Dead Fish Art Project

20.10.2017  |  Text: Fabienne Anthes  |   Bilder: »Für Immer«-Tattoo
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Dead Fish Art Project
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Die charmanten Fischköppe vom Berliner Tattoostudio »Für Immer« kleckern nicht, sondern klotzen, und präsentierten mit dem »Dead Fish Art Project« eine der umfangreichsten und vielfältigsten Tätowierer-Gruppenausstellungen 
des Jahres.
Als die Crew des Berliner Studios »Für Immer« im April dieses Jahres beschloss, neben dem Tätowieren aus Spaß ein kleines Ausstellunsprojekt ins Leben zu rufen, ahnte noch niemand, dass das »Dead Fish Art Project« zu etwas derart Großem heranwachsen und am Ende einen derart umfassenden Blick auf die kreative Vielfalt der Tattooszene werfen würde. 

Freunde für immer: Fide Albrand, Marco Hyder, Jan Kurze, Rodolfo Pelao, Antonio Vela, Eser Kurt, Toshihide, Csaba Pinke (v. l. n. r.)

Eigentlich hatte die »Für Immer«-Belegschaft, bestehend aus den Studiogründern Jan Kurze und Fide Albrand sowie den Resident Artists Csaba, Antonio, Marco und Toshihide, sich im April nur überlegt ein kleines Projekt zusammen zu machen, um etwas Abwechslung zum täglichen Tattoojob zu haben. Die Grundidee bestand darin, einigen geschätzten Freunden und Kollegen jeweils einen Aquarellpapierbogen im einheitlichen Format von 35 auf 65 Zentimeter zur Verfügung zu stellen, auf dem jeweils eine Fischsilhouette abgebildet ist, die derjenige dann in der von ihm bevorzugten Technik ausgestaltet.

Die Kunstwerke entstanden auf der Basis von 74 verschiedenen Fisch-Silhouetten, die den Künstlern nach dem Zufallsprinzip zugeteilt wurden.

So würde unter einem übergeordneten Thema eine kleine Gruppenausstellung entstehen, da man mit den Originalen das Studio bespielen kann. Da das eine gute Idee war, kam sie natürlich auch dementsprechend gut an, sprach sich herum und weckte szeneintern viel Interesse am »Dead Fish Art Project« teilzunemen. 

ei der Vernissage tummelten sich dann auch geschätzt 200 Besucher im kleinen Studio.

74 Tätowierer wirken bei der Ausstellung mit

Das Projekt wuchs schließlich auf stolze 74 mitwirkende Künstler an und der damit einhergehende Aufwand konnte nur deshalb gemeistert werden, da das komplette Studioteam mit anpackte: Es mussten die Fisch-Konturen recherchiert und gesammelt, auf die Papierbögen projiziert und die Outlines gezeichnet werden. Freundin Anna fertigte sogar 74 Rollpasspartouts im japanischen Stil liebevoll von Hand, so dass die Kunstwerke angemessen schön präsentiert werden konnten. Und so wie das Interesse unter namhaften Mitwirkenden, so wuchs auch das allgemeine Interesse daran, die Ausstellung sehen zu wollen. Im Vorfeld der Vernissage wurde bereits klar, dass der Andrang groß werden würde, und so verzichtete die »Für Immer«-Crew aus Panik davor, die Besucher auf dem begrenzten Raum des Studios gar nicht unterzubekommen, komplett auf Einladungen und Werbung.

Csaba Pinke (Für Immer, Berlin)

Bei der Vernissage tummelten sich dann auch geschätzt 200 Besucher im kleinen Studio und genossen neben dem Anblick der beeindruckend vielfältigen Originale Bier und Leckereien vom Grill. Wer nun bedauert, dies verpasst zu haben, der sollte einfach am Ball bleiben, denn das »Dead Fish Art Project« geht auf Tour! Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Warum eigentlich ausgerechnet Fisch-Silhouetten? »Weil wir irgendwie alle Fischköppe sind« sagt Fide, gebürtig aus Cuxhaven, und lacht.

Mehr zum Projekt:

Dead Fish Art Project
Teile der Ausstellung kann man noch in den Räumen des Tattoostudios »Für Immer« bewundern (Revaler Straße 11, 10245 Berlin). Weitere Infos zu den kommenden Stationen wie u. a. der »Lionheart Tattoo Gallery« in Ober-hausen findet ihr bald hier im TM und auf www.fuerimmertattoo.de.
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Stand:20 November 2017 12:58:48/szene/dead+fish+art+project_171019.html