Sorry Mom in Braunschweig

23.03.2018  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: Sorry Mom Tattoo
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Sorry Mom in Braunschweig
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Im Studionamen Sorry Mom liegt ein spitzbübisches Augenzwinkern. »Ja, Mutter, ich hab mich tätowieren lassen, auch wenn du das nicht toll findest.« Im Braunschweiger Tattoostudio ist es schwierig, der Versuchung zu widerstehen: Gleich vier Tätowierer stechen extrem solide und kreative Arbeiten.
Die beiden Flügel des großen Holztores sind weit geöffnet, der verglaste Durchgang gibt den Blick frei auf das Innere des Studios. Alles wirkt offen, hell und einladend. Das soll so, die Menschen sollen sich trauen, ins Sorry Mom einzutreten. »Niederschwelligkeit« ist die Bezeichnung dafür, wenn Nutzer keine großen Hürden überwinden müssen, um eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Was man gerne vergisst, wenn der Studiobesuch für einen selbst schon zur Routine wurde, ist die womöglich unangenehme Situation für den Tattooneuling. Für den ist der Eintritt in diese sehr eigene Welt, in der unter Schmerzen Tattoos gestochen werden, die man ein Leben lang trägt, und wo man auf Tätowierte trifft, die den eigenen

Abschottung unerwünscht! Wenn sich das große Flügeltor öffnet, gibt der verglaste Durchgang den Blick frei auf das Leben im Studio. Diese Offenheit spiegelt die des Team gegenüber den Kunden wider

Tattoowunsch vielleicht als total lächerlich ansehen könnten, nämlich nach wie vor etwas Spannendes, was ihm den Puls in ungeahnte Höhen treibt. Dem will Dennis mit seinem »modernen« Studio begegnen. Das Sorry Mom zieht die Menschen positiv an, ist offen und einladend.

Dennis Bebenroth, der Besitzer von Sorry Mom, wollte vor gut drei Jahren zunächst einen Raum für sich schaffen, ein Studio, in dem er gerne arbeitet und sich wohl fühlt. Das räumliche Konzept der Offenheit sollte sowohl die Kunden mit einbeziehen als auch den Austausch mit Kollegen berücksichtigen. Von Anfang an hat Dennis einen Arbeitsplatz für einen Gasttätowierer eingeplant; dass sich innerhalb kürzester Zeit daraus ein Studio mit vier Top-Tätowierern, einem Auszubildenden plus regelmäßig arbeitenden Gasttätowierern entwickeln würde, folgte hingegen keinem Plan. »Das hat sich entwickelt«, so Dennis’ Erklärung.

Das Studio von innen

Einen großen Anteil daran, dass im Studio wirklich ein Team arbeitet, das den ursprünglichen Ansatz nicht nur mittragen, sondern auch selbst mitgestalten will, ist sicherlich Dennis’ ruhigem, freundlichem und kommunikativem Wesen geschuldet, das es Menschen einfach macht, sich in seinem Umfeld wohlzufühlen. Nach und nach kamen erst Castor Raubadler, dann Nina Vahid Kasiri, anschließend Nick Colin Corbett und schließlich Azubi Tim. Hier wurde kein Fußballteam für die beste Performance zusammengestellt, sondern jeder hatte sich entschlossen, mit den Kollegen eine gute Zeit zu verbringen, sich mit ihnen auszutauschen, voneinander zu lernen, miteinander zu lachen und den Kunden das Angebot zu machen, im Sorry Mom eine ernsthafte Tätowierung von Leuten ohne Attitüde zu bekommen.

Tätowierer: Nick

»Ich bin eines Nachmittags ins Studio gekommen und einfach geblieben«, lautet die kurze Erklärung von Castor Raubadler dazu, wie er zum Stammtätowierer im Sorry Mom wurde. Mit Nina hatte Dennis bereits vorher in einem anderen Studio zusammengearbeitet, Nick veränderte einfach seinen Status vom Guest-Artist zum Resident. Und Auszubildender Tim hat sich auf eine Stellenanzeige beworben, in der ausdrücklich stand, dass keine Azubis gesucht würden. Die Bewerbungsmappe für das anvisierte Grafikdesign-Studium schickte er einfach nach Braunschweig. Dass er genommen wurde, überrascht nicht. Wer einmal beobachten konnte, wie Tim auf einen Kunden zugeht und berät, da hätten Dennis und das Team mit dem Klammerbeute gepudert sein müssen, ihn nicht zu nehmen, auch, um Sabrina bei der Organisation und Beratung zu unterstützen.

Tätowierer: Dennis

Möglich wurde diese personelle Entwicklung durch das mittlerweile ebenfalls angemietete erste Stockwerk direkt über dem Studio, in dem ein weiteres Teammitglied arbeitet. Wie bei allen andren auch, muss es vor allem menschlich passen, schön finden es jedoch alle, wenn dem Kunden mit jedem weiteren Teammitglied auch stilistisch eine größere Variation geboten werden könnte.

Tätowiererin: Nina

Es ist diese Mischung aus Herzlichkeit im Umgang miteinander und Professionalität in der Arbeit, die auch die Kunden spüren. Schwerpunktmäßig bevorzugen die vier Traditionals und Nina Neotraditionals, andere Stilrichtungen werden über regelmäßig im Studio gastierende Tätowierer abgedeckt, oder die Kunden werden an spezialisierte Kollegen in Braunschweig verwiesen. Auch das ist für Dennis ein Teil des »modernen Tätowierens«: Es beruht nicht auf Abschottung, sondern auf Kommunikation und Austausch. Bei den Tattoos hingegen werden traditionelle Werte hoch gehalten: Im Sorry Mom entstehen linienbasierte Tätowierungen mit einer großen Vielfalt in der motivischen, stilistischen und technischen Umsetzung, immer mit einer hohen Qualität. Und wahrscheinlich ist eine Entschuldigung bei Mama gar nicht nötig, wenn man mit einer Tätowierung von Sorry Mom nach Hause kommt.

Tätowierer: Castor


Das Team

Dennis Bebenroth
Was ein schöner Arbeitsplatz für ihn selbst werden sollte, hat sich zum zweiten Wohnzimmer für seine Kollegen entwickelt. Dennis hat nicht nur ein Händchen für die Tattoomaschine, sondern für solides Handwerk, was sich am Innenausbau des Studios zeigt. Er tätowiert bereits seit fünfzehn Jahren und ist vom Allrounder zum Traditional-Tätowierer geworden.

IG:  dennisbebenroth




Castor Raubadler
Mit dem Thema Traditional spielt Castor wie kein anderer im Studio. Eine ganz eigene Motivsprache hat er mit diversen Signature-Tattoos entwickelt, etwa der Geldrolle, dem Eis am Stil, der Bulldogge usw. Kombiniert mit der meist flach eingearbeiteten Farbe, behalten die Motive die Power, die Castor an Traditionals schätzt.

IG: castorraubadleroriginalo

Mit dem Thema Traditional spielt Castor wie kein anderer im Studio. Eine ganz eigene Motivsprache hat er mit diversen Signature-Tattoos entwickelt, etwa der Geldrolle, dem Eis am Stil, der Bulldogge usw. Kombiniert mit der meist flach eingearbeiteten Farbe, behalten die Motive die Power, die Castor an Traditionals schätzt.


Nina Vahid Kasiri
Die studierte Mediendesignerin tätowiert seit zehn Jahren. Mit ihren Neotraditionals grenzt sie sich vom Stil ihrer Kollegen ab. Nina arbeitet sehr kundenorientiert und entwickelt am liebsten über ein Gespräch das Motiv. Bevorzugt tätowiert sie Naturdarstellungen. Mit ihrem Linework, der Farbwahl und dem grafisch orientierten Aufbau hat sie eine elegante Handschrift entwickelt.

FB: nina.vahidkasiri

Die studierte Mediendesignerin tätowiert seit zehn Jahren. Mit ihren Neotraditionals grenzt sie sich vom Stil ihrer Kollegen ab. Nina arbeitet sehr kundenorientiert und entwickelt am liebsten über ein Gespräch das Motiv. Bevorzugt tätowiert sie Naturdarstellungen. Mit ihrem Linework, der Farbwahl und dem grafisch orientierten Aufbau hat sie eine elegante Handschrift entwickelt.


Nick ColinCorbett
Reduktion und ein brutal klares Linework machen die Arbeiten des gebürtigen Neuseeländers aus, stilistisch zeigt er jedoch eine große Variationsbreite. Gemeinsam ist seinen Arbeiten der Charme, den seine Motive trotz der unglaublichen Präzision ausstrahlen. Schwarz, mit dem er sowohl flat als auch als Schattierung arbeitet, sind immer die Basis seiner langlebigen Tattoos.

IG: nick_colin_corbett

Reduktion und ein brutal klares Linework machen die Arbeiten des gebürtigen Neuseeländers aus, stilistisch zeigt er jedoch eine große Variationsbreite. Gemeinsam ist seinen Arbeiten der Charme, den seine Motive trotz der unglaublichen Präzision ausstrahlen. Schwarz, mit dem er sowohl flat als auch als Schattierung arbeitet, sind immer die Basis seiner langlebigen Tattoos.


Kontakt
Sorry Mom
Güldenstraße 6
38100 Braunschweig
Tel.: 0531  60187278
www.sorrymomtattoo.de
FB: sorrymomtattoobraunschweig
IG: sorrymomtattoobraunschweig
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