Fàilte gu Dùn Èideann!

22.05.2015  |  Text: Dirk-Boris  |   Bilder: Doralba Picerno
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Fàilte gu Dùn Èideann!
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Die Annual Scottish Tattoo Convention in der Hauptstadt Edinburgh ist mehr als eine Tattoomesse. Sorgfältig ausgewählte Künstler, ein unterhaltsames Bühnenprogramm, schöne Einkaufsmöglichkeiten und ein Publikum, das den tätowierten »british way of life« zelebriert, machen die Veranstaltung zu einem erlebnisreichen Wochenende.

 
Ooooops, don't hit her boobs! Messerwerfer Charly Atlas und Rachel Renegade von »The Pretty Things Peepshow« unterhalten das Publikum in guter alter Zirkus-Manier. Unverkennbar ist der sehr feminine Stil von Lianne Moule aus dem Studio Immortal Ink aus Chelmsford, der perfekt zum Style von Trägerin Kelly passt.
(links) Unverkennbar ist der sehr feminine Stil von Lianne Moule aus dem Studio Immortal Ink aus Chelmsford, der perfekt zum Style von Trägerin Kelly passt. (rechts) Ooooops, don't hit her boobs! Messerwerfer Charly Atlas und Rachel Renegade von »The Pretty Things Peepshow« unterhalten das Publikum in guter alter Zirkus-Manier.

 
Mit fünf Jahren gehört die Tattoo Convention Edinburgh noch zu den relativ jungen Tätowierermessen und genauso fühlt sie sich auch an: jung, frisch, unverbraucht, mit gutem Gespür für neue Talente. Auf der Veranstaltung im etwas außerhalb Edinburghs gelegenen »Corn Exchange«-Veranstaltungszentrum findet man Ende März zwar immer auch einige Stammgäste wie Ian McAlister von Red Hot and Blue Tattoo, der einer der ersten Schotten war, die mit der Kombination klassischer Tattoomotive und Grafikelementen experimentierte, den Horrortätowierer und Romanautor Dan Henk oder auch Dave Fox aus Kalifornien mit seinem unverwechselbaren, stark von der Oldschool geprägten Stil mit derben Comiceinflüssen. Auch Joe Frost aus Leeds ist jedes Jahr auf der Messe vertreten – logisch, schließlich entwirft er ja seit fünf Jahren die wunderschönen Plakate der Convention.
 
 
Abgedrehter Comicskull von Turk vom Studio Left Hand Black aus San Diego.Süße Horror-Comic-Katze von Mark Ford aus London/New York.(links) Abgedrehter Comicskull von Turk vom Studio Left Hand Black aus San Diego. (rechts) Süße Horror-Comic-Katze von Mark Ford aus London/New York.

 
Zögerliche Zuwanderung aus Deutschland
Aber Veranstalter Jim bemüht sich auch – mit großem Erfolg – jedes Jahr, für Abwechslung und neue Gesichter zu sorgen, so dass es auch für regelmäßige Besucher immer etwas Neues zu entdecken gibt. Der Deutsche Daniel Bensmann vom Hütmôlar Tattoo aus Bad Hindelang ist beispielsweise zum ersten Mal in der schottischen Hauptstadt. Und auch unter die Besucher mischen sich in diesem Jahr mal einige Deutsche, beispielsweise Kim, die ihrem Stammtätowierer Kiwi Matt hinterher gereist ist, der normalerweise in Seattle in Aaron Bells berühmtem Slave-to-the-Needle-Studio arbeitet. »Immerhin ist der Flug nach Edinburgh schon mal kürzer als der nach Seattle«, konstatiert Kim trocken; und für ein Tattoo vom Künstler seines Vertrauens kann man ja auch mal ein bisschen Zeit und Geld investieren.
 
»Best of Sunday« für die Soldatenbraut  von Dani Green vom Dragstrip-Studio.
In dieses von Marcin von Inkdependent Tattoo aus Edinburgh tätowierte Fuchsfell möchte man sich reinmuckeln. Lohn für dieses kuschelige Tattoo war der Preis »Best of Sunday«.(links) In dieses von Marcin von Inkdependent Tattoo aus Edinburgh tätowierte Fuchsfell möchte man sich reinmuckeln. (rechts) »Best of Sunday« für die Soldatenbraut  von Dani Green vom Dragstrip-Studio.

 
Deutsch hört man in Edinburgh auch stets an den Ständen von Fabian Langes, Daniel Hofer, Omar Boggian und Manuel Winkler, auch wenn diese aus Südtirol und damit Italien stammen. Insbesondere der Dotwork-Mandala-Stil, den Manuel perfekt beherrscht, findet derzeit auch in Schottland großen Anklang, und wie schon in den Vorjahren ist der junge Südtiroler über beide Conventiontage ausgebucht. Für Fans dieses Stils gibt es aber mit L’Ain Freefall aus London, dem Studio Loaded Forty Four aus Manchester oder mit Jason Corbett aus Edinburgh und London auch ganz hervorragende Alternativen.
Neben Mandala- und Dotwork-Ornamenten ist der zweite große Trend in Edinburgh in diesem Jahr Cute-Girlie-Stuff; süße Kätzchen oder ähnliches Getier in quietschbuntem und niedlichem Comicstyle. Dafür stehen jede Menge Experten zur Verfügung, zum Beispiel Mark Ford und seine Partnerin Jessica V aus London und New York, Lucy Blue aus Manchester, Sam Whitehead aus Leeds oder Kelly Rutherford aus London.

Der vollständige Artikel ist in TätowierMagazin 06/2015 zu lesen.
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Stand:18 November 2017 05:49:47/veranstaltungen/failte+gu+dun+eideann_155.html