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Inhalt Ausgabe März 2019 | 26. Jahrgang | Nr. 277

Titelbild
Model: Ronja Block
@ ronjablock
Foto: Bastian Bochinski
@ bastianbochinski


Tätowierer
- Britischer Botschafter: Japanische Tattoo-Kunst in Deutschland – Luke Atkinson in Stuttgart ist eine Tattoo-Institution
- Linientreu: Paulina Kemnitz schafft mit Linework neue Universen
- Der letzte Hauch des Verruchten: Allrounder-Artist Jens Gössling lebt für die Kunst am Kunden
- Tattoos und Rap-Game: Azad erfüllt sich mit Bozz Ink den Traum vom Tattoostudio
- Nichts lieber als Traditionals: Giuliano Fusco tätowiert bold, solid and clean – Erst am Vesuv, jetzt am Rhein
- Ästhetik und Kritik im Tattoo: Peggy Hähner sticht Neotraditionals mit ernster Botschaft
- Bunte Republik Deutschland – In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt

Titel
- Self love: Mit Tätowierungen zu mehr Achtsamkeit und Zufriedenheit

Szene
- TATTOO EROTICA: Model Miss Anthropee

Service
- Ratgeber Tattoo-Platzierung: Welches Motiv ergibt wo Sinn? Wir sagen’s dir
- Tattoo-Akademie: Tutanchamun und der grimmige Sensemann

Veranstaltungen
- Termine

Standards
- Editorial
- Bild des Monats
- Kurz und gut
- Harry Hafensänger gefällt … der Kettensprengende Wolf von Clemens Hahn
- Uns gefällt … der Dämon von Matteo Al Denti  
- TattooZOOM 
- Galerie
- Studios
- Kolumne/Impressum
 

Editorial März 2019



Boris »Bobs« Glatthaar, Chefredakteur

Selflove ist ein Thema, das uns auf Conventions, in Gesprächen und bei Instagram auffallend oft begegnet. Immer mehr Menschen sehnen sich danach, sich mehr auf das Wesentliche zu fokussieren – auf die eigenen Bedürfnisse, den eigenen Körper, die eigene Familie, die tatsächlichen Freunde und die echte Natur. Wissenschaftler vermuten, dass all das eine Reaktion auf eine immer komplexere, schnellere und digitalere  Welt ist, in der jeder jederzeit überall erreichbar und immer weniger authentisch und bodenständig ist. 

Ich selbst denke, dass auch ein Tattoo eine gute Möglichkeit ist, sich zu erden. Denn was ist wahrhaftiger als eine Tätowierung, deren Entstehen man in echtem Schmerz spürt – und das tatsächlich für immer ist? Während sich bei Instagram jeder jeden Tag neu erfinden und heute in die eine, morgen in die andere trendige Rolle schlüpfen kann, zwingt einen der Gedanke an ein neues Tattoo zum Nachdenken über das, was man wirklich will: Um wirklich herauszufinden, ob das Tattoo zu einem passt, muss man sich schließlich erst selbst ergründen. Intensiver als jeder #selflove-Hashtag führt ein Hautbild so zum Wesentlichen, zum Kern der Persönlichkeit. Mir jedenfalls ging es bei all meinen Tätowierungen so. Und besonders dafür liebe ich sie.
 

Jula Reichard, Redakteurin

Vor uns liegt mal wieder eine Ausgabe, die facettenreicher kaum sein könnte. Schauen wir uns nur mal die Tätowierer an: Luke Atkinson ist als stilprägendes Urgestein dabei, mit Jens Gössling haben wir einen erstklassigen Allrounder mit spannender Vita an Bord, bei Giuliano Fusco wird es traditionell und mit Paulina Kemnitz kommt modernstes Linework hinzu. Unsere Zweitplatzierte beim TM-Nachwuchscontest, Peggy Hähner, steht stellvertretend für den talentierten Tätowierernachwuchs in Deutschland. Was hat sich die Tattooszene geöffnet und gewandelt – zu dieser Beobachtung passt eine weitere Story, für die ich mir erst mal einen Eindruck vor Ort verschaffen musste: Straßenrapper Azad eröffnete dieser Tage in Frankfurt sein eigenes Tattoostudio Bozz Ink. Muss das denn wirklich sein, ein Rapper, der in Tattoo macht? Wieso eigentlich nicht. Entscheidend für mich ist hierbei, aus welchen Beweggründen der Musiker dieses Vorhaben anstrebt und ob er in seinem Studio auch Qualität und einwandfreie Standards bieten kann. Ich wurde bei seinem Opening nicht enttäuscht und fand vor allem einen sehr netten Rapper vor, der tatsächlich schon lange von einem Studio träumt und die Kunstform Tattoo respektiert.
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Stand:27 May 2019 01:44:33/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-28479_40-28480_60.html