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Inhalt August 2018

Model:Kimy StoneInstagram: kimy_stoneFoto: Jonathan Goehlergoehlerphotography.com

Titelbild:
Model:Kimy Stone
Instagram: kimy_stone

Foto: Jonathan Goehler
goehlerphotography.com


Intro

Kurz und gut
Jonas Bieg gefällt … das Fullfront-Tattoo von Lars Uwe aus dem Loxodrom in Berlin
Uns gefällt … das schlafende Totoro von Kerste Diston

Tätowierer

Family Business: Tätowiererin Jenny B und ihre große Tattoofamilie
Vom Luxus, das Beste zu geben Allrounder Ralph Miller vom The Mess in Wiener Neustadt
Heimwärts Tattoo Collective Neotraditionals von Janis Seebald,Rique Corner und Gästen 
Bunte Republik Deutschland: In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt 
TätowierMagazin handverlesen: Das TM präsentiert – 15 Top-Tätowierer auf der Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen 

Szene

Nachwuchscontest 2018: Bewirb dich und werde Nachwuchstätowierer 2018
Der Krankheit den Finger zeigen: Trotz Amputation von fünf Fingern arbeitet Yasemin Seber als Piercerin 
TATTOO EROTICA: Stephany Says aus Brasilien

Service

Heimatliebe: Tattoos gegen Heimweh
Ratgeber: Hygiene – So bekommst du ein Tattoo – und keine Krankheit
Tattoo-Akademie: Die Göttin der Frühstückscerealien und ein musikalischer Besenstiel

Veranstaltungen

23. TattooCon Dortmund Kehrtwende: Der Schwerpunkt lag wieder auf Körperkunst
Fette Geburtstagsparty in der Stadt aus Eisen – Open Air: With Full Force 
Termine

Outro

Galerie
Studios
Gestochen scharf/Impressum

Standards

Editorial
Bild des Monats
TattooZOOM

Editorial August 2018

Von Tattoo-Plagiaten, Gesichtstattoos und der ersten TätowierMagazin-Row in Aachen

Es gibt Gesichts­tattoos und Gesichts­tattoos!  Die einen wirken aggressiv, die anderen homogen und freundlicher – wie dieses Tattoo von Nic. Besonders bei dieser Körperstelle sollte jeder stark auf die Qualität und das Konzept achten. Nic passt übrigens auch deshalb zur Ausgabe, weil er als Chef des Anarchist Tattoo Collective in Heidelberg ein vehementer Hygiene-Verfechter ist

Boris »Bobs« Glatthaar
Chefredakteur

Es dauerte nicht lange, da war nach einem Tattoocontest die Empörung in sozialen Netzwerken groß: Das Design eines Gewinnertattoos sei geklaut und eine Unverschämtheit des Tattoodiebes. Das verantwortliche Studio wiegelte ab: Man habe nie behauptet, das Bild selbst gezeichnet zu haben, und überhaupt sei nichts schlimm daran, von Pinterest abzukupfern. Tage später eine neue Welle der Wut im Netz: Ein weiteres Tattoostudio versuchte zu rechtfertigen, dass ein geklautes Motiv gestochen wurde. Und dann: Noch ein nachgemachtes Tattoo, das bei einem Contest gewann. Die Häufung solcher Fälle offenbart eine erschreckende Selbstverständlichkeit, mit der manche Tätowierer, die die Bezeichnung »Künstler« per Definition nicht verdienen, im Netz die Leistung echter Könner stehlen. Worauf sie dann auch noch stolz sind, wenn sie mit komplett geklauten Ideen im Contest antreten oder ihr Tattooplagiat bei Instagram posten, ist nicht nachvollziehbar. Fest steht: Allen Ausreden zum Trotz ist der Motivklau nicht nur unredlich und gegen die Berufsehre, sondern auch schlichtweg bei Strafe verboten. Ich kann Tätowierer, die plagiiert werden und juristisch dagegen vorgehen, aus vielen Gründen sehr gut verstehen. Und ich kann Kunden nur raten, sich Tätowierer zu suchen, die ihnen ein individuelles Motiv stechen und kein billiges Plagiat. 


Heide Heim
Redakteurin

Werde ich zu alt für diesen Scheiß oder leben einfach zu viele Tätowierte in einer Filterblase, und zwar nicht nur im Netz, sondern auch im realen Leben? Es geht um Gesichtstätowierungen, die quantitativ stark zugenommen haben im Sinne von »immer mehr Leute« tragen »immer größere Tätowierungen« im Gesicht. Im Zuge dieser Entwicklung ist leider die Qualität dieser Tätowierungen nicht im gleichen Maße gestiegen wie die Menge und damit – womöglich auch – im entscheidenden Maß die Akzeptanz bei Menschen, die ihre Zeit nicht in Tattoostudios oder auf Conventions verbringen. Viele Gesichts- tätowierungen sehen einfach kacke aus. Ich meine jetzt nicht kleinere Hipster-Tattoos auf der Schläfe, sondern wenn Kopf und Gesicht großflächig mit oft dämonischen Tätowierungen bedeckt sind. Jetzt umgeben wir uns natürlich meist mit Gleichgesinnten und denken, Gesichtstattoos sind Usus und rufen auch bei Außenstehenden keine Ressentiments hervor. Doch, tun sie! Diese Leute sind euch egal? Vielleicht tretet ihr ja doch mal aus eurer sozialen Filterblase heraus.


Jula Reichard
Redakteurin

In der Geschichte des TätowierMagazins gab es das noch nie: Wir bringen fünfzehn ausgewählte Tätowierer aus Deutschland zu einer der renommiertesten Tattooconventions des Landes. Vom 14. bis zu 16. September 2018 präsentieren wir euch in Aachen auf der Kaiserstadt Tattoo Expo eine illustre Runde von Tätowierern, die sinnbildlich für die Qualität der deutschen Tattooszene stehen. Die Kaiserstadt Tattoo Expo ist bekannt dafür, solide Tattookunst und echtes Handwerk zu bieten. Copycats findet man dort ebenso wenig wie Hinterhofscratcher – da reihen wir uns gerne ein. Bei der Auswahl sind wir mit großer Sorgfalt vorgegangen und gaben dem Baby daher treffend den Namen »TätowierMagazin handverlesen«. Bei den Künstlern war uns nicht nur wichtig, dass sie einen hohen Standard garantieren, talentiert und kreativ sind, wir wollten euch auch möglichst viele Stile in unserer Row präsentieren. Das glückte mit der Auswahl, die ab Seite 56 präsentiert wird. Vergesst nicht, einen Termin zu machen!
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Stand:16 August 2018 14:51:02/magazin%2B_und_%2Bextras/heftarchiv/content-27153_40-27152_60.html