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Inhalt Ausgabe Dezember 2018 | 24. Jahrgang | Nr. 274

Titelbild:
Model: Siria De Fazio
Foto: Nathan Fox

Intro
- Kurz und gut
- Dennis Bernhardt gefällt … das Dämonengesicht von Derek Noble 
- Uns gefällt … Daniel Baczewskis »Ziegenbock mit Schafen« 

Tätowierer
- Wenn Träume Realismus werden: Realistic von Angelina Mengel
- Trioxin Gallery: Allrounder Sjard aus Frankfurt
- Karo Dame: Feines Blackwork aus Heidelberg
- Bunte Republik Deutschland: In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt 
 
Titel
- Titel:
   Tribal-Revival: Von Maori-Tattoos bis Modern Blackwork
   Tribal: Personality Helen Hitori
   Tribal: Tätowierer Manuel Zellkern – Psychedelisches Blackwork
   Tribal: Konzept – Felix Seeles Ganzkörperkonzept
   Tribal: Personality Nes Nox – Haltung und Schutz
   Tribal: Tätowiererin Manu Kelley – Zeit- und kulturübergreifende Tattoos
   Tribal: Personality Darby Woodall – Körperlichkeit
   Tribal: Tätowierer Tomasi Suluape: Tattoos für die Familie
   Tribal: Tätowierer Mathes Krivy – Purismus

Szene
- Tattoo Starlet 2019: Bewirb dich jetzt!
- Personality Senay: Vom Landjungen zum Hauptstadt-DJ
- TATTOO EROTICA: Model Yaya Vader

Service
- Tattoo-Akademie: Magischer Schutz und der Heißluftballon

Veranstaltungen
- Termine

Outro
- Studios
- Gestochen scharf/Impressum

Standards
- Editorial
- TattooZOOM    
 

Editorial Dezember 2018

Senay Gueler, hier fotografiert von Frank Dursthoff, ist DJ und Model aus Berlin. Sein Lebensweg war nicht geradlinig –und gerade das macht ihn so spannend und erfahrungsreich

Boris »Bobs« Glatthaar, Chefredakteur

Heutzutage soll alles aalglatt erscheinen. Kantenlos, perfekt, brillant. So zeigen beispielsweise viele Tätowierer auf ihren Instagram-Profilen neben erstklassig oder erstklassig retuschierten Arbeiten auch eine persönliche Welt, in der alles märchenhaft erscheint. Bei Fotos von Tattoos kann ich diese Darstellung gut verstehen, immerhin geht es um Marketing. Aber bei Fotos vom persönlichen Dasein? Was ist der Reiz daran, das eigene Lebensumfeld so darzustellen wie Pleasantville – ein kitschiger, monotoner Ort voller gutgelaunter, eingetakteter Menschen in einem gleichnamigen Film. Der nimmt erst Fahrt auf, als Jugendliche die eintönige Gute-Laune-Tristesse mit der Entdeckung eigener Individualität durchbrechen. Als der Sex, aber auch das Problematische kommt, wechselt der Film von schwarzweiß auf Farbe, wie passend. Schon die Dramaturgen im antiken Theater wussten, dass Spannung erst durch das stetige Auf und Ab der Ereignisse entsteht. Und ich selbst habe das wieder erlebt, als mir für diese Ausgabe Senay Gueler und Angelina Mengel ihre Geschichten erzählten. In diesem Magazin lest ihr von den beiden inspirierenden Menschen, die gerade durch schwere Zeiten und die Brüche in ihrer Vita zu denen wurden, die sie sind.
 

Heide Heim, Redakteurin

Tribals sind zurück! Wer die 90er Jahre miterlebt hat, der sieht diese Entwicklung womöglich mit einem gewissen Unbehagen. Erinnerungen an schwarze Schnörkel auf Oberarmen werden wach, die vor allem deshalb gewählt wurden, weil sie für ihre Träger bedeutungslos waren und so die Standardfrage der Tätowierwilligen löste: »Was soll ich mir tätowieren lassen? Mit welchem Motiv kann ich mich später noch identifizieren?« So waren die ersten Massentattoos sinnentleerte Single-Spot-Tribals, die trotz der ständig wiederholten Phrase, man müsse sie an die Körperform anpassen, eigentlich immer aussahen wie für einen Rorschach-Test hingeworfene Tintenkleckse. Um im Bild zu bleiben: Zu deuten waren sie als Mitgliedsausweis im Verein der Tätowierten für Menschen, die eigentlich gar nicht tätowiert sein wollten. Als Körperdekoration funktionieren Tribals meiner Auffassung nach nur ab einer bestimmten Größe, erst dann ist eine Gestaltung des Körpers möglich. Wie das heute aussehen kann, zeigen wir ab Seite 56 mit etlichen Vertretern des Tribal- und Neo-Tribalstil-Stils.
 

Jula Reichard, Redakteurin

»Ja, Mensch, jetzt labern die auch noch!« So oder ähnlich war zunächst auch meine Haltung zum Vorhaben, einen TätowierMagazin-Podcast aus der Taufe zu heben. Doch die Neugier auf ein neues Medium siegte und so veröffentlichten wir am 28. März die erste Episode von Tattoocast. Nach der ersten Findungsphase und einer längeren Sommerpause erscheinen wir nun wöchentlich. Und das ist mitnichten eine sinnlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahme: Podcasts sind beliebt, es gibt sie zu allen erdenklichen Themen und sie werden beim Kochen, Einschlafen, Autofahren oder Rumlümmeln gehört. Ob Sex, Fußball oder Quantenphysik – kaum eine Nische, die Podcasts nicht bedienen.

In Sachen Tattoo sah es da in Deutschland aber bisher recht mau aus und das ändern wir nun. Was ich am Podcasten besonders schön finde? Anders als bei den Heftthemen, bei denen wir oft mehrere Wochen warten, bis es Feedback gibt, hat es etwas Unmittelbares: Tagsüber aufgezeichnet und abends schon on air!
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Stand:16 December 2018 18:31:27/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-27979_40-27975_60.html