SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar

23.12.2016  |  Text: Dirk-Boris Rödel, Heide Heim, Jula Reichard, TM-Team  |   Bilder: Robin Brecht, Diverse
SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar
SPECIAL: Tattoo-Region Rhein-Neckar
Alle Bilder »
Seit dreiundzwanzig Jahren wird das TM von Mannheim aus gemacht und damit ist es an der Zeit, einen ganz persönlichen Blick auf den Vorgarten des TM-Teams zu werfen. In und um die Städte Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und Worms wurde und wird Tattoo- und Piercinggeschichte geschrieben. Wir erzählen unter anderem Geschichten vom dienstältesten Tätowierer in Deutschland, zeigen die perfekten Plätze zum chillen und stellen euch die innovativsten Künstler der Region vor.
Die Szene rund um Mannheim, Worms und Heidelberg 

Der TM-Heimathafen befindet sich in Mannheim, mitten in der Metropolregion Rhein-Neckar. Ein aus PR-Gründen recht künstlich geschaffenes Gebilde, das so unterschiedliche Städte wie eben Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Worms zu einem Wirtschaftsraum zusammenfasst und den Eindruck erweckt, mit Hybris könne man Minderwertigkeitskomplexe kompensieren und gegen richtige Metropolregionen wie das Ruhrgebiet und Berlin anstinken. Funktioniert natürlich nicht, macht aber auch nichts. 

In unserem Vorgarten hat sich eine Szene entwickelt, in der man sich kennt, miteinander in Kontakt ist, in dem sich eine ganze Reihe innovativer Tätowierer wohlfühlen und in dem alternative Shops und Bars eher Wohnzimmer als Neppbude sind. Eine Region, dessen Charme sich nicht jedem sofort erschließt, uns und vielen Tätowierern und Piercern aber Heimat geworden ist.

Dominik und Jasmin, zwei typische »Monnemer« und Liebhaber der Stadt, haben uns einen Tag lang mitgenommen und uns gezeigt, von welcher Seite sie Mannheim am liebsten mögen. Hier stehen sie vor dem Wahrzeichen Mannheims, dem Wasserturm, an dem jede Tour durch die Quadratestadt startet.

Inhalt

Ein perfekter Tag in Mannheim …
… mit Dominik     
… mit Jasmin Ballin

Mannheimer Institutionen: 
Peter’s Tätowierstudio 
Trust Bodymodification: Mannheimer Piercing-History         
Heidelbergs Most Crazy: Tattoo- und Piercing-Urgestein Crazy Greg 

Waldhof-Geschichten     

Tattoo Convention Mannheim

Die Rhein-Neckar-Top-Studios:
Absolut Tattoo (Heidelberg)
Anarchist Tattoo Collective (Heidelberg)
Black Bell (Mannheim)
Crazy Greg’s (Heidelberg)
Electric Circus Classic Tattooing (Mannheim)
Global Custom Shark Tattoos (Lampertheim)
Moustache Ink (Worms/Mannheim)
Smilin’ Demons Tattoo (Mannheim)
Stechmalerei (Mannheim)
Tätowierstudio Hautnah (Landau)
Tragic Kingdom Tattoo (Mannheim)

Das ErotiCat aus Weinheim 
Insidertipps der Redaktion 

Von den Studiowänden sah man in den 1980er Jahren nie viel, sie waren gepflastert mit Standard-Tattoovorlagen.
 
Mannheimer Institution
 
Bereits 1980 eröffnete das erste Tätowierstudio in Mannheim: Peter’s Tätowierstudio. Seit sechsunddreißig Jahren tätowiert hier das Ehepaar Bina und Peter Greiser.  

Von Osten Richtung Mannheim-Stadtmitte fahrend, säumten früher US-Kasernen, Autohäuser, schmucklose Mehrfamilienblocks und Gewerbebetriebe die vierspurige Friedrich-Ebert-Straße. Urban, unattraktiv. Und seit Mitte der 80er Jahre bis heute stelle ich beim Vorbeifahren beruhigt fest: ja, es ist noch da! In meiner Jugend markierte Peter’s Tätowierstudio für mich den Übergang vom Land in die Stadt. 

Ein Anblick, den jeder Mannheimer kennt: Peter’s Tätowierstudio in der Friedrich-Ebert-Straße. Damit das so bleibt, dafür sorgt hoffentlich Tätowiererin Ricci (links neben Peter und Bine im Bild).
 
Es ist eine Institution in Mannheim, eröffnet wurde es 1980, und es gibt wohl niemanden aus der Region, der es nicht kennt. Immer war ich in aufgeregter Erwartung, ob ich den Tätowierer oder zumindest die Kunden mal sehen könnte, einen Blick erhaschen von Menschen, die es damals wagten, sich tätowieren zu lassen. Seltsamerweise bekam ich nie jemanden zu sehen, das einzige Lebenszeichen waren die Rauchschwaden, die der Ventilator auf die Straße spuckte und derentwegen man befürchten musste, dass es im Studio brennt.

Es war aber kein Feuer, sondern der Ventilator kämpfte gegen den Zigarettenqualm der rauchenden US-Soldaten im Studio an, besonders in den Tagen nach den Pay Days. Am ersten und fünfzehnten jeden Monats gab es Sold und da hieß es an den folgenden Tage für Peter und seine seit 1983 ebenfalls in Vollzeit tätowierende Frau Bina bis nach Mitternacht tätowieren. Bina ist damit die dienstälteste Tätowiererin Deutschlands! 

»Die Soldaten kamen zum Teil mit ’nem Taxi von den auf der anderen Straßenseite liegenden Sullivan Barracks direkt vors Studio gefahren, legten 200 Dollar auf den Tresen und fragten, was sie dafür bekommen? Der Dollar war damals 3,70 Mark wert. Die Soldaten hatte ein richtig gutes Leben«, erinnert sich der gebürtige Hamburger Peter, der bei Danny und Sören auf der Reeperbahn das Tätowieren gelernt hat. Dort lernte er auch Rafael kennen, der 1980 das Studio in Mannheim eröffnete, in dem Peter im ersten Jahr aushalf und das er 1981 übernahm. »In Deutschland gab es damals achtzehn Tätowierer und die Vorlagen wurden untereinander getauscht, Standardware konnte man auch aus den USA zukaufen, beispielsweise von Picture Machine. Es gab nur die Outlines, farbig ausmalen und schattieren musste man die schon selbst.«

Schaufensterdeko in den 90er Jahren. Der Tasmanische Teufel war damals wie auch das Hot-Stuff-Teufelchen und Delfine der heiße Shit.
 
Circa 100 000 Vorlagen hat Peter gesammelt, nicht alle hängen an den Wänden des kleinen Studios, vieles ist eingelagert, heute bringen die Kunden ihr Wunschmotiv als Handy­bild mit. »Manche Motive hab ich so oft gestochen, die könnte ich blind zeichnen. Beliebt waren in den 80er Jahren das Kreuz mit einem daran anliegenden Gewehr, Schädel, Flaggen und die Hundemarke. Von den kleinen roten Teufeln hab ich bestimmt schon sechshundert Stück gestochen.« 

Die Wende kam Anfang der 90er Jahre, als sich auch mehr Deutsche tätowieren ließen. »Verändert hat sich das schon durch die Anschläge auf die Berliner Disco La Belle 1986, für die der Palästinenserchef Gaddafi verantwortlich gemacht wurde. Ab da durften sich nicht mehr als drei US-Soldaten in einem Raum aufhalten. Stattdessen kamen dann die deutschen Kunden, erst Männer mit dem Wunsch nach Wikinger- und Indianertattoos, dann auch die Frauen, die sich ein Steißbeintribal und Blütenmotive stechen lassen wollten«, fasst Bina die Umbruchzeit zusammen. Mittlerweile sind die US-Soldaten aus Mannheim abgezogen.

Bine hochkonzentriert bei der Arbeit.
 
»Die Arbeit hat sich ja generell verändert, ist leichter geworden. Das Tätowieren war ja nur ein Teil der Arbeit, man war ja auch Mechaniker wegen der Maschinen, mischte die Farben aus Pigmenten selbst, lötete die Nadeln  … Da hat es unser Nachwuchs leichter.« Peter trauert dieser Zeit nicht hinterher, sondern freut sich über die Erleichterungen auch für seinen »Nachwuchs«, die junge Tätowiererin Ricci (24), die seit zwei Jahren fest im Studio arbeitet und, wenn Bina und Peter sich zur Ruhe setzen, womöglich das Studio übernimmt. Ob sie den Namen dann ändern würde? »Ne, die Inneneinrichtung würde ich schon modernisieren, aber das Studio würde ich auf alle Fälle nicht umbenennen. Das kennt in Mannheim doch jeder, da wär ich ja blöd!« 
 
Peter’s Tätowierstudio
Friedrich-Ebert-Straße 54
68167 Mannheim 
www.peters-tattoo-studio.de

Peter mit modischer Minipli-Frisur im holzvertäfelten Studio im Jahr 1984.
 
Lieblingsecken

Die TätowierMagazin-Crew packt ihre Tipps aus: die schönsten Orte,
um die Rhein-Neckar-Region zu genießen. 


Redakteurin Jula empfielt:

Redakteurin Jula in der Strandbar am Waidsee in Weinheim.

Mich zieht es etwas nördlich der beiden Metropolen Mannheim und Heidelberg, wo es sehr viel ruhiger und idyllischer ist. Sobald die Temperaturen über fünfzehn Grad klettern, suche ich vor allem den Weg nach Weinheim, um dort bestes italienischer Gelato zu essen. Die Eisdiele Vannini in der Weinheimer Fußgängerzone ist eine Institution. Ein limoncellogelber Straßenverkaufsstand und ein italienischer Eisdealer, der breit grinsend und mit Engelsgeduld meine Wünsche erfüllt. Besonders zu empfehlen sind die üppigen Becher. Das ist Tetris für Fortgeschrittene, wenn das Obst auf dem Früchtebecher montiert wird. Mein Highlight: Das grüne After-Eight-Eis oder klassisch Spaghetti-Eis. Das nimmt man dann und setzt sich entweder auf eine Bank oder ein Mäuerchen in der Umgebung oder schlendert damit durch die Fußgängerzone. 

An heißen Tagen geht es dann an den Weinheimer Waidsee. Das Strandbad ist ein echtes Schmuckstück. Besonders Spaß macht ein Tag am See aber natürlich, wenn man nach getaner Arbeit – und damit meine ich lediglich das Aalen in der Sonne – an die Strandbar umzieht, die zum angrenzenden Restaurant Delano gehört, und noch ein kleines Cocktailmassaker anzettelt. Dort gibt es alles, was das Herz durstiger Kehlen höher schlagen lässt. Meine kühle ich am liebsten mit frischem Mojito oder leckerem Pina Colada. Damit gehts dann entweder auf rustikale Loungemöbel oder direkt in den Sonnenstuhl. Apropos Sonne: Ihr Untergang dort überm See ist ein Träumchen – so viel Kitsch ertrag normalerweise nicht mal ich.
 
Gelateria Vannini
Hauptstraße 78
68469 Weinheim
www.vannini.de

Strandbar am Waidsee
Hammerweg 63
69469 Weinheim
www.delanoweinheim.de
 
Medienberater Boris empfielt:
 
Medienberater Boris im Café Central in Weinheim.

Als Musiker und Musikfan gibt es für mich in der Rhein-Neckar-Region zwei besonders wichtige Orte: Zum einen wäre da das Café Central in der schönen Zwei-Burgenstadt Weinheim. Hier waren schon viele große Bands wie Hatebreed, Heaven Shall Burn und die Beginner in ihrer frühen Karriere am Start. Als 15-Jähriger habe ich dort selbst sogar mein erstes, richtiges Konzert mit meiner damaligen Punk-Band gespielt und auch heute vergeht fast kein Monat, in dem ich mir nicht ein »Woinemer« Bier in meinem zweiten Wohnzimmer genehmige und ein Konzert besuche.

Zum anderen gibt es da noch in Mannheim, direkt neben dem »Trust«, den Secondhand-Musikshop »Come Back«. Seit 1987 hat er alle großen Krisen der Musik- und Filmindustrie überlebt und die Fahne für alle Vinylliebhaber, Konsolenzocker und Musikfanatiker oben gehalten. Auf zwei Stockwerken gibt es neben neuen Schallplatten auch immer wieder echte Schallplattenraritäten abzustauben und auch gebrauchte Hi-Fi-Geräte für einen schmalen Taler sowie natürlich jede Menge Secondhand-CDs.

Café Central
Bahnhofstraße 19
69469 Weinheim
www.cafecentral.de

Come Back
S1 17
68161 Mannheim
www.come-back-online.de
 
 
Chefredakteur Dirk-Boris empfielt:
 
Chefredakteur Dirk-Boris im Heidelberger Zuckerladen.
 
Es ist zwar unoriginell, aber wenn ich internationalen Besuch habe, führt einfach kein Weg am Heidelberger Schloss vorbei. Wenn ich mich dann erst mal den elendig-steilen Weg zum Schloss hochgequält habe, frage ich mich jedes Mal, warum ich nicht öfter herkomme, denn der Ausblick vom Schlossgarten auf den Neckar und die Altstadt ist einfach phänomenal. 

Eine nicht ganz so abgegriffene Sehenswürdigkeit in Heidelberg kennen aber nur wenige: den Zuckerladen in der Plöck 52. Der von außen unscheinbare Shop ist ein nostalgisch-authentischer Süßwarenladen wie aus dem letzten Jahrhundert mit einem unglaublichen Sortiment und unschlagbar freundlicher Bedienung. Besonders Besucher aus Amerika, Kanada und Japan drehen in diesem Laden, der sich anfühlt wie eine Zeitmaschine in die Kindheit, völlig am Rad.

Einer meiner persönlichen Lieblingsorte ist das Historische Museum der Pfalz in Speyer, direkt neben dem Speyrer Dom; Geschichte und Kultur sauge ich auf wie ein Schwamm. Momentan läuft hier eine Sonderausstellung über die Kultur der Maya, in der Dauerausstellung wird unter anderem der »Goldene Hut von Schifferstadt« ausgestellt, ein ritueller Goldhelm eines Schamanen aus der Bronzezeit. 

Heidelberger Schloss
Schlosshof 1
69117 Heidelberg 
www.schloss-heidelberg.de

Heidelberger Zuckerladen
Plöck 52
69117 Heidelberg
www.heidelberger-zuckerladen.de

Historisches Museum der Pfalz
Domplatz 4
67346 Speyer
www.museum.speyer.de

 
Redateurin Heide empfielt:

Redakteurin Heide vor dem Adria in Mannheim.

Rote Plastikstühle auf dem Gehsteig stehen eng an eng an der Einflugschneise zur Innenstadt, dort, wo sich Lange Rötterstraße und Käfertaler Straße im Stadtteil Neckarstadt treffen, um den Verkehr weiter zur Kurpfalzbrücke gen Stadtmitte zu leiten. Das Café Adria mit seinem Biergarten ist der Ort, um die Stimmung dieser Stadt mit den Abgasen des Verkehrs einzuatmen: junge Männer mit Migrationshintergrund röhren in tiefergelegten Dreier-BMWs vorbei, auf Augenhöhe begegnen sich Muttis und ihre Brut im Premium-SUV mit Fans von US-Car-Boliden, Botenbomber pressen sich an radfahrenden Studenten vorbei und Roller- und Mopedfahrer versuchen, zwischen diesem Gewusel den Einspurvorteil zu nutzen. Großes Kino!

Und alle verschlägt es zum Perspektivwechsel auf das rote Plastikgestühl, zischen ein Bier, essen Pizza, trinken Espresso und stellen den Nachwuchs mit ’nem Eisbecher still. Der beste Ort, um die Bewohner von Charles Bukowskis Lieblingsstadt kennenzulernen.

Mit Kind und Kegel geht es in Mannheim bei sommerlichen Temperaturen ins Strandbad, liebevoll der »Mannheimer Lido« getauft. Weitläufige Rasenflächen und ein Kieselstrand am Rhein sowie ein Restaurant bilden den Rahmen für das kontemplative Betrachten der Rheinschifffahrt. Beim Blick rheinabwärts auf die gegenüberliegende, die Ludwigshafener Uferseite, erfreut Industrieromantik das Auge. Und das alles kostenlos. Schwimmen ist leider verboten und manche halten sich sogar daran.
 
Adria
Lange Rötterstraße 1
68167 Mannheim
Facebook: Adria

Strandbad Mannheim
Strandbadweg 1
68199 Mannheim
www.strandbad-mannheim.de
 

Medienberater Steffen empfielt:

Medienberater Steffen bei Hakim in dessen s Imbiss- und Steakhaus in Heidelberg.

Hakim selbst bezeichnet seinen Imbiss als ein »Erlebnis« und mit dieser Umschreibung liegt der Lieblings-Afghane der Amis gar nicht so verkehrt. Sein urbaner Imbiss liegt mitten in den ehemaligen Kasernen der US-Armee und seine Innenausstattung besteht hauptsächlich aus Second-Hand-Möbeln, was ziemlich genau dem Gegenteil der gängigen »Schick-Gastronomie« entspricht. Natürlich zählten zu seinen Kunden in der Vergangenheit überwiegend die dort stationierten GIs und einheimische Heidelberger. Aber auch nach dem Abzug der Amis hat Hakim noch alle Hände voll zu tun, denn seine Spareribs sind mittlerweile bis weit über die Grenzen Heidelbergs beliebt und er begrüßt regelmäßig Journalisten aus aller Welt bei sich, die über ihn berichten. 
Wer also Lust auf leckere Ribs verspürt und dazu noch den außergewöhnlichen Imbiss-Charme erleben möchte, der sollte sich den überaus sympathischen Hakim in Heidelberg nicht entgehen lassen. Ein paar amüsante Anekdoten und Lebensweisheiten von Hakim gibts übrigens immer noch als Gratisdessert.

Hakims Imbiss- und Steakhaus
Sickingenstraße 36
69126 Heidelberg
Facebook: Hakim's Imbiss- und Steakhaus
 

Grafikerin Fabienne empfielt:
 
Grafierin Fabienne bei Hinterhof Records in Mannheim.
Einen Laden, den man in Mannheim bestimmt nicht per Zufall entdeckt, ist sicherlich »Hinterhof Records«. Im namensgebenden Hinterhof der Beilstraße 14 im Stadtteil Jungbusch gelegen, befindet sich auf übersichtlichen achtzehn Quadratmetern Verkaufsfläche ein kleines Universum, prall gefüllt mit Schallplatten, T-Shirts, Patches, Pins, Siebdruck-Postern und mehr. Neben den Platten von »Erste Theke« und den Produkten des Labels »Wir Sind Die Toten« findet man hier ständig wechselnde und liebevoll selektierte Goodies kleiner internationaler Labels. Besonders schön ist natürlich, dass man bei gutem Wetter mit der sympathischen Belegschaft entspannt im Hinterhof rumhängen kann. 

Meine zweite Empfehlung befindet sich – nicht erschrecken – in Ludwigshafen. So sollte man hochwertig bespielte Kulturhäuser wie den Pfalzbau, die Philharmonie, das BASF-Feierabendhaus und das Hack-Museum genauso wenig übergehen wie schlicht schöne Naturflecken wie die Parkinsel. Der Bezirk Hemshof schließlich ist vom Multi-Kulti-Feeling eine Art Minivariante von Berlin-Neukölln, wobei es hier jedoch noch deutlich einfacher und günstiger ist, eine Altbauwohnung mit unverschämt hoher Stuckdecke zu ergattern. Als Lieblingsplatz wähle ich den »Maffenbeier«, eine seit über einhundertdreißig Jahren betriebene, ur-pfälzische Gaststätte, die mit köstlichen Speisen und Getränken, einem wunderschönen Biergarten und vor allem mit vom schrecklichen lokalen Dialekt getragenen Herz und Charme zuverlässig punktet.

Hinterhof Records
Beilstraße 14
68159 Mannheim
www.hinterhof-records.com

Maffenbeier
Rohrlachstraße 58
67063 Ludwigshafen
www.maffenbeier.de

 
Szeneshop-Angebote
Max Laloi gefällt … das Schädeltattoo von Christian Otto.

Max Laloi gefällt … das Schädeltattoo von Christian Otto.

 

Tätowierer haben naturgemäß einen kritisch-professionellen Blick auf die Arbeiten anderer Tätowierer. Wir fragen Tattookünstler, welches Werk von Kollegen…

Special: Tattoo-Reiseland Thailand

Special: Tattoo-Reiseland Thailand

 

Thailand bietet mit ihren magischen Schutz- und Glückstätowierungen, Sakyan, eine faszinierende Tattoo-Tradition, aber auch eine äußerst lebendige und…

Landschaftslust - die Landschaft als Tattoomotiv

Landschaftslust - die Landschaft als Tattoomotiv

 

Almhütte und Gebirgspanorama statt Palmen und Hula-Mädchen. Das Alpenidyll ist mit Bergmassiv, Enzian und Gebirgsbach das neue Sehnsuchtssymbol! Die Entdeckung…

Kängurus mit Eingeweiden

Kängurus mit Eingeweiden

 

Obwohl Aborigines nie tätowiert waren, wurden Symbolik und Stil ihrer traditionellen Kunst zur Inspirationsquelle für die australische Tätowiererin Tatu…

Rapper eRRdeKa: Mit Tattoos ins Paradies

Rapper eRRdeKa: Mit Tattoos ins Paradies

 

eRRdeKa ist zielstrebig; der junge Rapper will so schnell wie möglich viele Tattoos haben. Hauptsache Black-and-Grey und der Tätowierer ist kein Arschloch.

Darkwork Tattoos by Ela Pour

Darkwork Tattoos by Ela Pour

 

Märchenhaft, düster und verspielt, ohne dabei kitschig zu wirken – das sind die Tattoos von Ela Pour. Die Berliner Tätowiererin betreibt mit »Pechschwarz«…

Die Razzouks: Tätowierer seit 700 Jahren

Die Razzouks: Tätowierer seit 700 Jahren

 

Seit vielen Generationen tätowiert die Familie Razzouk christliche Pilgertattoos in Jerusalem. Wallfahrer lassen sich zur Bestätigung ihres Glaubens auch…

»Alle wollen Streichhölzer«

»Alle wollen Streichhölzer«

 

Laura Yahna kam als Punk mit Tattoos in Berührung und begann, Freundinnen und Freunde zu stechen – bis Ela vom Hauptstadtstudio Pech & Schwefel die Berlinerin…

Ein Tattoo ist keine Psychotherapie

Ein Tattoo ist keine Psychotherapie

 

Akribisch bis ins letzte Detail hebt die US-Amerikanerin Teresa Sharpe realistische Tierdarstellungen in eine abgefahrene Dimension. Dabei hält sie nichts…

The Beautiful Struggle – Tätowierer Millo

The Beautiful Struggle – Tätowierer Millo

 

Längst im ganzen Land für seine preisgekrönten Neo-Traditionals bekannt, führt der 39-jährige Millo aus Ramstein weiterhin einen Kampf mit seinem Kuns…

Studio-Kauderwelsch

Studio-Kauderwelsch

 

Für Neulinge ist es heute nicht mehr so einfach, sich im Tattoostudio-Dschungel mit seinen Spezialbegriffen zurechtzufinden. Privatatelier, Walk-in, Gasttätowierer,…

Drei zu eins: Ignorant-Style

Drei zu eins: Ignorant-Style

 

In einem spannenden Vergleich widmen wir uns drei Tätowierern, die sich dem Tätowieren auf ganz andere Weise nähern. Im Netz ist an dieser Stelle oft von…

Ten Years of Awesomeness

Ten Years of Awesomeness

 

Die London Tattoo Convention, die wohl wichtigste Versammlung von tätowierten Menschen auf diesem Globus, feiert Jubiläum! Seit zehn Jahren gibt es dieses…

Szeneshop-Angebote
Stand:22 November 2017 08:26:17/szene/das+special+tattoo-region+rhein-neckar+_1612.html