Studio-Kauderwelsch

11.07.2015  |  Text: Heide Bilder  |   Bilder: TM-Archiv, Travelingmic, 08/15 Tattoos Krefeld
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Studio-Kauderwelsch
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Für Neulinge ist es heute nicht mehr so einfach, sich im Tattoostudio-Dschungel mit seinen Spezialbegriffen zurechtzufinden. Privatatelier, Walk-in, Gasttätowierer, Wanna-do, Guest-Spot, on the road … Wir geben einen Überblick, was sich hinter den Begriffen verbirgt, und sagen, wo die Vor- und Nachteile für den Kunden unterschiedlicher Studiokonzepte liegen.
Für Neulinge ist es heute nicht mehr so einfach, sich im Tattoostudio-Dschungel mit seinen Spezialbegriffen zurechtzufinden. Privatatelier, Walk-in, Gasttätowierer, Wanna-do, Guest-Spot, On the road … Wir geben einen Überblick, was sich hinter den Begriffen verbirgt, und sagen, wo die Vor- und Nachteile für den Kunden unterschiedlicher Studiokonzepte liegen.

Szene mit eigenen Regeln

Die Geschichte, dass ein Tattoowilliger einfach in ein Studio geht, sich hinsetzt und sich tätowieren lässt, klingt heutzutage regelrecht unglaubhaft. Einen Tattootermin zu vereinbaren, ist oft gar nicht mehr so einfach, und die unterschiedliche Vorgehensweise der Terminvergabe in den Studios kann regelrecht verwirren. Vor allem Szeneunkundige wundern sich, wenn ein Tätowierer Wartezeiten für einen Tattootermin von einem Jahr angibt und manchmal sogar von mehrmonatigen Wartezeiten gesprochen wird, um überhaupt erst einmal einen Termin ausmachen zu können. Klingt für einen Außenstehenden ziemlich verrückt und sicherlich gibt es das auch in keiner anderen Branche. Wer die Regeln nicht kennt, der wird sich kopfschüttelnd wundern, es womöglich persönlich nehmen und zur nächstschlechtesten Empfehlung um die Ecke rennen, um sich dort seinen »Stempel« abzuholen – womöglich aber nicht sein Traum-tattoo. Tätowierungen sind zwar Mainstream, doch die Szene hat ihre Besonderheiten, die man kennen sollte, damit man aus Unverständnis heraus nicht doch an den Falschen gerät.

 
Einen typischen Streetshop mit viel Leben betreibt Hanky Panky in Amsterdam.
(Bild links) Einen typischen Streetshop mit viel Leben betreibt Hanky Panky in Amsterdam. (Bild rechts) Die Leus führten eines der ersten Privatstudios in Lausanne. Heute arbeiten Filip und Matthieu in Filips Studio im schweizerischen Sainte-Croix. Nur ein Aufkleber weist auf das private Studio hin.


Nachfrage organisieren

Mittlerweile haben sich unterschiedliche Studiokonzepte herausgebildet, nach denen Tätowierer ihre Studios führen. Oft sind diese aus dem Zwang heraus entstanden, dass die Tätowierer der Flut an Kunden nicht mehr nachkommen konnten. Mehr als arbeiten kann ein Tätowierer nicht, also muss er – auch um das Niveau zu halten, nicht in Routine zu verfallen und den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren – die Nachfrage organisieren. Je höher der Grad an Spezialisierung des Tätowierers auf einen bestimmten (sehr persönlichen) Stil, umso schwieriger ist es meist, allen Kundenanfragen gerecht zu werden.

 
Im Großstudio wie bei Classic Tattoo in Berlin arbeiten zahlreiche Stammtätowierer plus Gasttätowierer.
Jeden Samstag ist Walk-in-Day im 08/15-Tattoo in Krefeld. Schon am frühen Morgen stehen die Kunden an, um einen Termin für diesen Tag zu ergattern.(Bild links) Jeden Samstag ist Walk-in-Day im 08/15-Tattoo in Krefeld. Schon am frühen Morgen stehen die Kunden an, um einen Termin für diesen Tag zu ergattern. (Bild rechts) Im Großstudio wie bei Classic Tattoo in Berlin arbeiten zahlreiche Stammtätowierer plus Gasttätowierer.

Unserer Ratgeber erklärt die unterschiedlichen Konzepte von Streetshop, Walk-In-Studio, Privatstudio, Grossstudios und benennt die jeweiligen Vor- und Nachteile für den Kunden. Auch werden die in diesem Zusammenhang auftauchenden Begriffe wie »Wanna-do«, »Guest-Spot/Gasttäowierer« und »On the road« beleuchtet.

Der vollständige Artikel ist in der Juli-Ausgabe 2015 des TätowierMagazins zu lesen.
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Stand:24 November 2017 15:54:00/szene/studio-kauderwelsch_156.html