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Inhalt Ausgabe Oktober 2018 | 24. Jahrgang | Nr. 272





Titelbild:
Model: Linda Marlen Runge
Foto: Sebastian Geyer


Intro

- Kurz und gut
- Dennis Bebenroth gefällt … der Hai-Schädel von Marvin Diekmännken
- Uns gefällt … das plakative, aber denoch harmonische Lettering von Mateusz Wolski


Tätowierer

- Bold as Love: Vier Tätowierer, vier Stile, ein Ziel – solide Tätowierungen  
- Entweder – oder! Kompromisslose Realistic-Tattoos von Bene Bader
- Duo infernale: Anita Reinbacher und Gino Fuchs – zwei Tätowierer ergeben ein Ganzes  
- Inkdependent: Stilistische Tattoovielfalt in Edinburgh
- Bunte Republik Deutschland: In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt 


Szene

- Schrift als Tattoos: Die aktuellen Lettering-Styles und die wichtigsten Tipps und Infos, was ihr beachten solltet
-Pedaling Forward: BMXer Felix Prangenberg fällt nicht nur wegen seines Fahrstils, sondern auch durch seine Tattoos auf
- GZST: Gute Zeiten, schlechte Tattoos – Schauspielerin Linda Marlen Runge: »Meine Religion ist Rock ’n’ Roll«
- TATTOO EROTICA: Miss Ink Halabama


Service

- Tattoo-Akademie: Lego-Bausteine und Justitia


Veranstaltungen

- Summer Breeze Open Air : Metalheads und ihre Tattoos –  die Headbanger-Tattoos der Fans und Musiker  
- Termine


Outro

- Galerie
- Studios
- Gestochen scharf/Impressum


Standards

- Editorial
- Bild des Monats
- TattooZOOM
 

Editorial Oktober 2018

Von Tätowierern auf dem Land, Letterings und (nicht) lächelnden Tattoomodels

Leider zeichnen nicht alle Tätowierer ihre Letterings selbst wie Felix Seele vom Berliner Studio Der Grimm. Felix gehört zu den wenigen Künstlern, die ausschließlich Letterings stechen. Sein Stil ist so typisch wie (fast) unlesbar, mit seinen dekorativen Wort-Bildern gestaltet er selbst große Körperpartien

Boris »Bobs« Glatthaar
Chefredakteur


Vor zehn Jahren, als ich von der Stadt in ein idyllisches Dorf mitten im Wald zog, schaute manch einer mich irritiert an, weil stark tätowierte Menschen noch nicht zum Einwohnerbild gehörten. Man muss allerdings sagen: Selbst in der Stadt gehörten Leute wie ich, die Tattoos bis zu den Fingern hatten, damals noch zu den bunten Vögeln. Dass das in den Metro­polen längst anders ist, ist eine triviale Erkenntnis. Aber auch jenseits urbaner In-Viertel hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Immer mehr spielt sich die Szene nicht allein in Berlin, in Hamburg, im Rheinland und Ruhrgebiet oder in den dicht bevölkerten Zentren an Main und Neckar ab. Zwar kommt es dort oft zu einer Ballung an Tätowierern, Studios und Tattoos an den zugepflasterten Körpern von Szene-gängern. Doch in den weniger großen Städten, Landkreisen und Dörfern der Republik arbeitet Tag für Tag eine große und ebenso beachtenswerte Anzahl an Tätowierhandwerkern und Nadelkünstlern. Dass man von ihnen weniger hört, liegt oft schlichtweg an ihrer Zurückhaltung und ländlichen Bodenständigkeit, die vom selbstbewussten Werbegeschrei aus den »Tatttoometropolen« übertönt wird. Im TätowierMagazin richten wir den Blick deshalb regelmäßig auch auf das Land und feiern es. Denn auch dort sind Tätowierte längst keine einsamen, bunten Hunde mehr.


Heide Heim
Redakteurin


Letterings sollten ja eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden Tätowierers gehören. Vor allem in Street-Shops ist die Nachfrage hoch, die Namen der Kinder und aufbauende Sinnsprüche werden gerne auf der Haut getragen. Was mich wundert, ist die standardisierte Umsetzung von Letterings. Warum sind viele Tätowierer nicht in der Lage, ein »Felix« oder »Hold Fast« selbst zu entwerfen? Nicht selten bezeichnen sie sich doch als Tätowierkünstler respektive Tattoo-Artist. Stattdessen bekommt Kevins Mutter ein Stück Papier mit Schriftvariationen vorgelegt. Sie hat die freie Wahl zwischen Black Betty, Queen Rosie und Dead Hardy … Das ist doch armselig! Nicht, dass ich den Entwurf eines schön gestalteten Schriftzugs für ’ne Fingerübung halte – aber in meiner Welt ist es Teil des Berufsbildes. 
Einige der in dieser Ausgabe vorgestellten Tätowierer  gestalten passend zum Träger und der Aussage ein entsprechendes Lettering, andere haben sich so stark spezialisiert, dass die Tattoos einen ornamentalen Charakter haben. Eine Auswahl an Möglichkeiten, wie Letterings heute aussehen können, seht ihr ab Seite 64.


Jula Reichard
Redakteurin


Ja, Mensch, jetzt lacht doch mal! Dieser Appell geht raus an alle lieben Models, die gerne unsere Cover und Titelgeschichten zieren wollen: Monat für Monat haben wir es in der Redaktion mit professionellen Fotografien von euch zu tun. Manchmal aber geht schon beim Shooting alles in die Hose, wenn Models gestellte Überheblichkeit zur Schau tragen: Schmollmund, distanzierter Blick und eine Attitude, die nur eines vermittelt: »Ich bin so cool, wie du es niemals werden wirst.« Versteht mich nicht falsch, wir sind begeistert von euch, aber wenn ihr eure sonst so bezaubernde Ausstrahlung im entscheidenen Moment beim Shooting nicht zeigen wollt, ist das schade. Denn wir wollen zeigen, dass Tattoos Leidenschaft bedeuten und uns allen doch verdammt viel Spaß machen. Und ihr seid so tolle, sympathische Menschen, die sich nicht hinter aufgesetzter Unnahbarkeit verstecken müssen. Also: lacht doch mal – auch beim Shooting. Eure Coolness büßt ihr dadurch ganz sicher nicht ein.
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Stand:17 October 2018 02:50:09/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-27661_40-27659_60.html