Zum Abheben schön: Tattoo-Motive aus der Geschichte des Fliegens

03.12.2014  |  Text: Heide Heim  |   Bilder: Archiv TätowierMagazin
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Zum Abheben schön: Tattoo-Motive aus der Geschichte des Fliegens
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Die Geschichte des Fliegens ist die Geschichte eines Traums. Mit dem Fesselballon, dem Luftschiff oder Flugzeug abheben und weit über allem Irdischen schweben, der Inbegriff der Freiheit: Tattoo-Motive zum Abheben.
Die Blaupause ist klar: Vögel sind die großen Vorbilder und sicherlich hat jeder Mensch schon mal den Wunsch verspürt, wie ein Vogel abzuheben, sich in die Lüfte zu schwingen und alles hinter sich zu lassen. Bilder von am Himmel wie schwerelos gleitenden, im Sturzflug hinabschießenden, im Schwarm geordnet fliegenden Vögeln bringen die an den Boden gefesselten Menschen zum Träumen und wecken eine Sehnsucht, die bereits im Kindesalter erwacht. Schon die Kleinen springen von Bäumen und kleinen Brücken in der Hoffnung, einmal nur die Erdanziehung überwinden zu können, sie erleben den kurzen Moment des Falls, um mit Glück mit einem verstauchten Fuß und einer Prellung davonzukommen. Auch Schirme sind nicht zweckdienlich.

Es muss nicht immer der Klapperstorch sein: Susanne Widmann aus dem Studio Scratchline Tattoo lässt die Babys mit dem Fallschirm abspringen.
 

Ikarus: Das erste Flugopfer

Ohne Auftrieb geht es nicht, das wusste schon der griechische Baumeister Dädalus und baute seinem Sohn Ikarus der Überlieferung zufolge Flügel aus Federn und Wachs. Wie der römische Dichter Ovid um Christus Geburt zu berichten wusste, kam Ikarus der Sonne zu nahe, das Wachs schmolz und Ikarus wurde das erste prominente Opfer dieses Menschheitstraums. Zu der Erkenntnis, dass der Mensch ohne geeignete mechanische Hilfsmittel nicht fliegen kann, gelangte auch der Universalgelehrte Leonardo da Vinci. Ihm war die Notwendigkeit entsprechender Technik offensichtlich schon um 1500 klar, als er einen Flugapparat auf dem Papier entwarf, der mit Muskelkraft die Flügel auf und ab bewegte. Aufsteigen wollte dieser dennoch nicht; Vogelflügel sind ein komplexes System, bei dem der Auftrieb im Wesentlichen durch die Flügelform, der Vortrieb durch das typische Auf- und Abschlagen bewirkt wird.

Gefährliche Partystimmung im Saloon, umgesetzt von Uncle Paul aus dem Athener Studio Iron Brush Tattoo.

Gedankenflüge

Alternative Gedankenflüge kamen aus den Klöstern, früher die Zentren der Wissenschaft und Forschung. Schon um 1250 kam erstmals die Idee auf, den Himmel mit Ballons zu erobern, die leichter als Luft sein müssten. Der erste wirklich brauchbare Heißluftballon stieg jedoch erst 1783 auf, eine Entwicklung der Gebrüder Montgolfier. »Nichts als heiße Luft« brachte die Menschen ihrem Ziel näher; schon sonderbar, wenn man bedenkt, dass mit dieser Redewendung heute zum Ausdruck kommen soll, dass »nichts dahinter steckt«.

Die Blaupause ist klar: Vögel sind die großen Vorbilder und sicherlich hat jeder Mensch schon mal den Wunsch verspürt, wie ein Vogel abzuheben, sich in die Lüfte zu schwingen und alles hinter sich zu lassen. Bilder von am Himmel wie schwerelos gleitenden, im Sturzflug hinabschießenden, im Schwarm geordnet fliegenden Vögeln bringen die an den Boden gefesselten Menschen zum Träumen und wecken eine Sehnsucht, die bereits im Kindesalter erwacht. Schon die Kleinen springen von Bäumen und kleinen Brücken in der Hoffnung, einmal nur die Erdanziehung überwinden zu können, sie erleben den kurzen Moment des Falls, um mit Glück mit einem verstauchten Fuß und einer Prellung davonzukommen. Auch Schirme sind nicht zweckdienlich.Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits.Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits.Ikarus: Das erste FlugopferOhne Auftrieb geht es nicht, das wusste schon der griechische Baumeister Dädalus und baute seinem Sohn Ikarus der Überlieferung zufolge Flügel aus Federn und Wachs. Wie der römische Dichter Ovid um Christus Geburt zu berichten wusste, kam Ikarus der Sonne zu nahe, das Wachs schmolz und Ikarus wurde das erste prominente Opfer dieses Menschheitstraums. Zu der Erkenntnis, dass der Mensch ohne geeignete mechanische Hilfsmittel nicht fliegen kann, gelangte auch der Universalgelehrte Leonardo da Vinci. Ihm war die Notwendigkeit entsprechender Technik offensichtlich schon um 1500 klar, als er einen Flugapparat auf dem Papier entwarf, der mit Muskelkraft die Flügel auf und ab bewegte. Aufsteigen wollte dieser dennoch nicht; Vogelflügel sind ein komplexes System, bei dem der Auftrieb im Wesentlichen durch die Flügelform, der Vortrieb durch das  typische Auf- und Abschlagen bewirkt wird.Die Blaupause ist klar: Vögel sind die großen Vorbilder und sicherlich hat jeder Mensch schon mal den Wunsch verspürt, wie ein Vogel abzuheben, sich in die Lüfte zu schwingen und alles hinter sich zu lassen. Bilder von am Himmel wie schwerelos gleitenden, im Sturzflug hinabschießenden, im Schwarm geordnet fliegenden Vögeln bringen die an den Boden gefesselten Menschen zum Träumen und wecken eine Sehnsucht, die bereits im Kindesalter erwacht. Schon die Kleinen springen von Bäumen und kleinen Brücken in der Hoffnung, einmal nur die Erdanziehung überwinden zu können, sie erleben den kurzen Moment des Falls, um mit Glück mit einem verstauchten Fuß und einer Prellung davonzukommen. Auch Schirme sind nicht zweckdienlich. Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits. Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits. Ikarus: Das erste Flugopfer Ohne Auftrieb geht es nicht, das wusste schon der griechische Baumeister Dädalus und baute seinem Sohn Ikarus der Überlieferung zufolge Flügel aus Federn und Wachs. Wie der römische Dichter Ovid um Christus Geburt zu berichten wusste, kam Ikarus der Sonne zu nahe, das Wachs schmolz und Ikarus wurde das erste prominente Opfer dieses Menschheitstraums. Zu der Erkenntnis, dass der Mensch ohne geeignete mechanische Hilfsmittel nicht fliegen kann, gelangte auch der Universalgelehrte Leonardo da Vinci. Ihm war die Notwendigkeit entsprechender Technik offensichtlich schon um 1500 klar, als er einen Flugapparat auf dem Papier entwarf, der mit Muskelkraft die Flügel auf und ab bewegte. Aufsteigen wollte dieser dennoch nicht; Vogelflügel sind ein komplexes System, bei dem der Auftrieb im Wesentlichen durch die Flügelform, der Vortrieb durch das typische Auf- und Abschlagen bewirkt wird. Brenndender Heißlustballon tätowiert von Millo, Marschmillo Tattoo, Ramstein. Kontrollverlust: Wind wirbelt Ballon und Luftschiffer mächtig durcheinander, tätowiert von Danny Garcia von Inkstabul Artcore. Mandala-Dotwork-Ballon von PhilipYarnell, Skin Yard Tattoos, Southend on Sea. (l) Brenndender Heißlustballon tätowiert von Millo, Marschmillo Tattoo, Ramstein.Kontrollverlust: Wind wirbelt Ballon und Luftschiffer mächtig durcheinander, tätowiert von Danny Garcia von Inkstabul Artcore.Mandala-Dotwork-Ballon von PhilipYarnell, Skin Yard Tattoos, Southend on Sea.(l) Brenndender Heißlustballon tätowiert von Millo, Marschmillo Tattoo, Ramstein. (m) Kontrollverlust: Wind wirbelt Ballon und Luftschiffer mächtig durcheinander, tätowiert von Danny Garcia von Inkstabul Artcore. (r) Mandala-Dotwork-Ballon von PhilipYarnell, Skin Yard Tattoos, Southend on Sea.GedankenflügeAlternative Gedankenflüge kamen aus den Klöstern, früher die Zentren der Wissenschaft und Forschung. Schon um 1250 kam erstmals die Idee auf, den Himmel mit Ballons zu erobern, die leichter als Luft sein müssten. Der erste wirklich brauchbare Heißluftballon stieg jedoch erst 1783 auf, eine Entwicklung der Gebrüder Montgolfier. »Nichts als heiße Luft« brachte die Menschen ihrem Ziel näher; schon sonderbar, wenn man bedenkt, dass mit dieser Redewendung heute zum Ausdruck kommen soll, dass »nichts dahinter steckt«.Schöner Reisen in einer Gondel: Tattoo von Alex, Trioxin Galery, Frankfurt.Gefährliche Partystimmung im Saloon, umgesetzt von Uncle Paul aus dem Athener Studio Iron Brush Tattoo.Ein brennendes Schloss steigt in die Lüfte. Tattoo von Dap, Skingdom Tattoo Shop, Treviso, IT.(l) Ein brennendes Schloss steigt in die Lüfte. Tattoo von Dap, Skingdom Tattoo Shop, Treviso, IT.

Allegorie des Lebens


Dass heute Heißluftballons zu den angesagten Motiven gehören, die das Thema Fliegen aufgreifen, ist neben dem Nostalgie-Faktor möglicherweise einer Besonderheit dieses Luftfahrzeugs geschuldet: Es ist nur bedingt lenkbar und völlig den Luftströmungen ausgeliefert. Die Vorstellung des geräuschlosen Dahinfahrens, des Sichtreibenlassens, um von oben einen Blick auf die immer kleiner werdende Welt zu werfen, mal nicht zu wissen, wo der Landeplatz und wann die Ankunftszeit ist, das kann in unserer durchgetakteten Zeit Freiheit bedeuten. Oder ist der in der Luft wirbelnde, vielleicht auch brennende Ballon eine Allegorie auf die Gefahren des Lebens? Der Mensch, der von den Stürmen des Schicksals hin und her geschleudert und von einem Feuer verbrannt wird? Oder ist der Fesselballon doch einfach nur ein dekoratives Motiv, das dem Tätowierer viele Möglichkeiten zum Ausschmücken gibt? Sei‘s drum …

Die Blaupause ist klar: Vögel sind die großen Vorbilder und sicherlich hat jeder Mensch schon mal den Wunsch verspürt, wie ein Vogel abzuheben, sich in die Lüfte zu schwingen und alles hinter sich zu lassen. Bilder von am Himmel wie schwerelos gleitenden, im Sturzflug hinabschießenden, im Schwarm geordnet fliegenden Vögeln bringen die an den Boden gefesselten Menschen zum Träumen und wecken eine Sehnsucht, die bereits im Kindesalter erwacht. Schon die Kleinen springen von Bäumen und kleinen Brücken in der Hoffnung, einmal nur die Erdanziehung überwinden zu können, sie erleben den kurzen Moment des Falls, um mit Glück mit einem verstauchten Fuß und einer Prellung davonzukommen. Auch Schirme sind nicht zweckdienlich.Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits.Es war ein abenteuerlicher Weg vom ersten, mit einem Motor angetriebenen Flugzeug der Brüder Wright (1903) zu modernen Personenflugzeugen mit Turbinen (1939); tätowiert von Kari Barba vom US-Studio Outer Limits.Ikarus: Das erste FlugopferOhne Auftrieb geht es nicht, das wusste schon der griechische Baumeister Dädalus und baute seinem Sohn Ikarus der Überlieferung zufolge Flügel aus Federn und Wachs. Wie der römische Dichter Ovid um Christus Geburt zu berichten wusste, kam Ikarus der Sonne zu nahe, das Wachs schmolz und Ikarus wurde das erste prominente Opfer dieses Menschheitstraums. Zu der Erkenntnis, dass der Mensch ohne geeignete mechanische Hilfsmittel nicht fliegen kann, gelangte auch der Universalgelehrte Leonardo da Vinci. Ihm war die Notwendigkeit entsprechender Technik offensichtlich schon um 1500 klar, als er einen Flugapparat auf dem Papier entwarf, der mit Muskelkraft die Flügel auf und ab bewegte. Aufsteigen wollte dieser dennoch nicht; Vogelflügel sind ein komplexes System, bei dem der Auftrieb im Wesentlichen durch die Flügelform, der Vortrieb durch das  typische Auf- und Abschlagen bewirkt wird.Brenndender Heißlustballon tätowiert von Millo, Marschmillo Tattoo, Ramstein.Kontrollverlust: Wind wirbelt Ballon und Luftschiffer mächtig durcheinander, tätowiert von Danny Garcia von Inkstabul Artcore. Mandala-Dotwork-Ballon von PhilipYarnell, Skin Yard Tattoos, Southend on Sea.(l) Brenndender Heißlustballon tätowiert von Millo, Marschmillo Tattoo, Ramstein.
 

Katastrophe

Einfach dahintreiben: Was als Tattoo-Motiv reizvoll sein kann, wurde früher in der Luftfahrt als großes Problem angesehen, das man durch lenkbare Luftschiffe in den Griff bekam, die über eine eigene Antriebseinheit verfügten. Vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte ihr Einsatz eine große Bedeutung, sie sind die eigentlichen Pioniere des Luftverkehrs. Mit ihnen wurden Güter und Menschen über weite Distanzen transportiert, Amerika war nun auch über den Luftweg zu erreichen. Darüber hinaus wurden sie vor allem im 1. Weltkrieg zu Aufklärungszwecken genutzt, aber auch, um größere Bombenlasten über den Städten des Kriegsgegners abzuwerfen.

Die größte Katastrophe, die wir mit Luftschiffen in Verbindung bringen, war die Explosion des Zeppelins »LZ 129 ›Hindenburg‹«. Am 6. Mai 1937 entzündete sich bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) die Wasserstofffüllung und 36 Menschen kamen ums Leben. Die bei der katastrophalen Landung entstandenen Filmaufnahmen verbreiteten sich in der ganzen Welt und brannten das Unglück umso intensiver ins Gedächtnis der Menschen und so bedeutete dieses Unglück das abrupte Ende der Erfolgsgeschichte der Luftschiffe.

Das Ende der Hindenburg? Marcin Surowiec aus Warschau hat die Zeppelin-Katastrophe ausgesprochen grafisch umgesetzt.

Männer und Frauen in tollkühnen Kisten

Parallel zur Entwicklung von Ballons und Luftschiffen wurde das Thema Flugzeug weiter verfolgt. Der deutsche Forscher Otto Lilienthal war eine der Lichtgestalten, die sich bei der Geschichte der Flugzeugentwicklung einen Namen machten. 30 Flugapparate bastelte er, bis er 1893 erstmals abhob. Von Fliegen zu reden, wäre zu viel gesagt, eher als Gleiten kann sein Flugversuch beschrieben werden.

Ein wesentlicher Impuls für die Fliegerei kam aus der Motorenindustrie, damit waren die Fluggefährte nicht mehr auf Muskelkraft angewiesen, sondern konnten mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werden; das Propellerflugzeug machte die Brüder Wilbur und Orville Wright im Jahr 1903 weltberühmt.
 
Zu den Pionieren der Luftfahrt zählten sicherlich auch Lowell H. Smith und Erik H. Nelson, die jeweils mit ihrem Doppeldecker im Jahr 1924 in 177 Tagen um die Welt flogen. Eine weitere Zäsur in der Entwicklung der Luftfahrt kam mit einer Entwicklung des Deutschen Ernst Heinkel, der 1939 das erste Strahlturbinenflugzeug erfolgreich testete, womit die gängigen Kolbenmotoren nach und nach ersetzt wurden.     Mit Raketenantrieb hingegen war die »Bell X-1« ausgerüstet, mit der erstmals die Schallmauer durchbrochen wurde. Die Eroberung des Luftraums reichte bald nicht mehr aus, die Landung auf den Mond war das nächste Ziel. Mit der Apollo-11-Misssion der US-Raumfahrtbehörde NASA flog am 20. Juli 1969 erstmals ein bemanntes Raumschiff auf den Mond und kehrte auch wieder zurück. Das Missionsemblem und der Name der eigentlichen Mondlandefähre war, wie könnte es anders sein, einem Vogel nachempfunden: dem Adler.

Piotr Gie aus Dundee lässt den Elefanten mit Hilfe von Luftballons aufsteigen.
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Stand:24 November 2017 15:52:18/motive/wenn+traeume+fliegen+lernen_1411.html