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Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden

26.03.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: © 2018 The Trustees of the British Museum
Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden
Älteste figürliche Tätowierungen auf ägyptischer Mumie gefunden
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Strich- und Punkttätowierungen sind durch Ötzi bekannt, dass sich vor 5000 Jahren die Menschen in Ägypten bereits mit figürlichen Darstellungen tätowieren ließen, ist jedoch neu. Das British Museum machte den sensationellen Fund, der seit einhundert Jahren vor ihnen lag.
Infrarotaufnahme des Gebelein-Mannes, auf dem Oberarm rechts wird die Tätowierung sichtbar.
Infrarotaufnahme der Mumie des Gebelein-Mannes, auf dem Oberarm rechts wird die Tätowierung sichtbar.

Das British Museum entdeckte auf der 5000 Jahre alten Mumie eines Mannes Tätowierungen, die Tiere darstellen. Mittels Infrarotaufnahmen wurden die Tätowierungen auf der Mumie sichtbar, die seit 1901 fast durchweg im British Museum ausgestellt war und auf die Epoche 3351 bis 3017 v. Chr. datiert ist. Damit ist die in Oberägypten, in der Nähe der heutigen Stadt Gebelein ausgegrabene Mumie so alt wie Ötzi. Während die in den Südtirol gefundene Gletschermumie Strich- und Punkttätowierungen zeigt, trägt die als Gebelein-Mann bezeichnete Mumie auf dem Oberarm die Bilder eines wilden Stieres und eines Mähnenspringers, eine in Nordafrika beheimatete Ziegenart. Die beiden gehörnten Tiere sind bereits aus der prädynastischen, ägyptische Kunst bekannt.
Die in die Dermis eingebrachten Pigmente basieren auf Kohlenstoff, wahrscheinlich aus Ruß. Es wird angenommen, dass die Tätowierungen Ausdruck von Macht und Stärke waren.

 
Detail der Tätowierung, die man auf dem Arm der Mumie fand unter Infrarotlicht.Die Tätowierung auf dem Oberarm rechts des Gebelein-Mannes unter Infrarotlicht. Sie zeigt einen wilden Stier und einen Mähnenspringer, eine in Nordafrika beheimatete Ziegenart.

Die ebenfalls in Gebelein gefundene Mumie einer Frau zeigt lineare und S-förmige Motive auf dem Oberarm und der Schulter. Diese Tätowierungen sind die ältesten Tätowierungen, die jemals auf einer Frau gefunden wurden.

Mit den Funden muss die Existenz von Tätowierungen in Afrika um eintausend Jahre zurückdatiert werden; auch ging man bisher davon aus, dass sich in Ägypten ausschließlich Frauen tätowierten.

 
S-förmige Tätowierungen der weiblichen Gebelein-Mumie.
Die S-förmigen Tätowierungen der weiblichen Mumie. Ähnliche Motive wir die der Frau wurden auch auf prädynastischer Töpferwaren gefunden.

Die ausführlichen Ergebnisse werden am 1. März 2018 im Journal of Predynastic Egypt Science veröffentlicht.
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Stand:25 April 2019 13:56:58/blog/aelteste+figuerliche+taetowierungen+auf+aegyptischer+mumie+gefunden_18302.html