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Inhalt Ausgabe September 2018 | 24. Jahrgang | Nr. 271



Titelbild:
Model: Victoria van Violence
IG: victoriavanviolence
www.thenewrose.com

Foto: Bastian Bochinski
www.bastianbochinski.de


Intro

Kurz und gut
Andre Hoppe gefällt … das Morph-Tattoo von Marc Christinat
Uns gefällt … das »Trust no one«-Tattoo von Rolf Drescher

Tätowierer

Blackworker – Strukturen von Chris Weber von Tragic Kingdom aus MannheimTattoo Hasso – Aus dem Ghetto in Deutschlands bekanntestes Tattoostudio
Realistic Mix-up – Hieronymus Röhrig kombiniert Realistic mit Neotraditional
Mambo – »Deconstructed Style« – die Trennung von Linien und Flächen
Bunte Republik Deutschland – In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt

Szene

Nachwuchscontest 2018: Jetzt seid ihr dran! Diese zehn Newcomer stellen sich der Leserwahl
Die neue Businessfrau: Victoria van Violence gründet Streetwear-Label
Auf die Freundschaft: Tattoos, die für immer verbinden
Desasterkids: Berlins moderne Metal-Kombo spricht über Homophobie und Tattoos
TATTOO EROTICA: Nykki Suicide aus Italien

Service

Heimatliebe – Tattoos gegen Heimweh
Tattoo-Akademie: Die Wissenschaftlerin Marie Curie und die Waldgeister

Veranstaltungen

Termine

Outro

Galerie
Studios
Gestochen scharf/Impressum

Standards

Editorial
Bild des Monats
TattooZOOM

Editorial September 2018

Von Conventions, den Newcomer-Top-Ten und emotionalen Freundschaftstattoos

Neuausrichtung: Das TätowierMagazin wird sich in Zukunft in neuer Form auf Veranstaltungen präsentieren, wie beispielsweise mit der Tattoo-Area auf den Custom- Bike Summer Days in Mannheim oder auch mit der »handver­lesen«-Artist-Row auf der Kaiserstadt Tattoo Expo im September in Aachen

Boris »Bobs« Glatthaar
Chefredakteur


Das TätowierMagazin steckt mitten in einer spannenden Phase des Umbruchs, in der wir Überholtes hinter uns lassen, Bewährtes in den Fokus rücken und Neues ausprobieren. Eine Neuausrichtung ist, dass wir unser über zwei Jahrzehnte gewachsenes Conventionkonzept überdenken. Klar ist: Wir werden auch in Zukunft bei den wichtigen Events der Szene vor Ort sein, mit euch feiern, ein offenes Ohr haben und viele tolle Storys dort produzieren. In welche Richtung sich an unseren bisherigen Auftritten aber etwas ändert, könnt ihr beispielsweise bei der Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen vom 14. bis zum 16. September erleben, wenn das TätowierMagazin zum ersten Mal unter dem Motto »handverlesen« eine Artist-Row mit fünfzehn tollen Tätowierern präsentieren wird. Zusätzlich werden wir unsere Fühler hin und wieder auch stärker über den Szenerand hinaus strecken. Zwar ist das Tattoo inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, nicht aber das Wissen über gute Tätowierungen und hervorragende Tattookünstler – und das wollen wir über das Magazin und den direkten Kontakt zu Menschen weiter vermitteln. Ein Beispiel dafür, wie gut das gelingen kann, ist die unter Federführung von Redakteurin Jula ausgerichtete TätowierMagazin-Tattoo-Area bei den CUSTOMBIKE SUMMER DAYS im Juli in Mannheim.


Heide Heim 
Redakteurin


Ich kann mich gut daran erinnern, als sich vor gut vierzehn Jahren die Redaktion Gedanken darüber machte, wie wir den Austragungsmodus für den ersten Nachwuchscontest gestalten sollen. Wir entschieden uns damals, dass die Bewerber zwei Tattoos einreichen müssen: ein Tattoo nach Wahl – quasi die Kür – und ein Tribal-Tattoo – die Pflicht. Das war für uns ganz logisch, natürlich tätowierte der Nachwuchs Tribals. In der April-Ausgabe 2004 stellten wir dreißig Bewerber vor und keiner hatte ein Problem, ein Tribal zu präsentieren. Im Laufe der Jahre haben wir den Modus immer wieder angepasst, hätten wir auf Tribal-Tattoos als Standard bestanden, gäbe es diesen Wettbewerb mangels Teilnehmer wohl gar nicht mehr. Jungtätowierer haben heute den Freiraum, sich auf einen Stil und dessen Verbesserung zu konzentrieren. Das gefällt nicht jedem, aber es ist gut. Für die Weiterentwicklung des Tätowierens braucht es Freiheit, und die technischen Skills liegen beim Nachwuchs dank Arbeitsmaterial und Informationen schon heute weit über dem Niveau vieler Oldtimer. Überzeugt euch selbst von der Klasse des Nachwuchses, die sich auch Online dem Leservoting stellen. 


Jula Reichard
Redakteurin


Als wir für diese Ausgabe in Sachen Freundschaftstattoos bei euch nachfragten, haben wir nicht geahnt, wie viel Emotionen das Thema auslösen würde. Unzählige Einsendungen flatterten herein. Eure Geschichten sind lustig, gehen ans Herz, sie zeugen immer von dem tollen Band, das eine Freundschaft ausmacht. Es ist erstaunlich, wie viele von euch da draußen offenbar bereit sind, der Freundschaft mit einem Tattoo Ausdruck zu verleihen. Die Geschichten dahinter sind so unterschiedlich wie die Tattoos selbst. Klar haben wir uns auch gefragt, ob das so eine gute Idee ist. Schließlich können Freundschaften auch in die Brüche gehen. Für Tattooträger wie auch für Tätowierer haben die ab Seite 80 gezeigten Freundschaftstattoos aber einen großen Unterschied zum eintätowierten Namen eines Partners: Sie können viel problemloser auch für sich stehen und erinnern nicht gleich mit dem Vorschlaghammer an vergangene Zeiten. Für viele gilt außerdem: Freundschaft ist mehr wert als Liebelei.
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Stand:26 September 2018 03:23:38/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-27340_40-27330_60.html