üppig speisen? Es waren Künstler wie Lyle Tuttle und ich glaube, wer das Tätowieren liebt –
ein so traditionsreiches Handwerk –
der sollte sich auch mit seiner Geschichte befassen. Ein Anfang ist gemacht, wenn ihr den Nachruf auf Lyle Tuttle lest (S. 18) und bald dem TM-Podcast »Tattoocast« lauscht.
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Stand:21 May 2019 23:10:27/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-28746_40-28747_60.html