Tätowierte Arme – von der Idee zum fertigen Sleeve

23.03.2018  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Manuel Knülle, Philip Nürnberger, Christian Heim
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Tätowierte Arme – von der Idee zum fertigen Sleeve
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Wir sehen auf Instagram, in Magazinen und auf Tattooconventions die tollsten Motive, Inspirationen für das eigene Tattoovorhaben gibt es en masse auf dem Silbertablett. Doch wie entstehen größere Konzepte wie ganze Sleeves? Wir sprachen mit Trägern und Tätowierern unterschiedlichster Stile.
Sie knallen besonders: volltätowierte Arme. Wer sie selbst hat, der weiß, wie häufig man darauf angesprochen wird. Beim Sport, beim Feiern oder sonstwo. Sleeves, so nennt man die Arme, die von Schulter bis Handgelenk vollends tätowiert sind, zählen häufig zu den konzeptionell angelegten Tattoos. Doch wie wird aus einer Tattooidee ein ganzes Konzept? 

Viele Tätowierer favorisieren das Vorgehen, bei dem sie und der Kunde gleich zu Beginn wissen, wohin die Reise geht. Sie erarbeiten demnach ein Tattoo, das sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt und über den gesamten Arm erstreckt. In einem anderen Fall weiß der Kunde vielleicht nicht, ob zu dem einen Motiv am Oberarm später noch etwas hinzukommen soll, der Tätowierer ist aber so weise und legt das Motiv dergestalt an, dass es jederzeit gut erweitert werden kann. Und schließlich gibt es noch konzeptlose Tattoosammler, die auf ihren Armen ein buntes Potpourri an Motiven vereinen, das durch einen clever gewählten Hintergrund immer noch zum Sleeve werden kann. Hier zeigen Tätowierte ihre Sleeves unterschiedlicher Stile. Viele von ihnen hatten zu Beginn kein Konzept, andere schon. Doch ganz egal wie, ihre Geschichten inspirieren und zeigen, es gibt viele Wege zum volltätowierten Arm, der dich glücklich macht. Außerdem erklären wir, was Tätowierer ihren Kunden raten, wenn ein Sleeve entsteht. Gibt es bestimmte Schritte oder gar Stolpersteine? Welche Erfahrungen und nützlichen Tipps geben sie an ihre Kunden weiter? Über Asia-Sleeve-Konzepte erzählt Jan Kurze von Für Immer in Berlin. Alex Wild von Take It Easy in Stuttgart erklärt, wie bei ihm Traditional-Sleeves entstehen. Und Black-and-Grey-Realist Timo Culture Shocks aus dem Culture Shocks Tattoo Studio in Wolfsburg gibt Aufschluss über die Entwicklung seiner Realistic-Sleeves.

Wie auch immer dein Plan für einen bunten Arm aussieht – hier findest du Inspiration und Antworten.


Christians Sleeve steht für Leidenschaft, Begierde und Lust.

Christian und sein Sleeve von Tätowierer Sebastian Brade

Christians Sleeve steht für Leidenschaft, Begierde und Lust. Die Umsetzung ist Sebastian Brades (Brust oder Keule, Berlin) Interpretation dieser Thematik: Casanova mit einer jungen Dame. Ein wunderschönes Beispiel dafür, wie es aussieht, wenn Kunde und Tätowierer von Beginn an wissen, wohin die Reise geht. Ein Thema, ein Sleeve – eine abgeschlossene, sehr runde Sache. »Sieben Sitzungen brauchten wir. Vertrauen hatte ich von Anfang an, ich liebe Bastis Arbeiten und nach ein paar Bier beim Vorgespräch war klar, das passt mit uns«, verrät der 33-Jährige. Wer mehr von Model Christian oder Tätowierer Sebastian Brade sehen will, checkt die beiden mal bei Instagram: christian_zahn, brust_oder_keule


Erfahre hier mehr zu den Tattoo Sleeves und seinen Trägern:

Chrissy und ihr Ornamental-Sleeve
Ben Mittelstädt und sein Tradtional-Patchwork
Don Ribacker und sein Black-and-grey Realistic-Sleeve
Benedikt und sein Biomechanik-Sleeve
Ines und ihr Traditional-Sleeve
Katharina und ihr Asia-Sleeve
Marcel »Kassette« und sein bunter Realistic-Sleeve
Mimi und ihr Black-and-Grey Fineline-Sleeve
Stefan Pauli und sein Oldschool-Traditional-Sleeve



Und das raten dir die Tätowierer:

Jan Kurze erklärt, wie Asia-Sleeves entstehen
Timo Culture Shock erzählt, wie er bei Realistic-Sleeves vorgeht
Alex Wild redet über die Möglichkeiten Traditional-Sleeves umzusetzen

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Stand:24 April 2018 20:31:06/szene/taetowierte+arme+-%3Fvon+der+idee+zum+fertigen+sleeve_18320.html