Alles über die tätowierte Kriminalpsychologin Lydia Benecke: Mord ist ihr Hobby

23.12.2016  |  Text: Dirk-Boris Rödel  |   Bilder: Nele Niemann
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Alles über die tätowierte Kriminalpsychologin Lydia Benecke: Mord ist ihr Hobby
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… oder genauer gesagt: Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Kannibalismus. Die Kriminalpsychologin Lydia Benecke therapiert Gewaltstraftäter und erklärt, was das mit Mathematik zu tun hat.
Nein, wie ein Traumjob klingt das nicht: Fünfundzwanzig Stunden pro Woche arbeitet die Kriminalpsychologin Lydia Benecke in einer Sexualstraftäterambulanz mit Vergewaltigern, Exhibitionisten und Straftätern, die Kinder missbraucht haben. Zudem arbeitet sie einen Vormittag pro Woche in einer sozialtherapeutischen Anstalt, einer speziellen Form von Gefängnis. Dort leitet sie die Gewaltstraftätergruppe, in der die Kriminellen über Körperverletzung, schweren Raub bis zu Tötungsdelikten das gesamte Spektrum von Gewaltstraftaten abdecken. Kurz gesagt, Lydia befasst sich mit dem, was der Normalbürger noch nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Ziel ihrer Arbeit: Straftaten verhindern, vermeiden, dass die Täter rückfällig werden. 

Die Kriminalpsychologin Lydia Benecke therapiert Gewaltstraftäter.

Wenn ich erwartet hätte, dass Lydias Wohnung, die sie mit ihrem Lebensgefährten, dem freischaffenden Künstler Sebastian Burda bewohnt, ein Refugium darstellt, in dem die junge Psychologin Abstand zu ihrer Arbeit nehmen kann, belehrt mich schon ein erster Blick eines Besseren: in drei identischen Bücherschränken (vor denen akkurat drei identische Teppiche liegen) stapeln sich Bücher mit Titeln wie »Sexueller Kannibalismus« oder »Serienmörder des Dritten Reichs«, Biografien von Massenmördern und Verbrechern wie Haarmann oder Manson, Abhandlungen zu sexueller Gewalt und kurz gesagt allen Grausamkeiten, die man sich nur ausdenken kann. An der Wand gegenüber prangt ein eineinhalb mal drei Meter großes Bild von Rammstein, auf dem Till Lindemann sich gerade auf einer festlich gedeckten Tafel daranmacht, eine nackte Frau mit dem Fleischermesser zu zerteilen. Und natürlich stehen auch die lebensgroßen Statuen von Alice und der Grinsekatze nicht zufällig hier: Der »Alice im Wunderland«-Autor Lewis Carroll war nach heutiger Einschätzung einiger Psychologen pädophil. Es scheint in dieser Wohnung kaum etwas zu geben, was nicht irgendwie einen Bezug zu Vergewaltigung, Mord und Kannibalismus hat. 

Eine lebensgroße Alice-im-Wunderland-Figur zwischen Regalen, die vollgestopft sind mit Büchern über Massenmörder, Psychopathen, Triebtäter und Sektenführer.

Lydia weiß um die gängigen Vorurteile, die zu Straftäter-Therapien kursieren: »Das ist nichts, was ein paar Wochen dauert, solche Therapien erstrecken sich über Jahre.« Auch die landläufige Vorstellung, dass die Straftäter Einsicht und Besserungswillen lediglich vortäuschen, um sich eine frühere Haftentlassung zu erschleichen, ist Lydia natürlich bekannt.

Aber dieser Fehlannahme liegt die Überlegung zugrunde, wie man selbst – als im statistischen Sinne eher normal gestrickter Mensch – in so einer Situation agieren würde. Ein in seiner Persönlichkeit auffälliger Mensch hat diese Möglichkeit jedoch aufgrund seiner besonderen Gefühls-, Gedanken- und Verhaltensmuster deutlich weniger, erklärt Lydia: »Für einen Menschen mit sehr narzisstischer oder dissozialer Persönlichkeitsstruktur, wie sie beispielsweise bei Gewaltstraftätern sehr verbreitet sind, ist es schlichtweg unmöglich, diese Struktur 24/7 zu verbergen. Er wird unwillkürlich in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Art reagieren. Denn je auffälliger jemand in seiner Struktur ist, umso weniger Spielraum hat er in seinen Reaktionen. Dazu kommt auch, dass so ein Mensch oft die Strukturen anderer Menschen gar nicht angemessen versteht.« Und wo kein Verstehen vorhanden ist, kann man eben auch keines vortäuschen. 

Aber passiert es denn gar nicht, dass die Straftäter versuchen, die Psychologen zu täuschen? Lydia lacht: »Doch, natürlich. Aber da kennt man ja die Strategien. Wenn jemand zum Beispiel über seine Tat sagt ›Das passiert mir nie wieder«, dann merke ich schon, dass er nicht wirklich Verantwortung für die Tat übernimmt, denn sonst würde er sagen ›Das tue ich nie wieder‹. Es ist ihm ja nicht passiert, er hat es getan.« 

Gut und Böse – eng umschlungen oder im ständigen Kampf? Lydias Rückentattoo lässt Raum für reichlich Interpretation.

Die etwas naive Strategie, sich in der Therapie reumütig zu zeigen, sich ordentlich zu benehmen und alles super zu finden, wird zwar tatsächlich von manchen Tätern ausprobiert, aber »das ist für Psychologen eher ein eindeutiges Warnsignal – echte Therapieerfolge erkennt man daran, dass die Leute anfangen, über ihre Fehler zu sprechen«. Aber Lydia weiß, dass eine Therapie nicht immer zum Erfolg führt: »Wenn jemand das Vertrauensverhältnis bricht, weil er fortwährend lügt – dann fliegt er aus der Therapie, denn die erfordert nicht nur Anwesenheit, sondern aktive Mitwirkung. Und wer versucht, mich zu verarschen, der wirkt nicht mit.«

Aber es gibt auch schwere Straftaten, bei denen eine über Gespräche geführte Therapie nicht reicht und der Täter zusätzlich Medikamente braucht, um nicht mehr gefährlich zu sein: Wenn beispielsweise ein Täter nicht erkennen kann, dass seine Tat falsch ist und er aus seiner Sicht nicht anders handeln konnte. »Ein Beispielfall wäre, wenn jemand an einer schizophrenen Psychose leidet, aufgrund derer er beispielsweise glaubt, dass sein Nachbar ihn mit Strahlen töten will. Und das ist nicht übertrieben – es gibt solche Wahnvorstellungen wirklich. Und wenn so jemand dann seinen Nachbarn ersticht, weil er davon überzeugt ist, dass dieser mit den Aliens die Invasion der Erde plant, dann ist das in seiner Welt eben Notwehr, weil er damit ja sich und die Welt retten wollte.« Solche Täter landen dann im Maßregelvollzug, der forensischen Psychiatrie. 

Lydia Benecke hat in ihrer Arbeit oft mit Schwerkriminellen zu tun. Professionalität und Kompetenz werden dabei von den Straftätern eher wahrgenommen als Äußerlichkeiten, meint sie.

Da Lydia praktisch keine Trennlinie zwischen Arbeit und Privatleben zieht, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Frage um Gut und Böse auch in ihren Tattoos niederschlägt: ihr Rückentattoo, das einen Drachen und einen Engel in unauflöslichem Kampf (oder inniger Umarmung?) zeigt, symbolisiert die Komplexität des unendlichen Themas. Bei der Therapiearbeit sind die Tattoos an Rücken und Oberarm sowie an den Beinen zwar nicht zu sehen, doch die Tätowierungen an den Handgelenken lassen sich oft nicht verbergen – und auch aus ihrer Nähe zur Grufti-Szene macht Lydia kein Geheimnis. Verträgt sich das mit der Arbeit mit Gewaltstraftätern?

»Zunächst mal steht da bei der Arbeit meine Position als Psychologin im Vordergrund und die Tatsache, dass die Leute konstruktiv mitarbeiten müssen, wenn sich für sie etwas bessern soll. Es ist wie beim Arzt; da ist mir ja auch egal, was der für Hobbys hat oder ob der in der Freizeit auf Punkkonzerte geht. Wichtig ist vor allem, dass man kompetent und selbstbewusst auftritt, und dann steht meine Funktion und meine Aufgabe in der Wahrnehmung im Vordergrund. Wenn ich überhaupt zu meinem Aussehen Feedback bekommen hab, dann war das eher, dass Klienten erleichtert waren, ›dass ich nicht der totale Spießer‹ sei. Das hat manchen dann sogar geholfen, sich eher zu öffnen, als bei jemandem, bei dem sie das Gefühl hatten, von oben herab betrachtet zu werden.«

Belastend findet Lydia ihren Job überhaupt nicht, auch wenn sie dabei mit schlimmsten Gewalttaten konfrontiert wird und dabei auch verstörende Details und Einzelheiten zu Gewaltverbrechen erfährt, die andere gar nicht mitbekommen. Es sei eben eine subjektive Einschätzung, was man als belastend empfindet, erklärt sie: »Krankenpfleger könnte ich nie im Leben werden. Ich würde da psychisch zusammenbrechen, wenn ich jeden Tag das Leid und die Krankheiten sehen müsste, dazu der Stress und die körperliche Belastung!« Warum sie sich ihren Job ausgesucht hat, kann Lydia nachvollziehbar erklären: »Ich fand es wichtig, herauszufinden, warum Menschen solche Taten begehen, denn wenn wir das wissen, dann können diese Erkenntnisse aus der Straftäterarbeit in Präventionsprojekte einfließen, beispielsweise auch in Projekte, bei denen man Kindern beibringt, wie sie sich vor sexuellen Übergriffen schützen können oder solche wie »Kein Täter werden«, bei dem Menschen angesprochen werden, bevor sie Straftaten begehen.« 

Ein weiteres Hobby von Lydia ist der Vampirismus in allen Facetten. Psychologisch interessant ist besonders die kleine Gruppe der »Real Life Vampyre«, Personen, die tatsächlich in kleinen Mengen Menschenblut von freiwilligen Spendern trinken und sich durch ihre Selbstwahrnehmung als Vampyre von anderen Menschen unterscheiden.

Ihr Interesse an der Erforschung von Straftaten schreibt Lydia unter anderem ihrer Mutter zu, die war Mathematiklehrerin. »Und bei der Analyse von Straftaten gehe ich so vor wie bei einer mathematischen Gleichung: Wenn die Faktoren A, B, C, D und E bei einer Person zusammentreffen, dann ist es wahrscheinlich, dass sie diese oder jene Art von Straftat begehen wird. Und das ist eben auch mein Ansatz in der Therapie; ich schaue, welche der Variablen ich verändern muss oder kann, um zu einem anderen Ergebnis zu kommen.« Aber was ist mit all den grausigen Details einer Bluttat, die sie oft direkt vom Täter selbst erfährt? Kann man sich davon wirklich distanzieren? »Ja, kann ich, das erstaunt mich selbst manchmal. Aber ist doch gut, wenn ich das für meine Arbeit nutzen kann!«

Ich muss an Mr. Spock denken, den völlig rationalen, emotionslosen Vulkanier vom Raumschiff Enterprise, der auch die schockierendsten Dinge mit einem nüchternen »Faszinierend!« kommentiert. »Ich schaue da nur danach, welchem Muster das Verbrechen entspricht, zu welcher Persönlichkeitsstruktur das Verhaltensmuster passt. Ich seh das immer auf einem gewissen Abstraktionslevel.«
 
Ich will von Lydia wissen, ob es ein Verbrechen oder einen Fall gibt, der sie besonders fasziniert? »Ich ordne ja Verbrechen und Täter immer den mir bekannten Kategorien zu. Durch die Geschichte hindurch und über Kulturen hinweg findet man immer wieder dieselben Tätertypen. Und ich habe da eben noch nie den einen Fall gefunden, der vollkommen einzigartig auf der Welt war und nicht in irgendeine Kategorie gepasst hätte.« Lydia hört sich ein bisschen an wie jemand, der erklärt, wie er Mineralien, Seifenstücke oder Socken nach Größe, Art und Herkunft sortiert. Rational, unaufgeregt, analytisch, aber doch mit einer gewissen Begeisterung für die Methodik.  »… allerdings gibt es da einen aktuellen Fall, an dem ich mitgearbeitet habe. Es geht da um jemanden, der sexuelle Tötungsphantasien hat und sich einen besonderen Weg suchte, um diese auszuleben.

Lydia hat aber auch schon bemerkt, dass sie über ihre teils sichtbaren Tattoos und ihren erkennbaren Bezug zur schwarzen Szene manchmal einen besseren Draht zu Therapie-Teilnehmern findet.

Dieser Mensch wählte dazu eine indirekte Strategie und nahm in Internetforen von depressiven Menschen Kontakt zu Frauen auf, die ohnehin schon selbstmordgefährdet waren. Diese Frauen versuchte er dann durch geschickte Manipulation dazu zu bringen, sich auf die Art zu töten, die er sexuell erregend fand – was ihm in mindestens einem Fall auch gelungen ist. Das fand ich faszinierend, wie jemand auf die Idee kam, das Internet auf diese Art zu nutzen, um Menschen in den Tod zu treiben, um damit seine sexuellen Zielfantasien umzusetzen, ohne dabei selbst Hand anlegen zu müssen. Auch hier gilt: der Tätertyp, der eine bestimmte sexuelle Fantasie hat, der ist uralt. Aber die Strategie, Social Media zum indirekten Töten zu nutzen, um vermeintlich straffrei zu bleiben, die ist neu – auch wenn der Täter damit doch nicht ungestraft davon kam, aber das wusste er ja nicht.«

Eine Sache noch. Diese Wohnung, in der sich alles um Mord, Totschlag und psychopathische Massenmörder zu drehen scheint – braucht man denn nicht wirklich auch einfach mal Abstand zur Arbeit? »Das ist ja eigentlich mein Hobby«, klärt mich Lydia auf. »Schon als Kind fand ich es spannend, wenn ich in verschiedenen Kriminalfällen Parallelen und wiederkehrende Muster entdeckte. Deshalb brauche ich keinen Abstand. Mein Job ist mein Hobby.«

Faszinierend. 
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Stand:18 November 2017 05:52:17/szene/mord+ist+ihr+hobby_1612.html