Vorbereiten aufs Tattoo – 10 Tipps für dich

23.03.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: DR Photoperformance
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Vorbereiten aufs Tattoo – 10 Tipps für dich
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Ein Tattootermin ist immer eine aufregende Sache. Für den Körper wird eine Tätowierung sogar zur Herausforderung, da ist es angebracht, sich über die ideale Vorbereitung genauer Gedanken zu machen. Wir klären für dich, worauf es ankommt. Jetzt geht nichts mehr schief: Mit diesen 10 Tipps bist du bestens gewappnet für deine nächste Tattoosession.
Vorfreude, manchmal auch Nervosität ergreift Besitz von dir, wenn der nächste Tattootermin ins Haus steht. Vorm ersten Mal ist die Aufregung besonders groß und die Liste der Fragen, die im Kopf herumgeistern, ist lang. Anders als fürs erste Date gibt es für den Tattootermin durchaus nützliche Hinweise und Ratschläge, die du beherzigen solltest, um ideal vorbereitet beim Tätowierer aufzuschlagen. Wir haben dir die Top-Ten- Hinweise zur Tattoosession zusammengestellt.

1. Ausgeschlafen sein
Wer ausgeschlafen ist, ist fit. Und wer fit ist, der steht eine Tattoosession besser durch. Das ist ein einfaches Rechenbeispiel. Der Körper wird beim Tätowieren auf eine harte Probe gestellt. Immerhin verletzt man dabei vorsätzlich das größte Organ des menschlichen Körpers – die Haut. Es ist eine normale Reaktion des Körpers, sich dagegen zu sträuben, was Energie raubt. Daher ist es nur von Vorteil, gestärkt und hellwach zu sein.

2. Gut Frühstücken
Wer fit, munter und gestärkt zum Tattootermin erscheinen will, der sollte auch ordentlich gefrühstückt haben und auf keinen Fall mit nüchternem Magen erscheinen. So hat der Kreislauf eine top Grundlage, die Energie liefert. Wer dann noch darauf achtet, was er isst, der fährt gleich doppelt gut. »Gute« Kohlenhydrate, also solche, die länger satt machen und in Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten enthalten sind, eignen sich besser als »schlechte« Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte, Zucker, Süßigkeiten), deren Energiequelle schon nach kurzer Zeit aufgebraucht ist. Vitaminreiches Obst oder Gemüse ist zudem eine super Beigabe. Kurzum: Gesundes, vollwertiges Essen, das lange satt macht und viel Energie liefert, ist für den Körper zur Vorbereitung besser geeignet als kalorienreiches Fast Food, das erst für ein unangenehmes Völlegefühl und gleich darauf für neuen Heißhunger sorgt.

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3. Richtige Körperhygiene und geeignete Kleidung
Wer sich und seinem Tätowierer einen Gefallen tun möchte, kommt frisch geduscht zum Tattootermin. Die zu tätowierende Hautstelle sollte von Schweiß und idealerweise von alten Hautschuppen befreit sein. Jedoch sollte bei der betreffenden Stelle auf alles verzichtet werden, was unnötig reizt und irritiert (aggressive Peelings, neue, noch nicht benutzte Pflegeprodukte, die möglicherweise eine Allergie hervorrufen könnten). Auch vor exzessivem Sonnenbaden vorm Termin sei gewarnt, denn sonnengereizte Haut sollte nicht tätowiert werden.
Bei der Wahl der Kleidung ist auch Sorgfalt geboten: Die Kleidung sollte sauber sein, da sie hinterher möglicherweise mit der frischen Tätowierung in Berührung kommen kann, die Kleidungsstücke sollten bequem sitzen und die zu tätowierende Stelle leicht freizulegen sein (wer an der Wade tätowiert wird und eine superenge Jeans bis zum Knie krempeln muss, wird sicher keine Freude haben etc.). Und man sollte sich bewusst sein, dass auch das sorgfältig abgeklebte Tattoo manchmal ordentlich sifft, also an Wundsekret und Farbresten verliert, und ausläuft. Flecken auf der Kleidung sind also keine Seltenheit.

4. Einen sinnvollen Zeitpunkt wählen
Wer über ein Tattootermin im Sommer nachdenkt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass für etwa drei Wochen Badengehen, exzessives Sonneanbeten und Solarium tabu sind. Die Haut ist durch das neue Tattoo verletzt, durch starke Sonneneinwirkung oder das Aufweichen im Wasser kann sich das Tattoo entzünden und somit schlecht abheilen. Das passiert fast immer zu Lasten der Optik des Motivs. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Sauna. Und Sportler sollten sich überlegen, wie lange sie auf ihr Workout verzichten können, denn eine Pause von mindestens einer Woche nach dem Termin ist ratsam.

Wir haben dir die Top-Ten- Hinweise zur Tattoosession zusammengestellt.

5. Drogen, Alkohol, Kaffee und Blutverdünner
Wer unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol steht, sollte unter keinen Umständen tätowiert werden. Das macht zum einen der Kreislauf nicht mit, zum anderen kann man in diesem Fall kaum von einem wachen, fitten und konzentrierten Zustand des Kunden sprechen – das bedeutet erschwerte Bedingungen für den Tätowierer. Außerdem bluten wir stärker, wenn wir zum Beispiel Alkohol getrunken haben. Wem etwas am Ergebnis seines Tattoos liegt, der trinkt mindestens zwei Tage vor dem Termin keinen Alkohol und lässt die Finger von Drogen. Ähnliche Probleme treten übrigens bei Kaffeekonsum und der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie etwa Aspirin auf. Wir bluten mehr. Also Finger weg von Kaffee und Blutverdünnern, idealerweise schon zwei Tage vorm Termin, spätestens aber am Tag selbst. Übrigens, hättest du das gewusst? Auch Ingwer, Knoblauch und Chia-Samen wirken blutverdünnend. Viel Wasser solltest du idealerweise schon einige Tage vorm Termin und am Tag selbst trinken, denn gut hydrierte Haut lässt sich besser tätowieren.

6. Den Tätowierer aufklären
Sollte bei dir eine chronische Erkrankung vorliegen, kläre den Tätowierer frühzeitig auf und halte gegebenenfalls mit deinem Arzt Rücksprache, ehe du das Tattoovorhaben umsetzt. Das gilt auch für Allergien. So können böse Überraschungen vermieden werden und alle sind auf die Session bestens vorbereitet. Wer Medikamente nehmen muss, sollte das dem Tätowierer sagen

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7. Zeitdruck und Stress vermeiden
Plane am Tag des Tattootermins für alles ausreichend Zeit ein. Stressfaktoren wie Stau bei der Anfahrt, Parkplatzsuche und allgemeine Nervosität sollten mit einkalkuliert werden. Je gelassener du zu einem Termin erscheinst, desto besser wirst du die Situation meistern. Vermeiden solltest du auch Zeitdruck für deine weitere Tagesplanung. Nicht immer ist sofort klar, wie viel Zeit du für das Stechen benötigst, zu Verzögerungen kann es außerdem immer kommen. Am besten ist, du lässt es für den Rest des Tages ruhig angehen und nimmst dir nichts Wichtiges mehr vor. Dein Körper und Geist werden es dir danken.

8. Ein Care-Paket kann nützlich sein
Auch nach jedem noch so guten Frühstück bist du nicht davor gefeit, dass du während des Tattoovorgangs in Unterzucker gerätst und dein Kreislauf ein bisschen schwach wird. Hierfür ist es ratsam, einen kleinen kohlenhydratreichen Snack (Müsliriegel, Banane, Süßigkeiten) und energiespendende Saftschorle oder Cola parat zu haben.

9. Ablenkung
Nicht jeder Tätowierer unterhält sich gern während er hochkonzentriert tätowiert. Sich ganz ohne Ablenkung dem süßen Schmerz hinzugeben, kann allerdings sehr anstrengend sein. Für den Fall haben sich als nützlich bewährt: Musik und Kopfhörer, ein gutes Buch oder die Powerbank mit ausreichend Akku fürs Handy. Bringe zur Ablenkung übrigens nicht einfach Freunde oder Angehörige mit, das macht dich im Zweifel nicht weniger unruhig und bringt den Tätowierer zusätzlich aus dem Konzept. Wenn überhaupt, dann solltest du das vorher unbedingt abklären. So oder so: Eine ruhige und entspannte Atmosphäre ist da A und O!

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10. Gesund und munter
Wer krank ist, der hat beim Tätowierer nichts verloren. Punkt. Und dafür gibt es viele Gründe: Wer sich mit einem Infekt quält, wird schnell feststellen, dass er dann viel schmerzempfindlicher ist als an gesunden Tagen. Der Körper benötigt schließlich alle Energie woanders. Die niedrige Schmerztoleranz ist ein Warnsignal, das dir sagt: Lass das mal besser. Der Tätowierer hat außerdem mal so gar nichts davon, wenn du mit Erkältung oder Magengrippe auftauchst. Eine Tattoositzung nach einer Stunde gezwungenermaßen abzubrechen oder sich auf plötzliche Nieser und Hustenanfälle einzustellen, ist lästig. Außerdem bist du ansteckend. Solltest du eine Tattoositzung krank überstanden haben, können zu Hause Komplikationen warten: Das Immunsystem ist geschwächt und das wirkt sich auf die Wundheilungsphase negativ aus.
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Stand:19 July 2018 19:30:21/extras/vorbereiten+aufs+tattoo+-+10+tipps+fuer+dich_18320.html