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Tätowierer Mark Halbstark: Radikal und sattschwarz

06.02.2019  |  Text: Boris »Bobs« Glatthaar  |   Bilder: Mark Halbstark
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Tätowierer Mark Halbstark: Radikal und sattschwarz
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Mark Halbstarks reduzierter Blackwork-Stil ist innovativ und tiefschwarz. Seienen Hintergrund in der Graffitti-Szene sieht man ihm auch an. Mehr darüber erfahrt ihr im Kurzportröt im Rahmen des TätowierMagazin-Jubiläums.
Einer der deutschsprachigen Tattookünstler, die längst noch nicht zur »alten Garde« gehören und die Arbeit anderer Tätowierer trotzdem maßgeblich mitgeprägt haben, ist Mark Halbstark. Immer wieder hört man innerhalb der Branche, sein Stil spende Inspiration oder sei gar direktes Vorbild – nicht nur für Newcomer an der Nadelmaschine, sondern auch für bereits bekannte Kollegen. Wenn die über Mark sprechen, schwingt in der Stimme meist eine gewisse Hochachtung mit, was der in Berlin beheimatete 34-Jährige allerdings »einigermaßen absurd« findet. Nicht, dass er sich über den Zuspruch nicht freuen würde, aber er hält sich einfach für ziemlich normal.
Sein Stil indes war tatsächlich alles andere als das, als er vor ein paar Jahren erstmals zu sehen war: tiefsattes Schwarz, extrem breite Linien, viel Kontrast zur Haut, groß angelegte Motive, anfangs noch etwas zusätzliche Farbe, auf die er inzwischen verzichtet. Seine Tätowierungen wirken brachial und ausgesprochen klar. Dass die Motive eindeutig und schon aus der Entfernung erkennbar sind, ist Mark ebenso wichtig wie ihre lange Haltbarkeit. Was das angeht, ist Mark traditionell.

Die großflächigen Motive Mark Halbstarks sind komplett in schwarz gehalten und bilden viel Kontrast zur Haut.
Die großflächigen Motive Mark Halbstarks sind komplett in schwarz gehalten und bilden viel Kontrastzur Haut.
Bei allem anderen ist er weniger traditionell. Aus der Graffiti-Szene stammend, interessierte sich Mark schon als Jugendlicher und junger Erwachsener fürs Tätowieren. Seine ersten Versuche, das Handwerk zu lernen, scheiterten mit etwa zwanzig daran, dass er keinen Ausbilder fand. Vier oder fünf Jahre später bekam er von einem Kumpel allerdings Geld für eine Maschine und legte selbst los. Da hatte er sich längst von einigen in Sachen Tattookunst progressiven Tätowierern aus Belgien und Frankreich inspirieren lassen, insbesondere von der alten Boucherie Moderne, in der damals fünf Künstler arbeiteten, deren Stile jeder für sich völlig neu und einzigartig war. Unter diesem Einfluss begann auch Mark, reduzierter zu arbeiten, dicker zu stechen, den Hautkontrast effektiv auszunutzen – seine Graffiti-Herkunft ist dabei in vielen Tattoos erkennbar. Vor etwa fünf Jahren wechselte er von teilweise knallbunten Tattoos auf sattschwarze Arbeiten. »Das war noch härter und radikaler«, sagt er. »Das faszinierte mich.«

Kontakt:
Mark Halbstark
Facebook: halbstark.onroad
Instagaram: meisterisegrim
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Stand:26 April 2019 05:44:13/community/taetowierer+mark+halbstark+radikal+und+sattschwarz_19304.html