Datenschutz für Tätowierer

24.05.2018  |  Text: Redaktion  |   Bilder: Redaktion
Datenschutz für Tätowierer
Datenschutz für Tätowierer
Alle Bilder »
DSGVO/BDSG: Ab Freitag müsen Tätowierer und Piercer die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beachten – ansonsten kann es teuer werden. Szenejurist und Tattoo-Anwalt Urban Slamal hat ein Package mit Rechtstexten extra für die Branche geschürt. Reinklicken, Schlaumachen, Bußgelder vermeiden!
Die europäische Datenschutz-Grundverordnung und das neue Bundesdatenschutzgesetz hängen wie Gewitterwolken über deutschen Unternehmen. Gerade kleine Betriebe wissen oft nicht, was sie eigentlich machen sollen, haben Angst vor Abmahnanwälten und Datenschützern. Auch die Tattoobranche ist verunsichert, immerhin drohen jetzt Bußgelder von bis zu 10 oder gar 20 Millionen Euro.

Obwohl nicht zu erwarten ist, dass auch nur annähernd solche Summen gegen Tätowierer oder Piercer verhängt werden, sollten auch sie nicht einfach den Kopf in den Sand stecken, denn die Millionenstrafen-Androhung zeigt: Die EU meint es ernst und Abmahner haben neue Möglichkeiten. Wenn ab 25. Mai 2018 ausschließlich das neue Datenschutzrecht gilt, müssen sich also auch Tätowierer und Piercer darauf vorbereitet haben – sie sind dazu verpflichtet.

Neben möglichen technischen Anpassungen von Webseiten und der Überprüfung und eventuellen Veränderung aller innerbetrieblichen Prozesse von Datenerhebung und -verarbeitung müssen sie als Unternehmer vielfach auch neue Einverständniserklärungen von Kunden einholen.

Das kann zum Beispiel die Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten wie Name und Anschrift von Kunden betreffen, aber auch das Fotografieren von Tattoos am fremden Körper und die anschließende Veröffentlichung von Fotos etwa auf Instagram.

Extra für Tätowierer hat der Jurist Urban Slamal nun ein Rechtstextepaket geschnürt.

Es enthält eine Datenschutzerklärung für die Webseite, eine Datenschutzerklärung für den Kunden vor Ort sowie eine Einwilligung zur Verwendung von Tattoosfotos – all das kann vom Tätowierer in ein eigenes Layout übernommen werden.

»Meine Idee war, den immer wiederkehrenden Fragen nach den Auswirkungen des neuen Datenschutzrechts mittels einiger praktischer Hilfsmittel zu begegnen«, sagt Urban, der auch Vorstandsmitglied des Bundesverbands Tattoo e.V. (BVT) ist.

Das Paket ist von Tattoo-/Piercingstudios und Tätowierern/Piercern für 120 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bestellbar unter der E-Mail-Adresse rechtsanwalt@slamal.de, Betreff: Datenschutz. Wichtig ist, dass alle Angaben gemacht werden, die zur Rechnungserstellung benötigt werden. Spätestens einige Tage später kommen die Texte dann per Rückmail.
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:23 June 2018 20:04:22/blog/datenschutz+fuer+taetowierer_18517.html